Mehrheit im EU-Parlament will kürzere Tiertransportzeiten

  • Viele Tiere werden vor ihrer Schlachtung über weite Strecken befördert. Die Qualen steigen, je länger sie transportiert werden.
    foto: apa/carsten rehder

    Viele Tiere werden vor ihrer Schlachtung über weite Strecken befördert. Die Qualen steigen, je länger sie transportiert werden.

EU-Kommission und EU-Rat werden aufgefordert, dass Schlachtvieh nur noch acht Stunden transportiert werden darf

Ein erster Schritt zur Verbesserung der Tiertransportbedingungen ist gesetzt: Das Europäische Parlament hat eine schriftliche Erklärung mehrheitlich angenommen, mit der Kommission und Rat aufgefordert werden, einen Passus in die Tiertransport-Verordnung aufzunehmen. Demnach sollen Mast- und Schlachttiere nur noch acht Stunden transportiert werden dürfen. Die Erklärung wird auch den Regierungen der Mitgliedsstaaten übermittelt.

Eine Million Unterschriften

Anlass waren mehr als eine Million Unterschriften auf 8hours.eu. Die 8hours-Kampagne ist eine der größten Tierschutzkampagnen, die jemals in Europa durchgeführt wurden. Sie wurde von Animals' Angels zusammen mit dem dänischen EU-Parlamentarier Dan Jørgensen ins Leben gerufen. In Österreich fand sie durch die Tierschutzorganisation Vier Pfoten Unterstützung.

Die derzeitige europäische Gesetzgebung erlaubt Tiertransporte über mehrere Tage, obwohl es von der Kommission anerkannt ist, dass sich das Leid der Tiere mit der Dauer der Transporte steigert. (jus, derStandard.at, 16.3.2012)

Share if you care