Neue Paramilitärs für rechtsextreme Garde angelobt

17. März 2012, 18:46

Organisation zwar verboten, trotzdem Zeremonie auf Budapester Heldenplatz

Budapest - Rund 100 neue Angehörige der verbotenen, paramilitärischen Ungarischen Garde sind am Samstag auf dem Budapester Heldenplatz angelobt worden. Die Polizei, die starke Präsenz zeigte, schritt nicht ein. Formell trat die rechtsradikale Formation unter dem Namen Ungarische Nationale Garde auf. Die Gardisten in Uniform saßen die ganze Zeit auf dem Boden und legten den Eid stumm und halb kniend ab. Mehrere hundert Sympathisanten nahmen an der Veranstaltung teil.

Vor einem Jahr war eine ähnliche Zeremonie der Garde von der Polizei mit Gewalt aufgelöst worden. Damals hatten die Gardisten in Reih und Glied gestanden. Die Ungarische Garde war 2007 von der Führung der rechtsextremen, im Parlament vertretenen Partei Jobbik (Die Besseren) gegründet worden, um gegen die angebliche "Zigeunerkriminalität" aufzutreten. Die Organisation war 2009 gerichtlich verboten worden. Seitdem tritt sie unter wechselnden Namen neu auf und zeigt sich immer wieder mehr oder weniger martialisch in der Öffentlichkeit.

Gegen die Vereidigung der Gardisten protestierten am Rande des Heldenplatzes rund 20 Menschen unter dem Motto "Nein zum Rassismus!" Polizisten bildeten ein Spalier, um sie vor aggressiven Garde-Sympathisanten zu schützen. (APA, 17.3.2012)

Share if you care
Posting 1 bis 25 von 138
1 2 3 4

Das sind die Geister, die Viktor Orban gerufen hat.

Dazu passt auch die Nachricht, dass Roma-Journalisten

die sich beim ungarischen Parlament akkreditieren ließen nicht zugelassen wurden, das Parlament zu betreten.
http://pusztaranger.wordpress.com/2012/03/26/3119/

Die ungarischen Nazi können auch drohen, wir werden Euch einwaggonieren

http://www.youtube.com/watch?fea... L9miOCh6ZQ

Die Polizei schreitet da nicht ein. Charakteristisch für Orbanistan.

Besonders gut gefällt mir der mit der Red Bull Jacke! (0:39)

Die per Gesetz verbotenen Gardisten werden in Ungarn nicht nur auf dem Heldenplatz sondern auch im ungarischen Parlament geduldet:

Am 19. 03. 2012 (!!! An diesem Tag 1944 wurde Ungarn von Deutschland besetzt!!!) durften Mitglieder der Garde eigentlich in Uniform (nur die Weste fehlte...) ohne Hindernisse im ungarischen Parlament einen Besuch abstatten:

http://atv.hu/cikk/2012... rlamentben

Sie durften - wie das Foto zeigt - sogar im Plenarsaal in der Loge sitzen:

http://mebal.hu/hirek-bel... rlamentben

In Orbanistan herrscht Rede- und Meinungsfreiheit

und wenn sich zwei beflegeln ist noch kein Grund für die Polizei um einzugreifen.

"(nur die Weste fehlte...)"

Der Grund dafür war atv klar, Ihnen auch, nur Sie verschweigen es uns. Passt nicht in ihre Propaganda.

Atv: „Auf unserem Einwand, dass die drei Gardisten nur deswegen keine Weste trugen, weil sie dann im selben Moment aus dem Parlamentsgebäude geschmissen worden wären….“ Das besagt alles.

Das Wesen: Die per Gesetz verbotenen rechtsextremen Gardisten wurden in Ungarn auch im ungarischen Parlament geduldet...

Das Wesen ist da nicht die fehlende Weste...

Mag sein, dass Sie es gerne sähen,

aber erhängen kann man sie nicht ob ihrer rechtsextremen Ansichten und so lange sie nicht gegen die geltenden Vorschriften verstoßen, können sie auch das Parlament betreten,

Sie sind doch verboten...

Trotzden durften sie auf den Heldenplatz und dann ins Parlament an diesem gewissen Tag...

Na mei! Sie müssen sich halt irgendwo ausweinen.

Ich wiederum bin nicht bereit alle juristischen Kurven nachzuvollziehen die diese Gardegeschichte gezogen hat.
Verboten ist mit Sicherheit das Tragen des Gardeuniformes und wie schon oben erwähnt, das haben sie tunlichst vermieden. Daher wohl kein Grund zum Eingreifen.
Ob die nach der Verbot neu gegründete „Neue U. Garde“ auch verboten wurde entzieht sich meiner Kenntnis, diese Vereine gehören nicht zu meinen Hobbys.
Noch nicht verboten ist mit Sicherheit die eben gegründete Ungarische Nationale Garde, von der im Artikel die Rede ist. Die neue Truppe ist ein Konkurrenzunternehmen. Die drei waren da, wie Sie es wohl auch gelesen haben, um sich über das Mitgliederschwund zu beklagen.
Wohl ein Trostpflaster für Ihre verwundete Seele.

Woher stammt die übergroße Toleranz der Fidesz

gegenüber den rechtsextremen Machenschaften?
Sie haben Angst bei den nächsten Wahlen, die 2014 stattfinden sollen bei den Wählern nicht mehr als 40% Zuspruch zu finden und würden dann sich mit Jobbik auf ein Packl hauen bzw sich von Jobbik unterstützen lassen.
Allerdings hört man in Ungarn auch Stimmen, die eine vorausgezogene Wahl noch heuer voraussagen.

Schreiben Sie ihren Wunsch an das Christkindl!

;-)

Bin immer wieder erstaunt, wie gut Sie mich doch kennen.
Sie und Ihre Konsorten aus dem rechten Eck reden jedoch nicht darüber, sondern über irgendwas irgendwo anders oder irgendwas anderes in Ungarn.

Ich rede über gar nix.
Ich stelle nur fest, das es unerträglich ist, wie sich die Zeitungen sofort auf Ereignisse stürzen, die man im negativen Sinne ausschlachten kann.

Aber damit entspricht man wohl der Meinung von Ihnen und Ihresgleichen, ugye?

Da mir ein Teil Ihres Postings bekannt vorkommt, könnte es sein, dass Sie mir antworten wollten (btw : ein Zitat nicht einmal mit Anführungsstricherln als solches zu kennzeichnen ist Zeichen von ziemlicher Unkultur...).

Seien Sie doch so nett und freundlich, eine vom Standard in grosser Weisheit eingerichtetes Feature zu nutzen, das da lautet : "antworten". Dann müssen die p.t. Leser nicht mühsam und langwierig suchen, worüber zum Teufel Sie reden.
Da fällt mir ein - es gab hier vor einiger Zeit einen anderen Fidesz-Jobbik-Jünger, der ebenfalls nicht um die Burg bereit war, die "antworten"-Funktion zu nützen. Sollten Sie etwa derselbe sein, mit neuem Nick ? ;-)

Erschreckend

Orban muss in Den Haag vor Gericht! Aber da "sitzt" schon sein Kollege Geert Wilders...

Orban muss in Den Haag...Bravo, Herr Orban!

@Dame Gruev
@Gehmirausdersonne
Warum meinen Sie dass hinter dieser abscheulichen Parade Orban und seine Partei steht?

gegen den maroden Zustand in Ungarn fällt diesen Männern nichts Besseres ein als dieser rechtsextreme Militarismus??

Polizei schritt nicht ein

Bravo, Herr Orban! Weiter so!

Ist doch wie bei uns.

Neonazi verprügeln einen alten Herrn, die Polizei schaut zu und leistet nicht einmal nachträglich Hilfe.

Kommentar der Innenministerin: Wir haben ein Auge auf die Gefahren von links und von rechts - es geht dabei nur darum, "links" zu sagen.

Spindelegger freutsich auf eine Koalition mit Strache.

Wir brauchen wirklich nicht nach Ungarn zu schauen, bei uns gehts doch in die ähnliche Richtung.

Ist nicht wie bei uns. Denn wenn ein Österreicher

vor Publikum Menschen drohen würde, sie wieder einzuwaggonieren (was in Ungarn eindeutig daran erinnert, dass unter einer von Reichsverweser Miklós Horthy ernannten Regierung nach dem deutschen Einmarsch, binnen 51 Tage im Frühjahr + Frühsommer 1944 mehr als eine halbe Million ungarischer Staatsbürger in Viewaggons zu je 80 nach Auschwitz-Birkenau deportiert wurden) dann würde gegen diesen Menschen eine Anklage erhoben. Nicht in Ungarn, wo Orbán, der versprochen hatte, diese Garden mit 2 Ohrfeigen auseinanderzutreiben.
siehe auf Ungarisch:
http://www.youtube.com/watch?fea... L9miOCh6ZQ

Wir haben bereits zur Kenntnis genommen, dass Sie an Hothyphobie leiden,

fadisieren Sie uns nicht mit weiteren Beweisen. Wie Sie selber schreiben: „nach dem deutschen Einmarsch“. Was sich in einem besetzten Land abspielt, dafür ist die Besatzungsmacht verantwortlich.

Ja, zum Beispiel war für das Massaker in Újvidék/Novisad

die Besatzungsmacht Ungarn verantwortlich. Stellen Sie sich nicht so scheinheilig, Herr Király.

da übertreiben sie aber ein bißchen. wo bitte marschiert in wien eine verbotene paramilitärische gruppierung auf? der strache ist ja gegen den herrn orban quasi ein kindergeburtstag.

Posting 1 bis 25 von 138
1 2 3 4

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.