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Hätte er geprustet?
Gern hätten wir die traurig-schaurige Miene des legendären Eduard Zimmermann bei der jüngsten Ausgabe von Aktenzeichen XY gesehen. Ob er auch geprustet hätte wie sein Nachfolger, ZDF-Sportreporter Rudi Cerne, als der aus Wien zugeschaltete Kriminalkommissar den Aufstieg serbischer Gelegenheitsdiebe zu brutalen Schmuckräubern salopp als Folge des "zweiten Bildungswegs" beschrieb?
Es ist nicht überliefert. Fix ist nur, dass Ex-Eiskunstläufer Cerne die Kurve elegant kratzte und den zweiten Bildungsweg der als "Pink Panther"-Bande berüchtigten Juwelengauner als "speziellen Wiener Humor" verortete. Und, auch das sei nicht vorenthalten: Die Filmaufnahmen der Raubszenen wurden nie und nimmer in der Wiener Stallburggasse aufgenommen. Die krankheitsbedingt schlaflose Nacht hatte derart ihren Unterhaltungswert (und ZDF seinen Bildungsauftrag erfüllt).
Denn der Mensch lernt selbst beim Zappen durch überwiegend schwachsinniges Programm. Etwa, dass es tatsächlich Männer gibt, die zwecks Gebrauchtwagenkaufs (Type und Modell tun hier nichts zur Sache) mit einem Rucksack voller Geld 700 Kilometer von Bayern nach Hamburg fahren. Das Pech der Fast-Raubopfer: Weder der im Internet feilgebotene SUV existierte noch der vereinbarte Treffpunkt. Stattdessen geriet man in einen Hinterhalt, eine dunkle Ecke, in der Vater und Sohn um ihre 28.000 Euro erleichtert werden sollten. Gerettet wurden die Schnäppchenjäger von einer Zeugin, die zufällig zur Mülltonne ging. Und so den Geldraub vereitelte. (Luise Ungerböck/DER STANDARD/Automobil/16.3.2012)
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Und zum Thema Blitzgneißerin:
Sämtliche Einspieler von Aktenzeichen XY ... ungelöst werden in München und Umgebung gedreht – unabhängig davon, wo sich der reale Tatort befindet. „Zum einen geschieht dies natürlich aus Kostengründen, zum anderen wäre es in manchen Fällen pietätlos, am Ort des Geschehens zu drehen“ ...
Quelle:
http://www.tz-online.de/aktuelles... 38593.html
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