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Ursprünglich war vorgesehen gewesen, die U1 bereits ab 2015 nach Rothneusiedl fahren zu lassen.
vergrößern 645x292Ein Querschnitt durch die geplante Station "Altes Landgut" unter dem Verteilerkreis.

Folgende Stationen werden bis 2017 dazukommen.
Wien - Nun ist es fix: Die Wiener U-Bahn-Linie U1 wird in Richtung Süden vorerst nicht - wie ursprünglich geplant - nach Rothneusiedl, sondern bis zur Therme Wien in Oberlaa verlängert. Insgesamt kommen fünf Stationen dazu. So wird die Linie künftig vom Reumannplatz die Stationen Troststraße, Altes Landgut, Alaudagasse, Neulaa und die künftige Endstelle Oberlaa anfahren. Die Eröffnung der 4,6 Kilometer langen Strecke ist für das Jahr 2017 geplant.
Die Verlängerungs- bzw. Abzweigungsoption nach Rothneusiedl sei aber damit nicht vom Tisch, sagte Finanzstadträtin Renate Brauner am Mittwoch bei der Präsentation der Pläne. Diese Ausbaustufe werde später erfolgen. Ursprünglich war vorgesehen gewesen, die U1 schon ab 2015 nach Rothneusiedl fahren zu lassen. Dass diese Pläne auf Eis gelegt werden, zeichnete sich schon länger ab. Nicht zuletzt wegen hoher Grundstückspreise habe diese Variante nicht oberste Priorität, hatte Brauner bereits Anfang 2011 betont.
600 Millionen Euro
Der U1-Ausbau nach Oberlaa schlägt mit rund 600 Millionen Euro zu Buche. Die Kosten teilen sich - wie bisher bei U-Bahn-Projekten - der Bund und die Stadt je zur Hälfte. Die Oberlaa-Variante komme damit etwa 200 Millionen Euro billiger als die ursprünglich geplante Verlängerung nach Rothneusiedl. Die Kostenfrage sei aber nicht der Grund für die nun fixierte Trassenvariante gewesen, versicherte Brauner.
Vielmehr habe man sich entschieden, Rothneusiedl vorerst nicht anzubinden, da der entsprechende Stadtteil nicht so schnell entwickelt werde wie damals angenommen. "Wir hängen an der Grundstücksverfügbarkeit", so Brauner. "Die Option Rothneusiedl bleibt aufrecht", betonte Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou: "Ich gehe davon aus, dass dort die Entwicklung in den nächsten Jahren vorangeht." Ein Zeithorizont konnte heute jedoch nicht genannt werden.
Tunnelbau als Herausforderung
Die nun fixierte Strecke nach Oberlaa umfasst fünf neue Stationen. Ab dem Reumannplatz wird die U1 über die Haltestellen Troststraße und Altes Landgut bis zur Alaudagasse in Tunnelröhren fahren. Danach folgt ein kurzes Stück ebenfalls unterirdisch, allerdings in offener Bauweise. Der letzte Teil der Trasse verläuft auf Bodenniveau. Laut Brauner werden allein durch die Stationen Neulaa, mit der die Per-Albin-Hansson-Siedlung angebunden wird, und Oberlaa mit der dort liegenden Therme Wien rund 21.000 Menschen von der Verlängerung profitieren. Eine Fahrt von Oberlaa zum Stephansplatz soll in fünf Jahren nur mehr eine knappe Viertelstunde dauern.
Laut Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer stellt vor allem der Tunnelbau eine Herausforderung dar. Die Röhren werden sich teils in knapp 20 Metern Tiefe befinden. Um sich die Variante nach Rothneusiedl offenzuhalten, bauen die Verkehrsbetriebe dort, wo die Trasse Richtung Neu- und Oberlaa abbiegt, eine Weichenanlage ein. Sollte diese Verlängerung mittel- oder langfristig tatsächlich realisiert werden, würden dann die Züge alternierend nach Oberlaa und Rothneusiedl fahren.
Änderung im Straßenbahnnetz
Die Favoritner Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner ließ am Mittwoch keinen Zweifel an ihren Wünschen: "Oberlaa darf keine Endstelle bleiben", es müsse irgendwann auch nach Rothneusiedl gefahren werden. Allerdings sei die nun fixierte Prioritätensetzung die "einzig richtige" gewesen.
Die U1-Verlängerung, die 2017 in Betrieb gehen soll, bringt auch Änderungen im Straßenbahnnetz mit sich. Konkret wird die Bim-Linie 67 dann anders geführt, da sie ansonsten parallel zur neuen U1-Strecke verlaufen würde. Die künftige Route des 67ers stehe derzeit noch nicht fest, hieß es von den Verkehrsbetrieben.
Opposition übt Kritik
Die Rathaus-Opposition reagierte kritisch auf das präsentierte Verlängerungsprojekt. Der Ausbau nach Oberlaa komme um Jahre zu spät, ärgerten sich die Freiheitlichen. Zustimmung gab es aber insofern, als eine langjährige FPÖ-Forderung nun endlich übernommen und umgesetzt werde. Die ÖVP forderte eine U-Bahn-Anbindung an Rothneusiedl und somit an die Schnellbahn, um Pendler an der Stadtgrenze abfangen zu können. Die Arbeiterkammer plädierte ebenfalls für eine Verknüpfung mit dem Bahnnetz - konkret mit der Pottendorfer Linie und der Donaulände-Bahn.
Mit der Inbetriebnahme des neuen Abschnitts im Jahr 2017 wird die U1 mit mehr als 19 Kilometern Wiens längste U-Bahn-Linie. Sie wird dann über 24 Haltestellen verfügen. Das erste Teilstück der U1 wurde am 25. Februar 1978 in Betrieb genommen und verband damals den Reumann- mit dem Karlsplatz. Der bis dato letzte Ausbauschritt erfolgte 2006, als der Abschnitt Kagran-Leopoldau für den Verkehr freigegeben wurde. (APA, 21.3.2012)
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Auch wenn mir die U1 jetzt vor das Fenster gebaut wird, bin ich Beführworter der Verlängerung (schon seit Jahren). Nach wie vor finde ich aber die Vorraussetztung eines U-Bahn Anschlusses nur bei genügend Anwohnern usw. als äusserst doof. Eine Verlängerung Richtung Großgrünmarkt, Post-Verteilerzentrum, weiter Richtung Industrieviertel Vorarlberger Allee ist meine Idee. Man bedenke die vielen Arbeiter/Innen die dort nur mit Bussen oder dem Auto den Arbeitsplatz erreichen können. Dort eine große Park and Ride Anlage für Pendler aus NÖ/BGLD. Eine Weiterleitung der U1 Richtung SCS währe dann ebenfalls möglich, da diese eine bessere Anknüpfung an andere U-Linien bietet. Die Ausrede, dass dann tagsüber die U-Bahn leer fährt finde ich sehr lasch..
sollte nicht lieber die u-bahn zb.: zur scs verlängert werden? da würden dann etliche pkw-fahrten entfallen!
nein, dafür bringen wir ein paar leute lieber nach oberlaa ins bad - die trotzdem mit den auto kommen werden!
aber ums geld der steuerzahler ist uns nichts zu teuer und der baulobby ist es egal, hauptsache wir bauen, ob sinnvoll od. nicht ist ihr egal!
Immerhin war schon mal in den 70ern geplant, bis zur Hanssunsiedlung zu verlängern, dort wohnen eben mehr als nur ein paar Hansln und die Verlängerung zum Bad ist nur eine logische Konsequenz. Dennoch würde ich *auch* die Variante zur SCS begrüßen (wäre dann wohl die Rothneusiedl Strecke - Siedlung Blumental - SCS) und die U3 könnte man auch gleich zum Flughafen verlängern (geht ja eh oberirdisch). Sinnvolle Möglichkeiten gibts viele - ich finde es immer nur dumm und typisch, wenn eine Verlängerung beschlossen wird UND ERST EINMAL ALLE DAGEGEN SIND!! Echt toll, super cool, wir sind dagegen, dass wir dafür sind.
Zur SCS fährt bereits heute ein hochrangiges Verkehrsmittzel im 7,5-Minuten-Takt. Sogar die Fahrzeuge sind praktisch die gleichen wie auf der U6. Schneller als die Badnerbahn wäre eine verlängerte U-Bahn auch nicht.
Ganz abgesehen davon dass die SCS sowieso zu 100% auf Autokundschaft ausgerichtet ist, sonst würden's wenigstens für einen halbwegs sicheren Fußweg von der Badnerbahn zum Hauptgebäude sorgen - aber das würde halt 20 Parkplätze kosten...
Höchstgeschwindigkeit:
U6: 80km/h
WLB: 80km/h
Stationen zwischen Philadelphiabrücke und SCS:
U6: 7-9, je nachdem wie die Streckenführung genau aussieht
WLB: 7
Zum Vergleich: Fahrzeit für 6 Stationen (Schedifkaplatz-Siebenhirten)
U6: 9 Minuten
WLB: 11 Minuten
Ergo: die U6 wäre kaum bis überhaupt nicht schneller.
ich persönlich habe ja nichts gegen eine Anbindung der SCS ans Netz der Wr. Linien. Allerdings gibt es einige Aspekte zu berücksichtigen, die eine Anbindung des Wr. Umlands recht problematisch gestalten! 1. Der Kaufkraftabfluss. Die Stadt Wien hat kein Interesse daran den - durch eine Ubahn Anbindung der SCS - den kaum zu vermeidenden Kaufkraftabfluss aus den Wr. Einkaufsstraßen und innerstädtischen Bezirken weiter zu forcieren. 2. Die SCS liegt nicht mehr in Wien. Nicht nur die Kernzone 100, sondern auch die Kompetenz der Gemeinde Wien endet hier. Überregionale Planungen sind eine komplexe Materie! 3. Das Land NÖ würde sich weigern die teure Streckenadaption mitzufinanzieren. 4. Die mangelnde Auslastung abseits der Geschäftszeiten.
Ich finde, man sollte die Strassenbahn beibehalten. Kuerzere Strecken damit zu fahren ist nicht nur schneller und die Wege kuerzer, sondern auch schoener, denn man sieht die Umgebung, waehrend man in Ubahn voellig den Bezug zur Stadteil und eben Umgebung verliert. Dann kennen die Leute nur noch die Ubahntunnels.
Genauso finde ich sollte man die Strassenbahnen wiedereinfuehren, wo sie auch wegen Ubahn aufgelassen wurden. Nicht jeder Mensch will schnell schnell von einem Platz zum anderen, manche wollen auch die Strecke sehen und gemuetlich durch die Stadt fahren und diese zu erleben (die Strassenbahnen und Busse sind wie Stadtrundfahrtbusse sehr gut geeignet auch andere Bezirke, Strassen etc. zumindest optisch kennenzulernen.
Man kann doch nicht eine schöne neue Therme für über 100 Mio EUR bauen und dann die Anbindung einfach unter den Tisch fallen lassen! Ausserdem schreit ja die Strecke geradezu nach Verlängerung, genaugenommen schon seit Mitte der 70er wo schon einmal geplant war, die U1 wenigstens zur Hanssunsiedlung zu verlängern. Wie überhaupt jemand ernsthaft gegen einen U-Bahn-Ausbau sein kann, ist mir sowieso rätselhaft und suspekt. Von mir aus sollen auch beide Strecken gebaut werden und nur jede 2. nach Oberlaa fahren, hautsache es wird endlich richtig gebaut! Und liebe Opponenten: bitte nicht wieder Begriffe wie "Siedlungsdruck" ins Feld führen ... eine Stadt ist nun mal ein Siedlungsgebiet und keine Baumschule!
... braucht man sich wohl über die Kosten der U-Bahn keine Gedanken machen. Und, sind die Leute in Oberlaa weniger wert als jene in Aspern, oder wie? Pläne die U1 bis zur Hanssunsiedlung zu verlängern gab es schon in den 70ern, und dort wohnen eben nicht nur ein paar Hansln. Die Argumentation mit den hohen Kosten ist jedenfalls lächerlich - eine U-Bahn trägt sich nie selbst.
nein, die Leute in der Hanssonsiedlung sind nicht mehr oder weniger wert, wie die in Aspern oder Strebersdorf, oder Breitenlee oder Neuwaldegg.
Da wie dort haben sie Anspruch auf attraktiven ÖV; den bekommen sie aber nicht, wenn man alles verfügbare Geld in einzelne U-Bahnlinien steckt.
Allein, dass die Planungenseit den 70er nicht umgesetzt wurden zeigt, dass sie schlicht falsch waren, weil kein hinreichender Bedarf vorhanden ist.
immer ein bisschen deppert daherreden muss ist mir ja klar aber als Kritikpunkt "ein Jahr zu spät" nennen und dann meinen das man das gleiche eh schon immer gesagt hat ist mehr als lächerlich.
Wenn die FPÖ/ÖVP in Wien das sagen hätten dann würde sich die Kosten auf 900 Mio belaufen weil ja manche über irgenwelche Leistungsträger Firmen sich einen fetten Bonus auszahlen lassen weil sie ja so tolle Leistungsträger sind auch wenn sie nicht versteht was genau Ihre Leistung war. Wahrscheinlich wieder etliche 12 Seiten Gutachten für 12 Mio Euro + Spesen.
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