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vergrößern 500x276Sicherheitsvorkehrungen in der jüdischen Schule.
vergrößern 500x327Der Lauder Chabad Campus befindet sich im zweiten Bezirk am Rande des Augartens.
vergrößern 500x308Neben dem Österreichischen Wörterbuch sind im Klassenzimmer Bücher in hebräischer Sprache zu finden.
vergrößern 500x314Im Hintergrund: Der Flakturm.
vergrößern 500x298Die siebente Klasse bereitet sich auf die Matura vor.
vergrößern 500x345Die kleineren Kinder verzieren eine Menora.
vergrößern 500x270Religionsunterricht in der Kooperativen Mittelschule.
Hinter der dicken Mauer und dem großen Stahltor spielen die Schülerinnen im Garten der Schule Basketball. Ehrgeizig laufen sie den Bällen hinterher und jubeln, wenn ein Korb gelingt. Es ist ein sonniger Frühlingstag und die Mädchen genießen es, dass der Turnunterricht nach Monaten der Kälte endlich wieder im Freien stattfinden kann.
Die Überwachungskameras am Eingang und rund um den Lauder Chabad Campus sind die Schülerinnen längst gewohnt. Auch dass ein Beamter der Wiener Polizei hier seinen Dienst absolviert, gehört für sie zum Alltag.
Hebräisch-Unterricht und mehr Religionsstunden
Der Lauder Chabad Campus im zweiten Bezirk am Rande des Augartens ist eine von drei jüdischen Schulen in Wien. Von der Krabbelstube bis zur Matura besuchen hier mehr als 300 Kinder im Alter zwischen 18 Monaten und 18 Jahren den Unterricht. Es handelt sich um eine konfessionelle Privatschule - Kindergarten, Volksschule, Kooperative Mittelschule und Oberstufenrealgymnasium in einem Haus. Das Gehalt der Lehrer bezahlt der Staat, das Gebäude finanziert der Schulerhalter. In dem Fall die Lauder Foundation - benannt nach Ronald Lauder, seit Juli 2007 Präsident des Jüdischen Weltkongresses. Die Kinder haben hier Hebräisch-Unterricht und mehr Religionsstunden pro Woche - ansonsten unterscheidet sich der Unterricht kaum von dem anderer Schulen.
Im Gebet der Opfer gedacht
Als am Montag bekannt wurde, dass in einer jüdischen Schule im Süden Frankreichs ein Attentat auf einen Lehrer und Kinder verübt worden war, saß der Schock auch in der Lauder-Schule in Wien tief. "Bei uns gibt es traditionell in der Früh ein Gebet. Da wurde natürlich im Rahmen des Gebets der Opfer und Familien gedacht", sagt Schuldirektorin Gabriele Huhndorf im Gespräch mit derStandard.at. Auch im Unterricht wurde darüber gesprochen. "Gerade bei den älteren Schülern, die sehr viele Informationen über das Internet und neue Medien beziehen, war die Betroffenheit groß. Das Thema war sehr präsent."
Auch die Wiener Schule muss nach wie vor große Sicherheitsvorkehrungen treffen, um vor Übergriffen geschützt zu sein. "Leider ist es immer noch notwendig, solche zusätzlichen Maßnahmen zu haben. Es hat auch bei uns immer wieder Vorfälle gegeben. Gott sei Dank im wesentlich kleineren Rahmen als in Toulouse."
Im November 2006 ist ein damals 24-jähriger Mann außerhalb der Unterrichtszeit in den Campus eingedrungen und hat die Schule verwüstet. Mit einer Eisenstange zerschlug er 162 Fensterscheiben, zahlreiche Türen, Toiletten- und Waschräume wurden beschädigt. Die Versicherung bezifferte den Schaden mit 150.000 Euro. Als der Täter von der Polizei festgenommen wurde, stellte er sich den Beamten als "Adolf Hitler" vor.
Vier Jahre später, beim Chanukka-Fest am Stephansplatz im Dezember 2010, wurde der religiöse Leiter Rabbi Dov Gruzman von einem Unbekannten angefallen, in den Finger gebissen und schwer verletzt.
Latenter Antisemitismus
Direktorin Huhndorf ist sich nicht nur wegen dieser jüngeren Vorfälle ihrer Verantwortung bewusst. "Gerade wenn man mit Kindern zu tun hat, ist Sicherheit ein ganz wichtiges Thema. Uns ist auch wichtig, dass die Eltern wissen, dass ihre Kinder bei uns sicher sind."
Was sagt das über die Gesellschaft aus, dass nach wie vor dieser massive Schutz notwendig ist? "Das hat mich selber auch sehr überrascht, dass nach wie vor in gewisser Weise oft ein latenter Antisemitismus vorhanden ist", antwortet Huhndorf. So passiere es auch immer wieder, wenn Klassen außer Haus unterwegs sind, "dass die Schüler angepöbelt werden, wenn die Leute hören, dass sie untereinander Hebräisch sprechen". Auch würden Autos von Rabbinern beschädigt. "Das ist traurig, aber ist leider nach wie vor ein Thema."
Schule boomt
Nichtsdestotrotz wächst die jüdische Gemeinde in Wien. Das macht sich auch an der Lauder-Chabad-Schule bemerkbar. "Wir platzen aus allen Nähten und müssen die Schule erweitern." Es wird überlegt, einen Teil der Klassen auszusiedeln.
Die Schüler tragen am Campus eine Uniform. Die Mädchen einen dunklen Rock und ein hellblaues Oberteil mit Kragen. Die Buben sind verpflichtet, eine Kippa, eine dunkle Hose und ein hellblaues Oberteil zu tragen. Der jüdische Glaube macht sich auch insofern bemerkbar, als sämtliche Feste, die im jüdischen Festkreis enthalten sind, gefeiert werden.
"Weltoffene Schule"
Die Direktorin setzt im Kampf gegen Antisemitismus ihre Hoffnung in die Jugend. "Ich erlebe, dass andere Jugendliche keine Berührungsängste haben", sagt Huhndorf. Dass sich die jüdischen Kinder in der Schule in einem geschlossenen Kreis quasi unter sich befinden, habe Vor- und Nachteile. "Es ist natürlich so, dass das jüdische Leben sehr stark von religiösen Geboten begleitet ist. Wir bieten koscheres Essen an. Es ist schwierig, das außerhalb des Campus zu organisieren."
Aber man bemühe sich, eine "sehr weltoffene Schule" zu sein. "Dadurch, dass das Judentum weltweit vertreten ist, sind wir international orientiert. Die Schüler fahren zu internationalen Konferenzen oder Wettbewerben." Das soll auch in Zukunft fortgesetzt werden.
Juden in Geschäft beschimpft
Auch im am Mittwoch präsentierten Rassismus-Report der NGO ZARA werden mehrere Fälle von Antisemitismus dokumentiert. Zum Beispiel die Geschichte einer Frau, die mit ihrer Tochter ein Geschäft besuchte. Als sie sich entschied, ein Produkt, für das sie sich interessiert hatte, doch nicht zu kaufen, rief ihr die Eigentümerin "Auße, auße, jüdisches Gesindel" hinterher.
Ein 19-jähriger Lehrling wurde in einem Bus beschimpft ("Hitler hätte die Juden fertigmachen sollen!") und zusammengeschlagen, als ihn zwei Jugendliche türkischer Herkunft anpöbelten, weil sie seinen Davidstern bemerkt hatten, den er an einer Kette um den Hals trägt. Keiner der anderen Fahrgäste des voll besetzten Wagens schritt ein. (Rosa Winkler-Hermaden, derStandard.at, 22.3.2012)
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Bestes Beispiel: die aktuelle Ausstellung im Jüdischen Museum mit dem bezeichnenden Titel: Fremde überall. Zitat:" Stimmig ist dieser Leitgedanke für den aus Odessa stammenden Wiener Sammler (und Finanzmakler) Eduard Pomeranz: Wir sind immer auf Reisen. Egal, wo man ist, man fühlt sich nirgends zuhause. Das Judentum ist die einzige Grundlage, die bleibt – im Dasein als Fremde überall“. Pomeranz kam in den 70ern als Kind nach Wien und seine Familie durfte sich (dank Kreisky, der sich deswegen harsche Kritik von Israel gefallen lassen musste) hier niederlassen. Warum er sich dennoch nicht hier als Österreicher zu Hause fühlt würde ich gerne erklärt bekommen! Ist er gar ein Opfer von erlebtem Antisemitismus?
Bei den Schotten, den Schulbrüdern oder den Ursulinen kommt auch kaum einer auf die bizarre Idee, von "Patriachaler Paralellgesellschaft", "Abschottung" "Abkapselung" , von "sich selber ausgrenzen" und einer "nach wie vor latent argen politik" des Vatikans zu reden.
Es kommt auch keiner auf so völlig absurde Gedanken, wie: "Diese Schulen verhindern eindeutig den Kontakt zur heimischen Bevölkerung".
(Lieber Muro: Die SIND heimisch!)
Es ist halt eine konfessionelle Schule und so wie die oben genannten vermutlich keine schlechte.
So what? Ein jeder, wie es ihm gefällt!
PS: Wenn türkische Jugendliche einen jüdischen Lehrling vermöbeln, würde ich das nicht unbedingt als Beweis für den "latenten Antisemitismus" der Österreicher betrachten.
Was, die türkischen Jugendlichen sind Österreicher?
Das ist nicht möglich, denn das ist ein Oximoron.
Weder die Türkei noch Österreich gestattet Doppelstaatsbürgerschaften, ergo, wenn die beiden Österreicher sind, sind sie österreichische Jugendliche, und keine türkischen, wenn sie aber Türken sind, sind es türkische Jugendliche und keine österreichischen.
Und wenn ich umgekehrt sage, sie , subspace 99, sind österreichischer Herkunft, macht sie das dann zum Türken?
Was ist wahrscheinlicher, wenn jemand "türkischer Herkunft" ist: a) er ist türkischer Staatsbürger, oder b) er ist österreichischer Staatsbürger?
ich bin geruehrt. es erscheint mir komisch, weil ich auch geruehrt bin, wenn der islam anschlaege fuer uns begeht bzw ja es selbst so versteht und glaubhaft macht und dann begeht. schade wenn grosse und viele: kleine und wenige einschraenken, wenn sie helfen. es ist nicht gerecht! es ist eine form der metasklaverei, die man sicher ablehnen muss - wodurch man in die normale sklaverei kommt, die man sicher ablehnen muss. doch es bleibt so viel was nicht abgelehnt werden kann!
eigentlich schade, daß menschen andere menschen ausgrenzen (und auch angreifen), bloß weil sie anderer hautfarbe, anderer politischer einstellung, anderer ethnischer herkunft und/oder anderer religiöser orientierung sind.
am ende des tages sollte man doch feststellen, daß ALLE, wenn sie am topf waren stinkende exkremente in der gleichen farbe loswurden.
wir alle sind unterschiedlich - und in gewissen dingen trotzdem alle gleich.
sollte das nicht ein punkt sein um miteinander zu stehen, statt gegeneinander zu kämpfen?
btw, was ich vergaß zu erwähnen:
ich bin nach wie vor der meinung, daß in jeder größeren gruppe (politische-, ethnische-, religiöse-, welche-sonst-auch-immer-) 50% idioten sind.
bloß hab ich null idee wie man diese zahl veringern kann.
außer mit toleranz anderen gegenüber - und da fehlt's, das muss ich als österreicher sagen, den menschen, und im speziellen dem ostösterreicher (viel mehr kenn ich ja nicht genauer), weit.
Die haben alle Angst, dass, sobald die Juden hier die Mehrheit haben, alle Haushalte zwei Kühlschränke vorweisen müssen, um Milchiges vom Fleischigen zu trennen. Natürlich nur, damit die jüdischen Kühlschrankfabrikanten der Ostküste Profit machen.
So wird einerseits gefragt "wer kennt denn hier einen J-den?" und dazu argumentiert wird "Die bleiben so unter sich dass Sie mit den Österreichern nichts zu tun haben wollen!" ... und gleich eins weiter wird argumentiert .. "Juden sollen sich nicht kenntlich machen, das würde nur Antisemitismus erzeugen und eine bewusste Abgrenzung erzeugen".
Logische Folge daraus. J-de sei bitte unsichtbar einerseits und erzähle aber ständig jedem dass du ein (unsichtbarer!) J-de bist. Oder so...
Eigentlich erschliesst sich mir die Logik all dieser Postings nur unzureichend ...
Dass Menschen schon öfter mit J-den zu tun hatten als sie denken, weil 90% der J-den in Österreich halt einfach Österreicher sind, auf die Idee kommt irgendwie niemand ...
Der Foromat zwingt mich dazu.
Da in den letzten Tagen teils 50% meiner Postings zum Thema vom Foromat einbehalten wurden um sein Landhaus damit zu heizen bin ich gezwungen gewisse Schlüsselwörter leicht abzuändern.
Wie es aussieht hat der Foromat ein mehrstufiges "scharfschaltesystem" .. und manche Poster rutschen irgendwann nach irgendeiner Systematikl auf einen Zensurlevel der es langsam wirklich schwer macht Postings durchzubringen, da die key-word-liste offenbar immer länger wird.
Und da ich ein wenig unhappy bin wenn man aufwändige Postings tippt und diese als Heizmaterial dienen ... nuja .. sie sehn ja das Resultat :-)
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