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Vierter Vorarlberger VP-Chef seit 1945: Markus Wallner.
Bregenz - Die Inszenierung war fast perfekt. Wenige Tage vor dem 40. Parteitag der Vorarlberger Volkspartei, bei dem Markus Wallner zum neuen Landesparteiobmann gekürt wurde, tat sich Ungewöhnliches. Die VP servierte, ganz gegen frühere Gewohnheiten, eine Meinungsumfrage. Deren Ergebnisse waren - wenig überraschend, positiv für die VP: Nach 100 Tagen im Amt bewerten 80 Prozent der Befragten Person und Arbeit des neuen Landeshauptmanns positiv. Die Sonntagsfrage ergab 50 bis 52 Prozent für die Volkspartei und damit den Erhalt der absoluten Mehrheit. In die Idylle platzten die "Vorarlberger Nachrichten" mit einer Gegenumfrage. Würde am Sonntag gewählt, wäre die Absolute weg, nur mehr 44 Prozent würden die Vorarlberger Volkspartei wählen, lautete das Ergebnis.
Markus Wallner ließ seine Parteifreunde beim Parteitag am Samstag wissen, was man am besten mit Umfragen macht: "In die Schublade damit und weiterarbeiten." Die Chancen für die Landtagswahlen 2014 seien intakt, die VP sei für eine Überraschung gut. Voraussetzung sei aber eine Partei, die Geschlossenheit demonstriere, die Kooperation der Funktionäre und der stete Kontakt mit der Bevölkerung, "direkt, nicht über die Medien". Wallner erhielt 317 der 319 Delegiertenstimmen (99,37 Prozent) und ist somit der vierte Landesparteiobmann seit 1945. Allein sein Vorgänger Herbert Sausgruber, der mit Standing Ovations verabschiedet wurde, war 25 Jahre im Amt.
Ein Vorarlberger Obmann, sieben im Bund
"In dieser Zeit gab es sieben verschiedene ÖVP-Bundesparteiobmänner", merkte Wallner süffisant an. Bei ÖVP-Bundesparteichef Michael Spindelegger revanchierte sich Wallner mit konkreten Forderungen: Der Korruptionssumpf müsse schonungslos und schnell trockengelegt werden. Spindelegger versprach rigoroses Durchgreifen, auch parteiintern. Markus Wallner bekannte sich zur Sparpolitik, aber: "Uns muss man nicht erklären, wie man ein schuldenfreies Budget macht." Er werde die Verhandlungen der nächsten Wochen "hellwach" verfolgen.
Sollte es zu einseitigen Lastenverschiebung zu Ländern und Gemeinden kommen, sei mit seinem Widerspruch zu rechnen. " Bis 2016 müssen die Bundesschulden runter", forderte Wallner. Dann müsse wieder an Entlastung gedacht werden, "und zwar für die Familien". In Sachen Familienpolitik ließ der neue VP-Chef aufhorchen: Die Volkspartei müsse gesellschaftliche Realitäten sehen: "Es gibt nicht das einzige, richtige Familienmodell." (Jutta Berger, DER STANDARD, 19.3.2012)
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Ein einziger Kandidat mit 99,37 Prozent gewählt. Und das ganz ohne rotes Karterl hochhalten! Chapeau! Das ist gelebte Parteiendemokratie in Österreich!
Davon, dass Demokratie vom freien Wettbewerb der Meinungen und Köpfe lebt, ist wohl bei der ÖVP noch nicht angekommen.
"unfähige politik" ist etwas unfair. sausgruber war in gesellschaftspolitischer hinsicht zwar gewiß hinterm mond, aber ansonsten vergleichsweise rational und nie populistisch. er hat die fpö nach einem antisemitischen sager ihres hiesigen spitzenkandidatens aus der regierung geschmissen. die dynastie wird zwar fortgesetzt, aber wallner ist jahrgang 1967, also ganz gewiß schon anders sozialisiert als sein vorgänger; mal sehen.
es würde keine standard zensur überleben - wenn ich frei hier meine gedanken äussern würde - smile - denn diese wäre - es wäre an der zeit - V.. von der landkart.. zu löschen.
als in wien gestrandeter kann ich nur durchatmen - und fühlen - was politik kann - und nicht kann.
und in vorarlberg gibt es keine politik. es gibt eine inzuchtpartie - die herrscht - und abkassiert.
gerade in zeiten wo über korruption berichtet wird - wird aber auch hinweggeschaut - wie die politik die gesellschaft in geiselhaft nimmt.
beispiel vielleicht ???
gerne.
nehmen wir daher unser lieblingsthema - und fragen einmal - warum jahr für jahr - die VOGEWOSI soviel sinnlos an die ÖVP verteilen darf ???
Nur zur Info: Österreich ist ein Territorialstaat und kein Nationalstaat. Letzterer wären wir nur, wenn ausschließlich "Landsleute" hier leben würden (Sie wollen doch nicht die slowenischen/kroatischen/ungarischen Minderheiten abstreiten, sowie Zuwanderer). Defacto bestehen auf der Welt (bis auf 1 oder 2 Ausnahmen) nur noch Territorialstaaten.
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