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Notorische Antwortverweigerer sollten das ZiB 2-Interview vom Montag zu Schulungszwecken verwenden. Selbst medienbekannte Koryphäen könnten beim Auftritt des Elsner-Anwalts Tassilo Wallentin noch etwas dazulernen. Wie der Jurist konsequent auf Armin Wolfs Fragen nicht antwortete, war bemerkenswert. Während der übliche rhetorische Schlenker medientrainierter Interviewpartner darin besteht, auf kritische Fragen entweder mit Gegenangriff, entschlossenem Dementi oder unverständlicher Analyse zu antworten, hielt sich Wallentin mit dergleichen Unnötigkeiten gar nicht erst auf.
Ob Elsners Tanz in der Eden-Bar nachts um halb drei klug war, sei nicht die Frage, wies der Rechtsbeistand den Moderator zurecht und erklärte, worum es in Wahrheit gehe: "Für uns die interessierende Frage ist ja eigentlich, ist mein Mandant haftfähig oder nicht haftfähig, und das kann ich beantworten: Er ist mit Sicherheit nicht haftfähig." Basta, und überhaupt: Wo kein Kläger, da wird der Anwalt selbst zum Gutachter und Richter.
Wolfs bemühtes Nachstochern nützte Wallentin, um einige Variationen des bereits Gesagten vorzutragen: "Mich als Jurist interessiert nur die Frage der Haftfähigkeit, die verneine ich." Oder: "Die Frage der Haftfähigkeit werden Sachverständige und Mediziner feststellen." Schließlich: "Ich glaube, man muss die Frage dort lassen, wo sie hingehört. Ist er haftfähig oder nicht, und das werden Sachverständige und Mediziner beurteilen."Am Ende konnte sich Wallentin versichern, seinen Leitspruch ("Winning isn't every-thing, it's the only thing!") unbeirrt verfolgt zu haben. Den Zuschauern ist das Jubeln schon lange vergangen. (Doris Priesching, DER STANDARD, 21.3.2012)
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Die "ZiB 2" zum Nachsehen
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