Klare Mehrheit gegen Blaue in Regierung

Conrad Seidl, 18. März 2012, 17:39

Nur 36 Prozent wollen die FPÖ in der nächsten Regierung sehen - Ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahr - Noch deutlicher ist die Zahl der Gegner einer blauen Regierungsbeteiligung gestiegen

Linz - Wenn man in Österreich die Regierung wählen könnte, würde sie kaum anders aussehen als heute - und die FPÖ wäre darin nicht vertreten. Tatsächlich wählt man ja die Zusammensetzung des Nationalrats - ohne Einflussmöglichkeit auf künftige Regierungsformen.

Für den STANDARD erhob das Linzer Market-Institut, wen sich die Österreicherinnen und Österreicher als Kanzler wünschen und welche Parteien in der nächsten Regierung vertreten sein sollen.

Die Kanzlerwahl würde Amtsinhaber Werner Faymann für sich entscheiden: 22 Prozent nennen ihn spontan als Favoriten für die Funktion des Regierungschefs, weitere fünf Prozent entscheiden sich auf Nachfrage für Faymann. Damit liegt der Bundeskanzler nicht allzu weit von den hochgerechneten Umfragewerten für seine Partei entfernt: 29 Prozent weist die aktuelle März-Hochrechnung von Market für die SPÖ aus.

An zweiter Stelle in der Kanzlerfrage liegen Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache: Je neun Prozent nennen den jeweiligen Politiker - auf Nachfrage kommen noch jeweils fünf Prozent dazu.

Unterschiedlich ist allerdings die Hochrechnung: Laut Market käme die FPÖ derzeit auf 27 Prozent der Stimmen, die ÖVP aber nur auf 24.

Heißt das, dass Strache eher in der Regierung gewünscht wird als Spindelegger? Market-Chef Werner Beutelmeyer kann das aus seinen Daten so nicht herauslesen. Im Gegenteil: "Die FPÖ hat anhaltend hohen Zuspruch, man will ihr parlamentarisches Gewicht geben, aber nicht Regierungsverantwortung."

Im Vergleich der aktuellen Zahlen mit jenen vom vergangenen Frühjahr zeigt sich, dass die FPÖ heute klar als Regierungspartei abgelehnt wird, während die ÖVP nach wie vor als Koalitionspartner geschätzt ist. Nur 36 Prozent wollen die FPÖ in der Regierung sehen - im Vorjahr waren es noch 43 Prozent. Derzeit wünschen sich vier von fünf FPÖ-Wählern eine freiheitliche Regierungsbeteiligung, der Rest ist eher auf Oppositionskurs. Auffallend ist, dass SPÖ-Wähler eher als ÖVP-Wähler eine blaue Regierungsbeteiligung gutheißen würden. Es sind vor allem männliche Befragte aus der mittleren Bildungs- und untersten Einkommensschicht, die die FPÖ am Kabinettstisch sitzen sehen wollen.

Grünwähler drängen auch besonders darauf, dass die Grünen in die Regierung kommen, aber auch vier von fünf Sozialdemokraten wünschen sich grüne Minister.

Die Grafik zeigt: SPÖ und ÖVP werden besonders deutlich in der Regierung gewünscht, im Zeitvergleich zum Mai des Vorjahres gibt es kaum Änderungen. Allerdings sind die Vorbehalte roter Wähler gegen die ÖVP und schwarzer Wähler gegen die SPÖ groß.

Die Grünwähler können sich neben der eigenen Partei gut eine rote - aber viel weniger gut eine schwarze - Regierungsbeteiligung vorstellen. Umgekehrt ist die Ablehnung noch deutlicher.

FPÖ-Wähler könnten am ehesten mit der ÖVP, am wenigsten mit den Grünen oder dem BZÖ in der Regierung glücklich werden. (Conrad Seidl, DER STANDARD, 19.3.2012)

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Projekt 28-27

für 2013:

blau-rot

(oder rot-blau, je nachdem).

Kommt so sicher wie das Amen im Gebet.

wie soll man das verstehen?

* Nur 36 Prozent wollen die FPÖ in der nächsten Regierung sehen
* Die Kanzlerwahl würde Amtsinhaber Werner Faymann für sich entscheiden: 22 Prozent nennen ihn spontan als Favoriten für die Funktion des Regierungschefs, weitere fünf Prozent entscheiden sich auf Nachfrage für Faymann

22 + 5 sondern noch immer nur 27, also deutlich weniger als 36%. Was ist das für eine eigenartige Imterpretation des Umfrageergebnisses?

die fpö ist doch schon längst auf platz eins! nicht alle geben zu fpö zu wählen, wer wird schon gern als nazi denunziert?

Zur derzeitigen Situation kann man eigentlich fast nur

mit NEIN/NIEMAND/NIEMANDEN/ DEN oder DIE NICHT/ AUF KEINEN FALL/ SIND SIE WAHNSINNIG!?/ WOINS MI VERARSCHEN!? ... o.ä. antworten!

Das ist meine Meinung zum Status Quo.

Ich bin generell für weniger Regierung.

Es wurde die Kindergartenpflicht eingeführt.

Die Arbeiterklasse bedurfte der Arbeiterführer um mehr Gerchtigkeit zu erhalten. (?)

Doch menschliche Führung ist ein zweischneidiges Schwert; mit dabei ist nun, dass viele Menschen Sich nicht gut zu führen imstande seien und Vormünder bedürfen.

zum Kampf für mehr Lohn werden denselben Frauen und Vätern unter Strafe nun auch die Kinder in den Kindergarten befohlen.

Dort seien bezahlte Aufsichtskräfte untertags besser für die Kinder; Den Eltern bleibt damit nichts anderes als arbeiten zu gehen, Steuern zu zahlen, welcher der Lohn für die Entmündiger und die fremden Aufsichtspersonen über ihre Kinder ist.

... "und sie werden nicht mehr frei sein" ...

so ist alles was man haben kann: mehr Geld für ganze Arbeit

menschliche Bindungen sollen noch mehr passe sein. Bezahlte Experten holen das beste aus den Kinder heraus

Ist die Ausbildung fertig, wird von diesen dann genauso erwartet, voll in den Arbeitsprozess einzusteigen.

Das ist es aber nicht; und die Entmündiger müssen Wir losbekommen.

Eine gedeihliche Entwicklung ist nur eine Entwicklung auch zu mehr Freiheit.

und dem Staat oder Gesellschaft gehört niemand.

Ich möchte das nocheimal schreiben: niemand

Georg

man kann Mir nicht einreden, dass die Arbeiterklasse nach Jahrhunderten der Unterdrückung und Unterwerfung, der Sklaverei und Ausbeutung, jetzt wo sozialere Standards erreicht sind, vermehrter Strafen und Pflichten bedarf.

Gerade Sie, die Arbeiter, llitten nicht nur persönlich unter den Arbeitsbedingungen - Ihre ganze familiäre Struktur war davon in Mitleidenschaft gezogen.

Heute herzugehen und zu meinen, es wären noch mehr und höhrere Strafen notwendig, was die Kindererziehung angeht, kann nicht die Befreiung gewesen sein.

Wer SPÖ gewählt hat, wird Sich vielleicht doch auch - wie bisherige Wähler anderer Parteien - dafür entscheiden, keine Führer mehr haben zu wollen sondern einfach freie Hand, was die Gestaltung des eigenen Lebens zusammen mit seinen Angehörigen betrifft

2013 SPÖ-ÖVP liegen weit hinter der FPÖ gleich gewinner so schauts wirklich aus nicht diese desinformation was hier geschrieben steht.bitte nicht falsch verstehen ich bin nicht für die FPÖ aber wie es zurzeit auschaut ist nun mal das volk hier mit der jetzigen regierung ziemlich unzufrieden das ist kein scherz.

eigentlich lustig

Die jetzige Regierung muss massenweise die Probleme und vergehen von schwarz-blau gerade bügeln und deswegen wählen die Wähler die Verursacher der Probleme..

Die Regierung wird immer noch durch das Parlament gewählt und nicht per Meinungsumfrage bestellt. Diese Spekulationen sind letztlich eine Missachtung der Verfassung.

Fakt ist, dass es seit 1983 eine Mehrheit rechts der Mitte gibt und deshalb seither eine entsprechende Koalition Legitimität hätte, also im Sinne der Verfassung "vom Volk gewünscht" wäre.

solangs nicht jeden einzeln fragen, ist ihre aussage auch nur kaffeesudlesen...

Und

Ich bin auch gegen die FPÖ in der Regierung

Von wem wurde das Linzer Market-Institut gesponsert?

Rot, Schwarz,....... ??????

Wer hat da wieder abkassiert ???

Mehrheit gegen Blaue in Regierung?

Is ja eigentlich klar, daß die in der Regierung was gegen die Opposition hat.

Aber glaubt nicht, der Staatsbürger sei wehrlos: auch wir haben was gegen die in der Regierung!
Es nennt sich FPÖ. Wirkt manchmal Wunder!

(Frei Variation des täglichen Ehedramas:
"Hast du was gegen mich?"
"Nein, leider!")

ja,ja. fpö in der regierung wirkt wunder.

blaune. haben wir ja schon gesehen.....

also die Verursacher von Korruption und Misswirtschaft....

...und die dritte große Systempartei als Zeichen des Protests?

Irgendwie sin sogar die Motive der rechtsextrem-Wähler etwas dumm *g*

rot-schwarze auftragsstudie

glaubt doch kein mensch

wir

können uns keinen bk strache leisten! das ausmaß an inkompetenz machte diesen staat zu einem failing state. und was dann, sie siebenmalkluger? irgendwann mal über konsequenzen eines derartigen desasters nachgedacht?
ich nehme an nicht. ist auch von ihresgleichen nicht zu erwarten.

Ihr checkt's es immer noch nicht, oder? Dass zwar die große Koalition bestenfalls als notwendiges Übel wahrgenommen wird, den Strache aber wohl wirklich nur eine relativ kleine Minderheit an der Macht sehen will.

Bitte, wird mich eh freuen, wenn die Blauen und ihre Sympathisanten an der eigenen Überheblichkeit straucheln, die sie immer den "Altparteien" vorgeworfen haben! :-D

Europas Zukunft?

Gerade die FPÖ scheint mir in der Vergangenheit behaftet und abgesehen von Ausländerfragen unberechenbar zu sein.

Europas Konservative sollen sich an der Tea Party und die Progressiven an OccupyWallStreet orientieren, deren Ideen aufgreifen, anstatt immer wieder in altbekannte Links- oder Rechtspositionen abzudriften.

Nicht alles ist besser in den USA, aber zumindest ich lese von dort mehr Fragestellungen ala "wie soll es weitergehen?" und bei uns "wie wird es nicht noch schlimmer?".

Die Piratenpartei und einzelne Politiker sind positiven Ausnahmen, die großen Parteien bringen in ihrer derzeitigen Selbstschutzhaltung keine neuen Impulse.

We can not look back.

tea party

?
wissen sie, wovon sie da schreiben?
ich erspare mir die erklärungen, die finden sie unten. bin nur eben einigermaßen empört über einen derartigen gedanken.
unfassbar.

Tea Party

ich finde es ja lustig dass zB die Front National aus Frankreich in den amerikanischen Nachrichtensendungen immer als ultrakonservativ bezeichnet wird.

womit die amerikanischen medien ja vom prinzip her auch nicht unrecht haben.

Georg G. Pichler
01
18.3.2012, 23:25
An der Tea Party orientieren?

Sie meinen den wilden Haufen Blindwütiger, deren Programm aus den vermutlich radikalsten Inhalten besteht, die man in der Religious Right und der Conservative Right so finden kann?

Mir täte die ÖVP mit sowas ja einen Gefallen, dann halten sie viele vll. nicht mehr versehentlich für eine staatstragende Partei (Sümpfe sind ja idR nicht dafür bekannt, besonders tragend zu sein...)

"Ich lese Ihnen nun die 5 Parteien vor und Sie sagen jeweils [...]"

So eine Studie ist nicht sehr realistisch. Ich bin mir sicher dass es viele Leute gibt die FPÖ wählen würden das aber öffentlich nicht sagen wollen.

Mag schon sein, dass es mehr sind, als es zugeben würden, aber es sind immerhin deutlich weniger als vor einem Jahr. Das gibt doch Hoffnung.

nochmals schwarz/blau

http://www.youtube.com/watch?v=35TbGjt-weA

aber es wird so kommen ich sehe das schon....und bin normal kein Pesimist.
"Geschichte lehrt uns, dass Geschichte uns nichts lehrt"

<na dann !

ist ja eh alles in Ornung für den Standard Leser ,diese Nachricht kann doch nur zuversichtlich stimmen oder ....?oder ist es nicht so das schlechte Umfragewerte für eine Partei meist einen positiveren Effekt haben als sehr gute ? schlechte Werte mobilisieren besser

ungefragt umgefragt!

Der Standard gibt wieder eine Umfrage in Auftrag!
Was soll die Ablenkung?
Geld und Zeit sind besser investiert!

Es gibt doch kein Sommerloch. Oftmals treiben alle Medien eine Sau durch das Dorf. Derzeit können Sie sich die Sau aussuchen. Wir haben - wie vielleicht schon bemerkt - eine ganze Saubande zur Auswahl.

Wenn die Leute sich Veränderung im Verhalten der Politiker wünschen sollten sie vielleicht am Stimmzettel mal das Hackerl woanderst machen.

Alle 4 Jahre der alten Partei, weil sie vor 20 Jahren mal so gut war, die Stimme geben und gleichzeitig fluchen das sich nichts verändert, zeugt von mangelnder Intelligenz.

Wenn man will das sich die Welt ändert, muss man sich selbst ändern und nicht darauf vertrauen, dass sich die Welt von selbst den eigenen Bedürfnissen anpasst.

"Versuche nicht den Löffel zu verbiegen, sondern versuche die Wahrheit zu erkennen. Dann wirst du merken, dass sich nicht der Löffel verbiegt, sondern du selbst."

wer will heute keine veränderung,

das ist aber kein grund ein nazi zu werden, und mehr entnehme ich diesem gesudere nicht.

sp schwachkopf?!

ein "Hackerl" am Stimmzettel

macht sich aber gar nicht gut.

Glauben's die werden beim Auszählen ned berücksichtigt? Oder geht die Stimme dann automatisch an die Hackerlpartei(en)?

insb. hilfts nach 4Jahren gar nichts

NUR 36%....

es ist soooo deprimierend!!

36% für korrupte vollkommen inkompetente rechtsextreme ist schockierend hoch

Die Mehrheit der Österreicher will die FPÖ nicht in der Regierung haben!

Aber der Spindelegger Michi wird diese Option nützen.

Die korrupte ÖVP will unbedingt in der Regierung bleiben.

Aus seiner Sicht war Schwarz/Blau/Orange ein Erfolg.

Die Schwarzen/Blauen/Orangen haben exzellent kassiert.

n=432

Die Umfrage ist wertlos.

bitte erleuchten sie uns mit ihren statistischen kenntnissen! wie repräsentativ ist diese umfrage? schwankungsbreite? zahlen, daten und fakten wären gefragt!
danke

Solche Umfragen kann man normalerweise wegen aller möglichen Mängel kritisieren. Aber deine Begründung lässt mich jetzt doch noch mal Schmunzeln vor dem schlafen gehen. Danke dafür ;-)

wertlos? na die war schon teuer das so gut ausgfallen is

N bestimmt eigentlich nur wie genau man die Werte nehmen darf.

Die hohe Befürwortung für die Grünen

Zeigt wie merkwürdig Ergebnisse bei kleinen Zahlen sein können.
Es erscheint mir höchst spekulativ, dass im Autofahrerland Österreich so viele die Grünen in der Regierung wollen.

die grünen würden sich wünschen, wenigstens einmal auch tatsächlich die stimmen zu bekommen, die derartige umfragen vorgaukeln

Bei Ihrer privaten Umfrage bekommen die Grünen zwar nur 3% der Wählerstimmen. Ist aber nicht sehr wahrscheinlich, dass sich die Wähler/innen nach Ihnen orientieren.

Immerhin dürften z.B. die Oberösterreicher/innen mit der schwarz-grünen Koalition so zufrieden sein, dass sie nach der ersten Legislaturperiode 2009 dann beide Parteien mit deutlich mehr Stimmen ausgestattet haben. Und es gibt auch in OÖ genügend Autofahrer/innen, oder? ;-)

Vielleicht haben sie genug vom im Stau stehen bzw. "Ampelhüpfen"... und wünchen sich den Ausbau von Alternativen?

Österreich ein Autofahrerland?

Das ist auch so ein Dogma an das ich schon lange nicht mehr glaube. Ich kenne immer mehr Leute die auf das Auto ganz verzichten und mit Alternativen gut zurecht kommen. Es sind nur einige ewig-Gestrige die noch immer an dem Haufen Blech mit vier Rädern festklammern wie ein Baby an seinem Schnuller.

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