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Im belgischen Lommel fand am Mittwoch eine Trauerfeier für die bei dem Busunglück in der Schweiz verunglückten 22 Kinder und sechs Begleiter statt.
Lommel - Gut eine Woche nach dem Busunglück in der Schweiz haben Tausende Menschen im belgischen Lommel in einer bewegenden Trauerfeier Abschied von den Todesopfern genommen. Begleitet von Klaviermusik trugen Soldaten, gefolgt von Angehörigen, die Särge und Fotos der Opfer einzeln in die abgedunkelte Soeverein Arena und stellten sie auf 15 schwarzen Podesten ab. Die Beerdigungen sollten später unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Zwei der insgesamt 17 Toten aus Lommel - ein Kind und ein Erwachsener - waren zuvor im kleinen Kreis beerdigt worden.
Neben Mitschülern und Familien der verunglückten Kinder und Erwachsenen trauerten auch Belgiens König Albert II. und seine Frau Paola sowie der belgische und niederländische Regierungschef. Vor der Mehrzweckhalle nahe der niederländischen Grenze nahmen nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga rund 10.000 Menschen Anteil und verfolgten die Feier auf Videoleinwänden.
Weitere Trauerfeier am Donnerstag
Für die neun getöteten Schüler und Erwachsenen aus Löwen sollte am Donnerstag eine weitere Trauerfeier stattfinden. Bei dem Busunfall in einem Tunnel nahe Siders in der Schweiz waren am 13. März 22 Kinder und 6 Erwachsene auf dem Rückweg von einer Skifreizeit getötet worden, darunter fünf Niederländer. Die Kinder hatten Schulen in Lommel und im Löwener Ortsteil Heverlee besucht. Auch beide Busfahrer kamen ums Leben. 24 Menschen wurden verletzt.
Nach Eintreffen des belgischen Königspaares in Lommel eröffnete ein Schülerchor die Trauerfeier. Freunde und Angehörige steckten rote Rosen in die Mitte eines riesigen Herzen aus weißen Rosen. Viele Gäste trugen weiße Trauerschleifen.
Ansprachen von Betroffenen
Anschließend sprachen Geschwister und Eltern unter Tränen zu ihren Liebsten. "Ich wünschte, ich hätte mehr schöne Worte zu dir gesagt", sagte ein junges Mädchen auf der Bühne vor Tausenden Menschen. "Aber so ist das unter Schwestern, man streitet auch mal. Doch später, wenn ich selber Kinder habe, werde ich stolz über dich erzählen - meine tolle Schwester."
Belgiens Premierminister Elio Di Rupo hörte ihr ebenso zu wie König Albert II. und Königin Paola. Der König hatte sich zusammen mit Lommels Bürgermeister Peter Vanveldhoven vor den Angehörigen verneigt und ihnen sein Beileid ausgesprochen. Auch der niederländische Kronprinz Willem-Alexander und seine Frau Maxima sowie Regierungschef Mark Rutte war angereist, ebenso EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy. Bürgermeister Vanveldhoven dankte der ebenfalls anwesenden Schweizer Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf für die Hilfe der Retter und die Anteilnahme des Landes.
"Eine schreckliche Tragödie"
Vor der Sporthalle in Lommel hingen die Fahnen auf halbmast, weiße Ballons reckten sich an langen Bändern gen Himmel. Neben dem Eingang hatten Trauergäste Blumen abgelegt und Bilder aufgehängt, die ihre Kinder für die Opfer gemalt hatten. Einige Kinder schrieben Nachrichten direkt an die Eingangswände und baten die Engel im Himmel, auf ihre getöteten Freunde aufzupassen.
Ein Paar mit einem schwarzen Kinderwagen betrauerte einen verstorbenen Lehrer. "Wir haben unseren Freund bei dem schrecklichen Unglück verloren. Er war Lehrer an der Schule in Lommel. Es ist eine schreckliche Tragödie. So viele Menschen, vor allem Kinder, starben." (APA, 21.3.2012)
ja hier sind kinder gestorben und das ist grausamer als wenn eine 90-jährige stirbt, aber was sollen diese nationalen trauerkundgebungen bringen?
was bringt es, wenn sich nach einem zugsunglück mit 16 toten ein drittel der polnischen regierung an der unfallstelle einfindet? wenn man bedenkt, dass in polen jeden tag fast ebenso viele menschen auf der straße sterben?
welchen sinn hat es nach (gefühlt jedem unfall mit mehr als 2 toten) ein nationales trauercamp abgehalten wird?
i don't get it, sorry....
Die Trauerbekundungen der Belgier sind schon ok. Wie und wann und warum wer wie heftig trauert oder nicht ist sicher die Sache der Betreffenden. Und dass so ein Unglück- warum auch immer- bei vielen heftige Gefühle hervorruft, selbst wenn sie nicht unmittelbar betroffen sind, ist ganz normal.
Und dass man diese Gefühle auch zeigen möchte, teilen möchte, ist auch normal. Und wenn dann was organisiert wird, um denjenigen zu helfen, die das brauchen, finde ich das gut. (in dem Fall eben eine große Trauerfeier, eine Schweigeminute...)
Was ich ein wenig pervers finde, ist die Zurschaustellung der trauernden Menschen in diversen Medien. Und die plakative Trauer von irgendwelchen Unbeteiligten B- Promis. Aber nun gut, auch das ist ihre Sache.
Danke für diesen Ausschnitt.
Ich werd's meinen Kindern weiterleiten.
Manchmal kann's so schnell vorbei sein :-(...
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