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STANDARD: Ihre Koalition in Berlin ist Rot-Schwarz, Rot-Grün wurde unter anderem wegen der knappen Mehrheit nichts. Sind Sie neidisch auf die 44 Prozent der Wiener SPÖ?
Wowereit: Ja, solche Prozente hätten wir gerne in Berlin (2011 erreichte die SPD 28 Prozent, Anm.). Aber man sieht, auch Bürgermeister Häupl muss eine Koalition machen. Wobei: Wenn man allein regiert, ist es auch nicht einfach. Da muss man die eigene Partei oft in eine Koalition bringen.
STANDARD: Haben Sie mehr mit dem Koalitionspartner oder mit der eigenen Fraktion zu kämpfen?
Wowereit: Die eigene Fraktion ist immer gerade am Anfang einer Wahlperiode besonders selbstbewusst, Exekutive und Legislative müssen sich aneinander gewöhnen. In diesem Prozess sind wir, da hakt es manchmal, aber ich glaube, das schleift sich ein.
STANDARD: Die Wiener Regierung ist damit beschäftigt, eine Charta für das Zusammenleben auszuarbeiten. Was halten Sie da für wichtig?
Wowereit: Ich glaube, dass zwei Grundvoraussetzungen erfüllt werden müssen. Das ist einerseits eine Willkommenskultur derjenigen, die da sind. Menschen, die nach Wien oder nach Berlin kommen, müssen mit offenen Armen empfangen werden, wir müssen ihnen Hilfestellungen geben. Die zweite Sache ist, dass wir von Menschen, die in unsere Länder kommen, erwarten, dass sie sich integrieren lassen wollen. Sie müssen auch einen Beitrag leisten. Das Erlernen der Sprache ist unendlich wichtig, aber auch Bildung - und dass Aufstiegswille da ist. Das ist natürlich enorm schwierig, wenn die Familie seit mehreren Generationen arbeitslos ist. Für mich ist Integration nicht nur eine Frage der Herkunft. Ein Wiener Kind oder ein Berliner Kind kann genauso viele Probleme haben wie etwa ein türkisches Kind, das neu bei uns angekommen ist. Das ist eine Frage der sozialen Schicht, der Situation in der Familie.
STANDARD: In Berlin spielen rechte Parteien praktisch keine Rolle, in Wien hat jeder Vierte 2010 die FPÖ gewählt. Was können Rote tun, um den Aufstieg Rechter zu stoppen?
Wowereit: Wir haben in jeder Gesellschaft rechtes Gedankengut, das ist europaweit so. Leider. Viele Menschen werden nicht klüger. Gerade die deutsche Geschichte hätte eigentlich ausreichen sollen, um die Menschen klüger werden zu lassen. Leider stellen wir aber fest, dass Neonazis Zulauf haben. In Berlin hingen Wahlkampfplakate von der NPD mit Parolen wie "Gas geben". Ich finde das unerträglich, deshalb bin ich auch für ein Verbot der NPD.
STANDARD: Was kann man ohne Verbote gegen diese Stimmung tun?
Wowereit: Wir brauchen ein gesellschaftliches Klima, eine Liberalität, die so etwas gar nicht zulässt. Wir sind demnächst im Streit um die klügsten Köpfe der Welt, andere Städte schlafen nicht. Wenn in Wien oder in Berlin ein Klima vorherrscht, wo Menschen, die anders sind, sich nicht wohlfühlen, dann werden sie sich abwenden. Für mich gehört es zu den elementarsten Menschenrechten, den anderen nicht zu diskriminieren. Das ist keine Frage von Ideologie. Diese innere Liberalität, diese Haltung muss eine Gesellschaft haben, dafür kämpfe ich immer. Das ist ein Prozess, den kann man nicht einfach anordnen. Der fängt im Kleinen an.
STANDARD: Ist Berlin Wien da ein Stück voraus?
Wowereit: Das kann ich nicht beurteilen. Berlin hat eine lange Tradition von Bewegung in der Bevölkerung. Aber ich weiß, wie latent Diskriminierung ist. Ich verlasse mich nicht darauf, dass das automatisch funktioniert. Berlin ist eine tolerante Stadt, aber das muss jeden Tag neu erkämpft werden.
STANDARD: Sie wurden wegen Einladungen zu Flügen und Reisen kritisiert und haben dazu gesagt, Sie würden das heute nicht mehr so machen. Gibt es seit der Affäre rund um den früheren Bundespräsidenten Christian Wulff neue Spielregeln?
Wowereit: Ich habe gemeint, dass ich mir - aus heutiger Sicht - den ganzen Ärger hätte ersparen können. Das war kein inhaltliches Zurückrudern. Es wäre ein Fehler, wenn Politiker keine Privatleute mehr sein dürften und keine Kontakte haben dürften. Man muss offen sein als Bürgermeister, man muss Kontakte auch zur Wirtschaft pflegen, man darf sich nicht abschotten. (Bettina Fernsebner-Kokert/Andrea Heigl, DER STANDARD, 17./18.3.2012)
KLAUS WOWEREIT (58) ist seit 2001 Bürgermeister von Berlin. Wiens Bürgermeister Michael Häupl und er kennen einander aus Juso-Zeiten.
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Grundsätzlich stimme ich mit allem überein, was Herr W. sagt. Was mich nur nervt ist die bei liberalen Menschen leider of vertretene Unterwürfigkeit der Welt gegenüber.
Tatsache ist, dass Menschen Europas wgn. ihres besseren Wissens und der daraus resultierenden Technik die Welt wie sie heute ist, erschaffen haben. Ohne die Europäer des vergangenen Jhd.s gäbe es keine moderne Medizin oder Landwirschaft und ergo auch nicht zB. Milliarden Afrikaner sondern eben nur Millionen, wie früher.
Eine Gesellschaft muss auch den Mut haben, sich selbst entwickeln zu wollen. Nur Entwicklungshilfe zu leisten aber zB. das eigene Geburtenproblem verschämt nicht in den Griff zu bekommen, führt in den Untergang. Das sollen nachfolgende Leut dann verstehen.
und dessen Hauptbeschäftigung Parties und blabla-Gelaber sind. Wie kommen eigentlich Bayern und Baden-Waürttemberg dazu ständig die Finanzen Berlins zu unterstützen? 97 ct. von jedem in Bayern/Baden-Württemberg eingesparten Euro gehen an Berlin und Hamburg, die nicht im Traum an echte Sparmaßnahmen denken. Klar, wie sonst soll man sich Stimmen kaufen?
Wowereit ist das klassische Beispiel wie Politik eigentlich nicht aussehen soll.
Natürlich ist es schon wieder sehr sehr schwierig für Zuwanderer, unsere Sprache zu erlernen.
Wir müssen alle verstehen..........
Warum holen wir uns eigentlich immer nur eine artfremde Unterschicht ins Land, anstatt uns die klugen Köpfe zu sichern, die uns in Zukunft vorwärts bringen?
1. Wäre ich ein kluger Kopf würde ich momentan auch nicht nach Österreich kommen. Wer will in einem Land neu anfangen, das den Zenit längst überschritten hat.
2. Versteht sogar der größte D..., dass man in Österreich und Konsorten noch immer besser vegetieren kann als in anderen Ländern, wo man wirklich hart arbeiten muss um zu überleben.
Ich bin grundsätzlich für ein Verbot extremer Parteien, wobei nicht von Belang ist, in welche Richtung sie tendieren. Dass der Ostblock fast ein Jahrhundert unter der netten Utopie linker Wissenschaftler leiden musste, ist dem Herrn Wowereit wohl nicht mehr so präsent.
Zum Thema geschmacklose Plakate:
Neulich las ich auf einem Sticker: "Burschis in die Eier treten!"
Liebe Verfasser derartigen Sondermülls!
Wer auf die anderen mit dem Finger zeigen will, sollte auch bei sich selbst anfangen.
Da reißen einem die paar Flüge nicht vom Hocker.
"Seine Eröffnungsrede der Berlinale
in Bezug zu seinem Amt im Vergleich zur Berlinale war mehr wie peinlich".
Können Sie mir das mal übersetzen?
Was wollen Sie uns denn nun eigentlich sagen?
Spucken Sie es aus, erleichtern Sie sich.
jaja integration über leistung und dann keine erbschaftssteuer
integration über bildung und dann an hauptschule und sonderschule abschieben
integration über assimilation und dann keine wohnung bekommen aufgrund exotisch klingenden namens
d.h. eine klare vereinbarung, wo migrantinnen mittels quoten und gesetzen zugänge zu positionen ermöglicht werden wenn sie gewisse voraussetzungen erfüllen (ausbildung - sprache etc.) wenn nicht müssen die konsequenzen klar sein...
das was wir jetzt haben verärgert viele es gibt strukturelle und offene diskriminierung und keine chancengleichheit. wenns so weiter geht werden in ghettos autos brennen. warum wohl?
hauptsache oberstreber kurz hat seine medial blend-enden-den auftritte als nebelverkäufer
trivial, oberflächlich.
immer nur der böse mammon.
hauptsache party, freiheit - vor allem dort wo es spass macht und ganz wichtig ...
gleichheit. alle gleich.arm.
eure toleranz, euren fun, zahl ich nicht mehr. pack elendes. und das ist gut so, das ist - ganz nach gauck - meine freiheit.
wird in Deutschland traditionell unter die Arme gegriffen.
Etwas präziser: dem Land Bayern genau 116 Jahre, und zwar in der Reihenfolge: Königreich Preussen, Deutsches Reich, Weimarer Republik, Deutsches Reich, Bundesrepublik.
Tolle Bilanz über die Jahre, nicht wahr?
Bayern begleicht insofern nur alte Schulden.
Derzeit ist aber die Bundesrepublik bereits eine Stufe weiter, indem finanzielle Hilfe gleich im zwei- bis dreistelligen Milliardenbereich an halb Europa weitergereicht wird.
Wenn Österreich an der Reihe ist, sprechen wir uns wieder, Erika.
welche praktisch bankrott ist und nur dann gesamtstaatlicher Subvention überhaupt noch existiert in Österreich gute Ratschläge verteilt. Habe berufl. 4 Jahre in Berlin gelebt u dort brennen täglich Autos, leben Menschen in Ghettos, große Teile der Bevölkerung sind in Harz 4 (Notstandhilfe), Parallelgesellschaften (man kann in Berlin zur Welt kommen,Schule besuchen,Arbeiten u Sterben u musste nie ein Wort Deutsch können) usw. Alles Zustände, welche wir in Wien auf keinen Fall haben wollen.. Hr. Wowereit ändert auch nix, sondern verwaltet (und das schlecht), aber gscheit daherreden...
Hr. Wowereit und seine Politik sind ein Beispiel, aber ein abschreckendes Beispiel..
..denn in Berlin darf zwar jeder nach seiner Facon selig werden, aber "Parallelgesellschaften" sind nun wirklich nix für rotbäckige Provinzhuber.
Auch wenn Sie beiseitegeschoben fühlten...so richtig zündet ihre jetzige Wichtigtuerei auch an dieser Stelle nicht, der Bonität Berlins mit ihren Stammtischschlagwörtern wie "praktisch bankrott" oder "gesamtstaatliche Subventionen" auf die Spur zu kommen.
Auch ihre Ausdünstungen zur "Notstandshilfe" und die "täglich" brennenden Autos lassen eher darauf schließen, daß Sie ein wenig in alten Zeitungen herumgekramt haben.
An welcher Stelle Herr Wowereit seinem wiener Kollegen Ratschläge gegeben hat, wissen nur Sie allein..im vorliegenden Interview jedenfalls nicht.
Sorry, es reicht nicht.
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