Bagdad: Erste Kunstausstellung seit dem Krieg eröffnet

Redaktion, 15. Juni 2003 17:25

"Gruß an Bagdad" präsentiert aktuelle Malerei und Skulpturen

Bagdad - Die erste Kunstausstellung seit Ende der Hauptkriegshandlungen in Irak ist am Sonntag in Bagdad eröffnet worden. Mit der Exposition "Gruß an Bagdad" wolle er daran erinnern, dass sich die irakische Hauptstadt trotz des erfahrenen Leids wieder erholen werde, sagte der Inhaber der Galerie "Hiwar", Kassem Alsabti, am Sonntag. "Ich will diese Stadt würdigen, die das bleiben wird, was sie in der Vergangenheit war: niedergebrannt, geplündert, aber immer auferstanden aus ihrer Asche."

Nach Alsabtis Worten präsentieren sich in der Ausstellung 39 einheimische Künstler mit jeweils einem, nach dem Krieg geschaffenen Werk. Darüber hinaus werden etwa 20 Gemälde und Skulpturen gezeigt, die aus dem Museum für moderne Kunst gestohlen worden waren und zurückgekauft wurden. Er werde die Kunstwerke dem künftigen Museum zurückgeben, versicherte der Galerist. Bei der Auswahl der Ausstellungsstücke ließ sich der 50-Jährige nach eigenen Worten nicht von politischen Motiven leiten: Für ihn sei nicht wichtig, ob die Künstler Anhänger der ehemals regierenden Baath-Partei, Kommunisten, Schiiten oder Sunniten seien. "Es sind alles Künstler und wir behandeln sie wie Freunde." (APA)

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