Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
vergrößern 800x560SCHÜLERSTANDARD: Wie war es für Sie, im Zuge von "Atmen" mit dem 17-jährigen Thomas Schubert zusammenzuarbeiten?
Karl Markovics: Die Erfahrung war sehr schön, weil im Grunde genommen alles aufgegangen ist, was ich mir gewünscht habe. Nachträglich gesehen hätte ich mir viel größere Sorgen machen können. Ich war aber überzeugt davon, dass ich den richtigen Menschen für diese Rolle finden werde. Nachdem die Entscheidung für Thomas Schubert gefallen war, war überhaupt kein Zweifel da, nicht einen Moment lang, dass er das nicht hinbekommen würde. Es war auch nie mehr Thema, dass er zuvor noch nie gedreht hatte oder wie ungewohnt das alles für ihn sein muss. Er hat einfach so eine Art innere Sicherheit mitgebracht, die mich sehr erstaunt hat für einen Menschen in diesem Alter.
SCHÜLERSTANDARD: Wenn man über Sie oder Interviews mit Ihnen liest, fällt immer wieder das Wort Perfektionismus. Wie wichtig ist diese Eigenschaft für einen Regisseur?
Markovics: Das ist das alles Entscheidende. Und zwar nicht nur beim Regieführen. Das fängt schon beim Schreiben des Drehbuches an. Alles, was ich in meinem Buch an Halbherzigkeiten nicht zu einer Ganzheit bringe, kann ich beim Drehen nicht mehr wettmachen. Dieses Bewusstsein, die Dinge auf den Punkt zu bringen, ist essenziell wichtig, um für sich eine Erfüllung zu finden. Das ist vollkommen unabhängig vom Metier und vom Genre. Wenn ich nicht das Gefühl habe, ich unternehme zumindest den Versuch, alles getan zu haben, um auf den Kern von etwas zu kommen, ist es Dutzendware und deswegen unerheblich.
SCHÜLERSTANDARD: Wollten Sie mit Ihrem Film "Atmen" vor allem Jugendliche ansprechen?
Markovics: Ich habe nicht konkret die Idee gehabt, speziell Jugendliche anzusprechen. Worum es mir aber natürlich geht, ist Menschen anzusprechen. Darum geht es im Grund genommen auch in dem Film, um die Erkenntnis, dass wir im Leben umgeben sind von anderen und dass es eine ständige Wechselwirkung gibt, zwischen mir und meinem Inneren und dem Inneren des anderen. Ob wir es wollen oder nicht: Wir können uns von diesen Verhältnissen nie befreien. Wir müssen in irgendeiner Art damit umgehen, weil es uns umgibt. Unser Leben ist nicht vom Ich umgeben, sondern von den anderen. Und das betrifft natürlich junge Menschen in einer besonderen Form, die ihre ersten Schritte ins Leben tun.
SCHÜLERSTANDARD: Wie wichtig ist Ihnen Anerkennung der anderen?
Markovics: Man kann es drehen und wenden, wie man will: Es ist etwas sehr, sehr Wichtiges. Man macht eigentlich gar nichts für sich. Das hat nicht einmal was mit Kunst zu tun. Außer den Grundbedürfnissen, gibt es ganz wenige menschliche Äußerungen, die für sich selbst da sind. Es ist einfach wichtig, eine positive Empathie zu erfahren in unserem Glauben, dass unsere Existenz einen Sinn hat. Wir sind ausgeliefert, was das betrifft und abhängig von den anderen. Das kann etwas sehr Schönes, aber auch etwas unglaublich Entsetzliches, wie wir wissen.
SCHÜLERSTANDARD: Welche Wichtigkeit haben Publikumsgespräche in dieser Hinsicht?
Markovics: Eine ganz große. Ich habe das im Zuge der verschiedenen Premieren, die wir im ganzen Land und auch darüber hinaus hatten, zu schätzen gelernt. Man erfährt wahnsinnig viel über seinen eigenen Film. Es ist eine beglückende Erkenntnis festzustellen, auf welche Art andere Menschen die Geschichte wahrnehmen, und zwar auf eine Art, wie man sie gar nicht bewusst geplant gehabt hat. Welche Deutungen sie anstellen, welche Fragen sie sich stellen, was der Film - aufgrund ihrer persönlichen Geschichte - in ihnen ausgelöst hat. Das ist schon erstaunlich, wenn man feststellt, wozu so ein Film imstande ist. (Antonia Reiss und Bath-Sahaw Baranow, DER STANDARD, 21.3.2012)
KARL MARKOVICS (48) ist Wiener Schauspieler und Regisseur. Die Hauptrolle im Oscar-Film "Die Fälscher" machte ihn international bekannt. 2011 feierte er mit seinem Regiedebüt "Atmen" große Erfolge.
Roland Düringer ist der Ansicht, dass die Erziehung den Menschen vertrotteln lässt. Anlässlich seines neuen Buches sprach Jakob Wasshuber mit ihm über Systemidioten, seinen alten Mathelehrer und darüber, warum unsere Bildung in Wahrheit reine Ausbildung ist
Wenn Erwachsene über die Jugend von heute schreiben ...
In der Schweiz wird eines der wichtigsten Rätsel der Menschheit erforscht - ein Besuch beim weltweit größten Teilchenbeschleuniger
Bei Botball basteln Schüler ihre eigenen Roboter. Im Technologischen Gewerbemuseum in Wien kämpften die Teams um den Finaleinzug in Oklahoma
Grünen-Chefin Eva Glawischnig bezichtigte Umweltminister Berlakovich der Lüge, BZÖ-Obmann Josef Bucher hingegen gab keine Auskunft darüber, ob Stefan Petzner bei der Nationalratswahl antreten wird. Gleich zwei Politiker diskutierten mit Jugendlichen bei "Zukunft am Wort"
Wieso organisierte Werner Faymann vor 30 Jahren ein Anti-Papst-Fest? Lucas Bachler und Ebubekir Gök fragten nach
Bei der Jugendoper am Theater an der Wien wird eine Oper fast komplett von Jugendlichen gestaltet. Der SchülerStandard hat die Proben begleitet
Die Schulen sollen sich ihre Lehrer künftig selbst aussuchen dürfen, fordert Niki Scherak
Allgemeinbesitz statt Konsum - kann das funktionieren? Wie eine Jugendkommune in Israel mit einer profanen Idee eine ideologische Grundsatzdebatte auslöst
"Alarmierende" Statistik ist am Ende nur eine Frage der Definition
Der Ex-Chefredakteur der "Jerusalem Post" erklärt, warum Österreich noch immer viel aufzuarbeiten hat
In Valencia ist die Krise allgegenwärtig - ob in der Schule, auf Demos oder beim Fortgehen
Das Musikgymnasium Wien bereitet seine Schüler auf eine professionelle Laufbahn als Musiker vor
Ein Wiener Schüler reist nach Nicaragua - und lernt dort eine neuartige Welt kennen
Die Unterrichtssprache am Wiener Lycée ist Französisch, als Fremdsprache wird auch Arabisch gelehrt. Die Schule gilt als elitär, dabei gibt es keine Aufnahmeprüfung - jedoch hohe Gebühren.
Ein Grazer Projekt versucht, Schüler in die heimischen Museen zu locken - mit Erfolg?
An der Sir-Karl-Popper-Schule in Wien lernen die Schüler bis zu 60 Stunden die Woche - und zwar freiwillig
In Österreichs einzigem schulischem Zelllabor lernen Jugendliche, wie man Bioreaktoren herstellt - Die Noten hängen davon ab, wie lange ihre gezüchteten Zellen überleben
Sebastian Kurz im Gespräch über was sich seit seiner Schulzeit verändert hat und ob er einst ein guter Schüler gewesen ist
Auf Twitter ist Armin Wolf der beliebteste Österreicher. Warum traditionelle Medien auch in Zukunft nicht aussterben werden und wieso der gebürtige Innsbrucker eigentlich Uni-Professor werden wollte
Viele Jugendliche halfen bei der Organisation in Schladming, dass die Ski-WM reibungslos funktionierte.
Elfriede Ott ist das diesjährige Gesicht des karitativen Schülerprojekts "Theaterhotel"
Stricken ist wieder hip - beim "Urban Knitting" wird der öffentliche Raum verschönert
Jung oder alt - über 100 Leute kreieren für das Tanzprojekt "alles bewegt" während einjähriger Proben ein Bühnenstück. Improvisierter Ausdruckstanz bedeutet vor allem, sich fallenlassen zu können.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.