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Es sind aber nicht die Freiheitlichen, es sind nicht die Koalitionsparteien, die sich aufschwingen, uns für den Sommer ein Streitthema zu schenken. Die US-Heimatschutzadministration hat befunden, dass Fingerabdrücke im Reisepass oder andere so genannte biometrische Daten mehr Schutz vor Terroristen bieten - oder jedenfalls vor Verbrechern, richtiger: jedenfalls vor nicht US-amerikanischen, also fremden Verbrechern. Was das für diese Fremden bedeutet - und auch Österreicher sind solche -, wird auf unserer Seite des Atlantiks erst langsam registriert.
Ein wenig Gnadenfrist wird den EU-Bürgern noch gewährt. Eineinhalb Jahre dürfen die Regierenden im alten Europa überlegen, ob sie mit den US-Plänen einverstanden sind. Wer Nein sagt, muss sich um ein Visum anstellen - das wird Geld kosten, vermessen wird man erst recht.
Ja oder ja - das scheint der Entscheidungsspielraum zu sein; Amerikanern ihre Angst vor dem Bösen der Welt ausreden zu wollen scheidet als alternative Möglichkeit ja aus. Die Sache mit dem Vermessen von Menschen hat Haken, damit wird lange nicht jene Sicherheit erreicht, die die Befürworter herbeireden.
Es muss einen Weg zum Nein zu diesen Plänen geben. Der Gedanke an eine Welt, deren Gang George W. Bush mittels FP-Ideen bestimmt, ist zu schrecklich. (DER STANDARD, Printausgabe, 16.6.2003)
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