ORF-Redakteure laden General

Protest gegen Sparpläne auf Kosten der Information - Journalisten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sehen sich bereits am Limit

Wien - Am Dienstag soll General Alexander Wrabetz seinen Redakteuren erklären, wie sie Umfang und Qualität der ORF-Information weiter aufrechterhalten sollen. Die Journalisten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sehen sich bereits am Limit. Und Finanzdirektor Richard Grasl hat bei der jüngsten Führungsklausur angekündigt, dass bis 2016 weitere rund 300 Jobs wegfallen müssten. Der Redakteursausschuss des ORF hat den Generaldirektor nach Infos des STANDARD zur Aussprache eingeladen. Alexander Wrabetz verweist bei solchen Gelegenheiten gerne auf die Sparvorgaben des ORF-Gesetzes bei allgemeinen Personalkosten und jenen pro Mitarbeiter.

Eine Änderung dieser Passage ist nicht seine einzige Forderung an die Medienpolitik, die gerade wieder die Verhandlungen zur nächsten ORF-Novelle aufnimmt: Die Republik gilt dem ORF durch Gebührenbefreiungen entgangene Einnahmen nur noch bis 2013 pauschal ab. Wrabetz und Grasl drängen auf eine Fortsetzung dieser sogenannten Refundierung und drohen andernfalls damit, Mittel für öffentlich-rechtliche Aufgaben wie Untertitel und österreichisches Filmschaffen wieder zu kürzen. (fid/DER STANDARD, 19.3.2012)

  • Wrabetz (links) und Grasl.
    foto: apa/jäger

    Wrabetz (links) und Grasl.

Share if you care.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen ( siehe ausführliche Forenregeln ), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behät sich die STANDARD Verlagsgesellschaft m.b.H. vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.