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Mitt Romneys Kriegskassa ist zwar prall gefüllt, der andauernde Wettlauf der Republikaner um die Nominierung des US-Präsidentschaftskandidaten zwingt aber auch den Favoriten, den Gürtel ein wenig enger zu schnallen. Eigentlich wollte Romney nach dem Super Tuesday Anfang März seine Konkurrenten klar distanziert haben und sich auf den demokratischen Herausforderer und Amtsinhaber Barack Obama einschießen.
Doch nachdem der Super Tuesday keine klare Entscheidung brachte und sein wichtigster innerparteilicher Herausforderer Rick Santorum diese Woche auch noch die Vorwahlen in Mississippi und Alabama gewinnen konnte, geht das Rennen weiter. Und das wird teuer. Zumindest teurer als gedacht.
Santorum und das Geld
Santorum, der trotz geringer Chancen nicht aufgibt, konnte im Februar neun Millionen US-Dollar an Spenden lukrieren. Romney kam auf 11,5 Millionen - ein überraschend geringer Unterschied angesichts der weitaus größeren Organisationsbasis von Romney.
Weniger Umfragen, kleineres Flugzeug
Um die Ausgaben zu beschränken, stoppte Romney die kostspieligen regelmäßigen Meinungsumfragen vor den Vorwahlen in Michigan. Stattdessen werden die Wähler jetzt am Telefon nach ihren Präferenzen gefragt. Das ist billiger und zumindest nach Aussagen aus Romneys Team fast genauso exakt wie die bisherigen Umfragen. Außerdem fliegt Romney nicht mehr mit einem Flugzeug, das 150 Leuten - darunter viele Journalisten - Platz bietet, über das Land. Nach dem Super Tuesday ist er auf eine kleinere Variante umgestiegen. Begleitet wird er nur mehr von einer Handvoll seiner Berater und einigen Secret-Service-Mitarbeitern.
Als weitere Sparmaßnahme versuchen Romneys Mitarbeiter, die Berichterstattung im Fernsehen mit kreativen Maßnahmen zu steigern. So wurde den lokalen Medien seine Landung in San Juan in Puerto Rico am frühen Freitagnachmittag angekündigt, inhaltliche Statements waren nicht geplant. Eine ungewöhnliche Maßnahme im ansonsten straff organisierten Medienterminplan.
Der Notgroschen
Trotz der kleinen Einsparungsmaßnahmen sind ernsthafte Sorgen um Romneys Finanzen nicht angebracht. Im Notfall könnte er noch immer sein Privatvermögen, das auf bis zu 250 Millionen US-Dollar geschätzt wird, in die Waagschale werfen. Schon 2008 hat Romney 42 Millionen eigenes Geld in den Wahlkampf gepulvert. Geplant ist eine solche Maßnahme diesmal allerdings nicht.
Zusätzlich kann sich Romney auf sein Political Action Comittee (PAC) namens "Restore our Future" verlassen, das großzügig in die Taschen greift und massenhaft TV-Werbespots für ihn schaltet. Nach Berechnungen der Huffington Post stehen Romney 64 Millionen US-Dollar aus Spendengeldern zur Verfügung. Santorum kommt dagegen nur auf 6,7 Millionen. Ein Unterschied, den auch ein finanziell erfolgreicher Februar nicht wettmachen kann.
Nächster Halt: Puerto Rico
Dennoch: In Romneys Team steigt die Nervosität. "Geld ist ein entscheidender Faktor, aber wenn es auf eine Entscheidung zwischen zwei Kandidaten hinausläuft, wird dieser weniger wichtig", sagt Henry Barbour, der Romney beim Geldeinsammeln in den südlichen Bundesstaaten hilft, zur Huffington Post. Romneys Ziel muss es jetzt sein, die Kandidatur so bald wie möglich zu fixieren. Die nächsten Chancen dafür bieten die Vorwahlen in Puerto Rico am Sonntag und in Illinois am kommenden Dienstag. (mka, derStandard.at, 16.3.2012)
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Vor vier Jahren hatte Obama etwa das doppelte an Wahlkampfmitteln zur Verfügung wie sein Kontrahent John McCain (lag natürlich weitgehend daran, dass Herr Obama entgegen seinem einige Monate zuvor gemachten Versprechen sich im Hauptwahlkampf nicht mit den staatlichen Wahlkampfgeldern begnügte), dieses Mal wird der Vorteil Obamas sicherlich deutlich geringer sein. Dass Obama Angst um seinen Vorsprung bei den Wahlkampfgeldern hat sieht man auch daran, dass er in Sachen Super-PACs kürzlich eine 180-Grad-Wende vollzog und sich im Wahlkampf nun doch von einem Super-PAC unterstützen lässt. Obama und die Demokraten hatten eben nicht damit gerechnet, dass die Republikaner mit ihren Super-PACs soviel Geld einsammeln würden.
Meinen Sie etwa die "Kleinspender", die 36.000 US $ für ein Spendendinner mit Herrn Obama bezahlen?
Dass Obama seinen Wahlkampf mit Kleinspenden finanziert ist doch ein Mythos. Was die Anzahl der Spender anbelangt mögen die Kleinspender vielleicht die größte Spendergruppe bei Obama sein, aber was die Gesamtsumme seiner Spendeneinnahmen betrifft, würde er mit Kleinspenden alleine nicht sonderlich weit kommen.
Im übrigen zeigt sich bei den Super-PACs wieder einmal beispielhaft, dass Herr Obama alle seine Versprechungen über Bord wirft, wenn diese seine Wiederwahl in Gefahr bringen.
Es ist höchste Zeit, dass diese unfaire Klischee über die USA zerstört wird. Es gibt zahlreiche Beispiele aus den USA, die ganz klar zeigen, das Kohle an die Macht keinerlei hilft! Siehe bitte Ross Perot, Meg Whitman, John Kerry, etc. In den USA gibt's auch totale Transparenz - jede Spende und das gesamt Vermögen jedes Politikers und deren Unterstützer wird veröffentlicht. Kann man dassalbe über die Politik in Europa behaupten?
no, na - trifft es aber trotzdem sehr gut! (13% steuern,... falls bekannt)
@ senf: warum ist das angebliche Original (http://i.huffpost.com/gen/49019... rge640.jpg ) unschärfer als die angebliche Fälschung (http://i.huffpost.com/gen/49017... RMONEY.jpg ) ?
Wenn Präsident Obama wirklich so ein Tausendsassa wäre wie in dem PR-Filmchen behauptet, hätte er den Film gar nicht nötig. Denn dann würden die Wähler die Erfolge Obamas von selbst erkennen und honorieren.
Im übrigen interessant, dass der Afghanistan-Krieg mit keiner Silbe erwähnt wird. Hier kann halt noch so viel Propaganda nicht verbergen, dass Obamas Afghanistan-Strategie ein Fehlschlag war, sieht man auch am häufigen Wechsel des Oberkommandierenden der US-Truppen in Afghanistan. Und die nicht erfolgte Schließung Guantanamos wird im Film auch wohlwissend verschwiegen.
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