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Das Mammografie-Screening ist zwar eine wichtige Vorsorgemaßnahme, schnell wachsende Krebsformen können aber unentdeckt bleiben, weil sie sich im Untersuchungsintervall von 18 bis 24 Monaten entwickeln können.

Wien - Auftakt zu einem medizinisch-wissenschaftlichen Großereignis: Die europäische Brustkrebskonferenz (EBCC-8) tagt mit mehr als 5.000 internationalen Experten aus 90 Ländern ab Mittwoch im Austria Center Vienna (bis 23. März). Als Abschluss des Events findet am Samstag (24. März von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr) im Hauptgebäude der Technischen Universität Wien (Prechtlsaal) ein Patientinnentag statt, an dem die neuesten Erkenntnisse der Brustkrebsforschung vorgestellt und diskutiert werden. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.
Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Pro Jahr erkranken in Österreich rund 5.200 Frauen, 1.500 sterben an dieser Krankheit. Kongress-Organisator Michael Gnant von der Universitätsklinik für Chirurgie der MedUni Wien am AKH: "Eine von acht Frauen ist einmal in ihrem Leben mit dieser Diagnose konfrontiert."
Matthew Wallis, Chef der Abteilung für bildgebende Untersuchungen der weiblichen Brust an der Universität Cambridge, erklärte erst vor kurzem beim Europäischen Radiologenkongress in Wien zu diesem statistischen Risiko: "Das gilt nur für die gesamte Lebenszeit einer Frau in den USA (Lebenserwartung: 75 oder mehr Jahre, Anm.). Das Risiko einer Frau mit 30, bis zum 31. Geburtstag daran zu erkranken, liegt bei eins zu 6.000. Untersuchen wir regelmäßig aber die 40-bis 50-jährigen Frauen, senken wir die Brustkrebs-Mortalität binnen 25 Jahren um 19 Prozent. Bei einer Frau mit 85 Jahren und einem festgestellten Knoten liegt die Brustkrebswahrscheinlichkeit jedoch schon bei 50 Prozent. Brustkrebs ist eine Erkrankung vor allem älterer Frauen."
Bei dem Kongress in Wien geht es um zahlreiche brisante Themen für das Fachgebiet der Mammakarzinom-Spezialisten:
Das derzeit heißeste Thema in Sachen Brustkrebs und in der gesamten Onkologie: "Targeted Therapy" (zielgerichtete Therapie) auf der Basis von individuellen molekularbiologischen Charakteristika der Tumorerkrankung des einzelnen Betroffenen. Dieses Prinzip hat in der Krebsforschung ihren Anfang gehabt und setzt sich offenbar auch in anderen medizinischen Fachbereichen durch.
Die MedUni Wien mit dem Comprehensive Cancer Center (CCC) und die Austrian Breast & Colorectal Study Group (ABCSG), die von Gnant geleitet wird, genießen in Sachen Brustkrebsforschung und -behandlung international einen exzellenten Ruf. Für weltweites Aufsehen sorgte bereits vor einiger Zeit zum Beispiel das Ergebnis der Studie 12 der ABCSG: Es wurde nachgewiesen, dass die zusätzliche Verabreichung des Osteoporose-Medikaments Zoledronsäure zu einer antihormonellen Therapie die Rückfallsrate bei jüngeren Patientinnen statistisch signifikant verringert - und ein behandlungsbedingtes Knochenabbau-Risiko ausgleicht.
Auf dem Patientinnentag am kommenden Samstag referieren unter anderem Top-Experten wie der EBBC-Vorsitzenden David Cameron, Michael Gnant von der MedUni Wien, die Präsidentin von Europa Donna International, Elizabeth Bergsten Nordström, Paul Sevelda, Präsident der Österreichischen Krebshilfe und Thomas Helbich von der Universitätsklinik für Radiodiagnostik der MedUni Wien. (APA, 19.03.2012)
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ein bekannter roentgenologe, univ.prof., mit eigenem labor, hat mir gestanden, dass er schon einmal einen brustkrebs in der mammographie nicht gesehen hat. seitdem macht er immer eine kontrolle mit dem ultraschall und hat damit schon so mancher frau das leben gerettet, inklusive mir!
meine frage: warum nicht gleich nur ultraschall und im verdachtsfall ein mrt nachschicken?
ich will niemanden etwas unterstellen, aber mir kam da schon einmal der gedanke, dass man deshalb an der belastenden mammographie festhält, weil sich sich die teuer angeschafften screeninggeräte erst einmal amortisieren müssen?
Das kann ich Ihnen erklären:
Auch Ärzte müssen üben, und dafür wurden die Massenscreenings eingeführt. Überlegen sie mal: 15 positive Fälle pro 1000 Untersuchungen! > Die Erfahrung des Arztes wächst nur langsam, da kann soetwas schon mal passieren. Zu Lernzwecken müssen die Patienten anschließend Vergleichsuntersuchungen zugeführt werden.
Facit: Massenscreenings nützen mehr den Ärzten als den Patienten. Jedenfalls unmittelbar nach der Einführung eines neuen Gerätes!
am mammogramm hat man innerhalb von sekunden einen überblick über die gesamt situation und die MEISTEN bedeutsamen sachen sieht man da sofort.
unter umständen können aber wesentliche veränderungen nicht erkennbar sein (ähnlich wie ein vogel in einem baum mit oder ohne blätter), dann ist die sonografie hilfreich zum weiteren ausschluß oder, in seltenen fällen, zum auffinden eines versteckten tumors.
die sonografie ALLEIN ist aber als suchuntersuchung SCHLECHT, vor allem, wenn wir beschwerdefreie patientinnen zur routinekontrolle haben. gehen wir davon aus, dass etwa bei jeder 500. routineuntersuchung ein bösartiger tumor entdeckt wird, muss ich 499 patientinnen relativ mühsam durchscannen um letzlich einen schlechten ausschluß zu haben.
zunächst doch großer sicherheit die klaren von den schwierigen oder unklaren fällen trennen hilft; und da die erste gruppe wesentlich überwiegt, kann man nicht darauf verzichten. insgesamt gibt es wesentlich mehr karzinome, die man in der alleinigen sonografie übersehen würde als in der mammografie.
außerdem gibt es tumorformen, die man sonografisch gar nicht sieht.
und überhaupt: beide methoden zusammen sind hundertmillionenfach als sinnvoll verifiziert und haben dennoch nicht die qualität einer chemischen nachweismethode sondern sind letzlich HILFSMITTEL, die in einer großen anzahl der fälle wirksam sind und in wenigen fällen auch auslassen.
nb: natürlich gibt es auch fehlbefunde, leider, aber es wird eben doch von menschen betrieben.
Die Mammografie ist eine ausgesprochen schmerzhafte Methode und beim Anblick des Bildes wurde mir uebel.
Es soll angeblich eine schonende und genauere Form der Brustuntersuchung geben, die Thomosynthese,nur ist diese soweit ich weiss in Oesterreich leider noch nicht etabliert, falls doch bitte melden !
ist dzt noch im forschungsstadium, wird aber angeblich in zukunft die mammografie ersetzen, ist aber keine strahlenlose, und dzt noch keine routinemthode.
die mammografie ist nur bei einem teil der frauen "ausgesprochen schmerzhaft", und die starhlenbelastung liegt im bereich von 1tag leben auf der erde, also für frauen im "screeningalter" (praktisch) vernachlässigbar.
also man soll bitte nicht immer so tun, als ob da auf kosten der frauen gedankenlos herumgepfuscht würde.
ja das wäre notwendig!
übrigens: die mammographie wird aufgrund der hohen strahlenbelastung auch von experten nicht unkritisch gesehen.
weil aber eine flächendeckende MRT zu teuer kommt, werden die frauen eben weiterhin einem umstrittenen diagnoseverfahren ausgesetzt.
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