Krebsforschung, vernetzt

15. Juni 2003, 20:37
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Vergangenen Freitag wurde am Wiener AKH das erste österreichische Exzellenzzentrum für klinische und experimentelle Onkologie eröffnet. Seine Leitung wurde dem Arzt Christoph Zielinski (52) übertragen. Zielinski gilt auch international als Experte in der Krebsforschung und -therapie. Er ist Universitätsprofessor an der Klinik für Innere Medizin, seit 2000 Präsident der Central European Cooperative Oncology Group (CECOG) und koordiniert unter anderem seit 1999 die Initiative "Leben mit Krebs".

Im Exzellenzzentrum werden elf Abteilungen und Institute, die sich mit Krebs und seiner Entstehung beschäftigen, miteinander kooperieren. Das beginnt bei gemeinsamen wissenschaftlichen Projekten und endet bei der Betreuung der betroffenen Patienten über alle Fächergrenzen hinweg. Im Zuge von wissenschaftlicher Grundlagenforschung erzielte Innovationen sollen vom Zentrum als Patente verwertet werden. "Wir orientieren uns am amerikanischen National Cancer Institute (NCI) oder an Institutionen wie dem Memorial-Sloane-Kettering-Krebszentrum.

Die Onkologie ist noch bei weitem von einem optimalen Verständnis der Entstehung von Krebs entfernt. Ebenso von dem Ziel, 90 Prozent und mehr der Erkrankungen, besonders im fortgeschrittenen Stadium heilen zu können", sagte Zielinski am Freitag bei der Präsentation. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 16 .6. 2003)

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