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Graz - Die steirische ÖVP will - mithilfe ihres Regierungspartners SPÖ - nun scharf gegen Tierschützer, die Treibjagden stören, vorgehen. Mit einer am Dienstag im Landtag behandelten, von der Volkspartei lancierten, Novelle zum Jagdgesetz sollen Aufsichtsjäger künftig die gesetzliche Möglichkeit erhalten, Demonstranten aus dem Wald wegzuweisen, deren Identität festzustellen und "bei Bedarf" auch eine polizeiliche Räumung des Jagdgebietes zu veranlassen. Gesellschaftsjagden sollen also Polizeischutz erhalten.
Die Novelle sei "wegen einiger Vorfälle in der Vergangenheit dringend notwendig geworden", sagt ÖVP-Landespolitiker und Jäger Karl Lackner im Gespräch mit dem Standard. Es sei bei Treibjagden "immer wieder zu gefährlichen Situationen gekommen". Tierschützer hätten die Jäger "mit aufgespannten Schirmen" davon abgehalten, "ihrer Aufgabe nachzukommen". Lackner: "Es mussten sogar Jagden abgebrochen werden. Das neue Gesetz ist auch präventiv zu sehen, damit es zu keinen Eskalationen kommt. Wir haben unsere Jäger immer angehalten, sich ja nicht provozieren zu lassen."
"Jagd-Stör-Tourismus"
Man wolle mit dem Gesetz auch dem "Jagd-Stör-Tourismus" einen Riegel vorschieben. Die Novelle sei im entsprechenden Ausschuss jedenfalls "mit großer Mehrheit" - also auch mit den Stimmen der Landeshauptmannpartei SPÖ - beschlossen worden.
So an die 20 bis 40 "Gesellschaftsjagden" würden in der Steiermark jährlich organisiert, sagt Lackner. Ob auch der wegen seiner Jagdeinladungen in den parlamentarischen U-Ausschuss vorgeladene Alfons Mensdorff-Pouilly in der Steiermark seine Jagdgesellschaften abgehalten habe, wisse er aber nicht.
Ein heftiger Protest gegen die Verschärfung des steirischen Jagdgesetzes kommt vom "Verein Gegen Tierfabriken" (VGT). Deren Obmann Martin Balluch wettert; "TierschützerInnen sollen auf diese Weise mundtot gemacht werden." Tierschutzaktionen gegen die Jagd würden kriminalisiert werden, die Gesetzesinitiative komme aus den Reihen der Jäger.
"Reiner Lobbyismus"
In der ÖVP herrsche "offensichtlich nur noch der reine Lobbyismus, anständige Personen mit christlich-konservativer Werthaltung, die auch den Tierschutz umfasst, haben nichts mehr zu sagen. Wie soll sich, bitte schön, der Tierschutzgedanke in einem zeitgemäßen Jagdgesetz niederschlagen, wenn die ewiggestrige Jägerschaft als Todfeindin des Tierschutzes selbst an der Gesetzgebung sitzt?"
Balluch wirft den steirischen Gesetzgebern auch vor, nach wie vor Tiere für die Jagd zu züchten - was Landtagspolitiker Lackner bestreitet. Es gebe allerdings Zuchtprogramme - etwa mit Fasanen-, mit denen Tiere wieder ausgewildert werden. Aber nur "außerhalb von Jagdzeiten", beteuert Lackner. (Walter Müller, STANDARD, 21.3.2012)
Nachlese:
"Wir sind doch keine narrischen Bambimörder"
Jagdfieber und zu viel Lärm im Holz - Waldrebell Georg Meister und Jägermeister Sepp Brandmayr kamen sich ins Revier
Aktivisten entrollten Transparent auf Befreiungsdenkmal am Innsbrucker Landhausplatz
Verein gegen Tierfabriken lud zu Podiumsdiskussion und Buchpräsentation "Staatsgewalt"
Das Tierschützerverfahren ist noch nicht zu Ende. Die acht rechtskräftig freigesprochenen Aktivisten wollen pro Person mehr als 100.000 Euro vom Staat. Die fünf anderen, die weiter - etwa wegen Nötigung - angeklagt sind, haben beim Oberlandesgericht berufen
Anklage wegen Freiheitsentziehung, Körperverletzung und Verleumdung
Weil er mit einer Geste einen Schuss auf Tierschützer andeutete, hat ein Staatsanwalt aus Wiener Neustadt nun großen Ärger. Der Beweis für die Entgleisung wird in der ORF-Sendung "Am Schauplatz" ausgestrahlt
Fall soll vor Schöffensenat neu aufgerollt werden
Fortführungsantrag gegen Polizeibeamte nicht aufgegriffen - Scharfe Kritik von VGT-Obmann Balluch
VGT-Obmann erhielt nach eigenen Angaben 35.000 Euro
Ministerialentwurf soll noch im Sommer in Begutachtung gehen
Geteilte Ansichten zu Karls Paragraf-278a-Entschärfung
Vierzehn Monate nach dem Freispruch von 13 Tierschutzaktivisten hat die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt diese am Freitag teilbestätigt
Die lang angekündigte Entschärfung des Antimafiaparagrafen 278a wird konkret. Im STANDARD-Gespräch erläutert Ministerin Beatrix Karl, wie ihr Änderungsvorschlag aussieht
Staatsanwalt bleibt bei Kernbeschuldigungen gegen Aktivisten
Schriftliche Begründung der Freisprüche auf 385 Seiten - Nun muss Staatsanwalt entscheiden
Wolfgang Schweiger habe nicht wissentlich einen falschen Befund erstellt, so die Begründung
Preis geht auch an Schriftsteller Stephane Hessel und Psychiater Gaetano Benedetti
Bisheriges Entschädigungsgesetz speise Betroffene laut Peter Pilz "mit Almosen ab"
Nach Übergabe des Urteils wird über Berufung entschieden - Richterin Sonja Arleth wird nicht mehr öffentlich verhandeln
Die ehemals Angeklagten warten noch immer auf ein Urteil - Ob es bei Freisprüchen für alle bleibt, ist ungewiss
Petition fordert Entschädigung für Verfahrenskosten im Falle eines Freispruchs
Beim Standard-Montagsgespräch über den Mafiaparagrafen 278a zeigte sich der Vertreter des Justizministeriums novellierungsfreudiger als zuletzt – Die Risiken der geltenden Bestimmung nahmen viel Raum ein
Nach den Freisprüchen im Prozess präzisiert Richterin Sonja Arleth ihre Sicht: von krimineller Organisation keine Spur
"§278a - Gemeint sind wir alle!" von Christof Mackinger und Birgit Pack
Wolfgang Handler wurde zum ersten Staatsanwalt in Wiener Neustadt bestellt
Wenn die Herren im grünen Lodenjanker sogar die Jagd abgebrochen werden mussten, dann ist die Republik in Gefahr.
Da spannen Tierschutz Mafiosi doch glatt Regenschirme auf. Natürlich ist das gefährlich. Weidmänner, die schon 2 Doppler intus haben, können doch nicht auf sowas Rücksicht nehmen. Daher: sofort die Wega anrufen und die Mafiosi mindestens 2 Monate in Untersuchungshaft nehmen!
was sich alles hinter der Rumballerei versteckt, gaeb es schon lange keine mehr. Das vormalige Adelsprivileg wurde weitergereicht an den Geldadel. Es geht in keinem Fall um Hege und Pflege des Waldes und der Natur. Es geht schlicht um das Privileg eine Waffe in der Oeffentlichkeit fuehren und auch zum Herumballern benutzen zu duerfen. Damit macht seine Zugehoerigkeit zur sozialen Randgruppe der Reichen kenntlich. Das man ein anderes Verhaeltnis zum Gesetz hat wie etwa die SUV-Fahrer in Russland mit den schwarzen Fenstern. Und das was da abgeknallt wird, kann man eh nicht essen.
und habs mit Wonne sein lassen. Also im Normalfall gibts nach dem deutschen Waffenrecht keine Moeglichkeit mit einer Knarre durch den Wald zu latschen. Nicht zuletzt weil die Waelder offen sind, und irgendwelche Baendchen oder so keinerlei legitime Sperre darstellen. Auch die Pfosten an der Strasse haben keinerlei Weisungsrecht. Das einzige berechtigte Auftreten der Polizei waere, um dafuer zu sorgen das kein Waldspaziergaenger durch die Jaeger zu Schaden kommt. In diesem Sinne hat die Polizei die Jaeger aufzuhalten, und nicht die Spaziergaenger.
Was? Das sinnlose und rein zur Unterhaltung dienende Töten von Tieren musste abgebrochen werden? Das ist ja wirklich eine Schande!
Sinnloses Töten verhindern wollen ist vieles, aber zivilisiert ganz sicher nicht!
\sarcasm
- Die Jagd schadet dem Gleichgewicht der Natur
- Durch die Jagd steigt die Überpopulation der Wildscheine & andere Waldtiere immer weiter:
- Familienverbände werden auseinandergerissen, worauf die Wildschweine mit vermehrter Fortpflanzung reagieren
- Durch das Ausstreuen von Nahrung werden die Waldtiere angeregt sich noch mehr zu vermehren
- Die Bejagung des Fuchses führt zur Flucht und damit zur Ausbreitung von Tollwut
- Alle wesentlichen von der Jägerschaft genannten Gründe für die Jagd sind heute wissenschaftlich widerlegt
- Der Jagd fallen jährlich zusätzlich ca. 400.000 Katzen und ca. 65.000 Hunde zum Opfer
In Österreich leben 600.000 Hunde. Du willst mir doch nicht erzählen, dass jedes Jahr 10 Prozent der Hundepopulation von Jägern getötet wird. Bei den Katzen ist die Zahl noch absurder. 400.000 von Jägern getötete Katze pro Jahr würde bedeuten, dass rund 25% der geschätzten Katzenpopulation (1,5 Mio.) jährlich dem Jäger vor die Flinte läuft. Man kann zur Jagd stehen wie man will. But get your facts straight. Ist ja peinlich sowas.
Hundequelle: http://oesv1.orf.at/stories/96987
Katzenquelle: http://www.konsument.at/cs/Satell... 8880919383
Mir persönlich wurden auch schon mindestens 5 Katzen weggeschossen ...
Der Jäger ist ein A-Loch und schießt am Feld auf alles was sich bewegt ... ein Wunder, dass er mit knapp 70 noch ausreichend sieht!
bei uns wurden schon Katzen auf UNSEREM EIGENEN Grund erschossen.
Die letzte habe ich selbst mit der Spritze aufgezogen- Antiobiotikatabletten in 16 Teile zerteilt-zerbröselt und untergemischt, Tierarztkosten, kleine subcutane Infusionen...
Sie hatte danach zwei schöne Jahre zu leben.
naja, wer jetzt in der steiermark noch rot wählt (schwarz erwähn ich mal gar nicht) ist direkt für sowas zur verantwortung zu ziehen...
aber naja, vielleicht ist es den steiren wurscht, wenn sie in naher zukunft ebenso mitleidig angesehen werden wie die kärntner... haben ja noch den arnie
ob er wohl echt ist und ob ich ein Stück von der Hüfte mit Fettschwarte haben kann.
Wenn er im Ganzen angeliefert wurde, machen sie mir auch ein Rahmherz davon, das meist recht gut durchzogen ist, sodass man es nicht extra zu spicken braucht. Letztesmal haben sie eine Kathode übersehen.
Die Hoden sind eher wässrig aber saftlos. Die mag unser Hund auch nicht. Vielleicht fein hacken und unters Hühnerfutter mischen.
Die Nierndln sind toxikologisch Sondermüll und die Leber meist nekrotisch. Wer gern Beuschl hat soll sich davor Lunge und Magen gut anschauen, aber wenn man beides gut putzt, ist es mit einem Semmelknödel serviert sicher sehr bekömmlich.
Das Hirn auszubacken lohnt sich nicht, aber wer Grammeln mag, ist hier sicherlich richtig.
Es sei bei Treibjagden "immer wieder zu gefährlichen Situationen gekommen."
Geh, wirklich? Tiere werden schwer verletzt und getötet. Für die ist eine Jagd tatsächlich sehr gefährlich und schmerzvoll.
Derartige Tierquälerei (ein Werturteil von mir) scheint ja für manche gefühlskalten Menschen echt ein Mörderspass zu sein.
Ich finde die Einstellung der Leute zum Kotzen, die als Freizeitspass auf Tiere schießen.
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