Hocheggers Valora zahlte ÖVP-Wahlkampf

  • Gabriela Stimpfl-Abele: "Das ist keine Scheinrechnung, weil da liegen tatsächliche Leistungen zugrunde, den Wahlkampf hat's ja gegeben."
    foto: apa/fohringer

    Gabriela Stimpfl-Abele: "Das ist keine Scheinrechnung, weil da liegen tatsächliche Leistungen zugrunde, den Wahlkampf hat's ja gegeben."

Rechnung um 96.000 Euro im Auftrag von "jemand in der Bundes-ÖVP" an Hocheggers Valora gelegt - ÖVP-Jugendwahlkampf 2008 "No Bubbles, no Troubles"

Wien - Die Prokuristin und Miteigentümerin der Werbeagentur The White House, Gabriela Stimpfl-Abele (früher Ullmann, Anm.), hat am Freitag im parlamentarischen Korruptions-U-Ausschuss bestätigt, dass die Firma Valora des Lobbyisten Peter Hochegger den von ihrer Agentur durchgeführten Jugendwahlkampf der ÖVP im Jahr 2008 gezahlt hat. Sie habe aber nicht gewusst, dass dafür Telekom-Gelder verwendet wurden, beteuerte sie, sondern sei von einem Vertragsverhältnis der Valora mit der ÖVP ausgegangen. White House hatte der Valora eine Rechnung über 96.000 Euro für "Kreativ-Leistungen" und anderes gelegt. Von einer "Scheinrechnung" wollte Stimpfl-Abele am Freitag trotz mehrfacher Vorhaltungen von Abgeordneten jedoch nicht sprechen.

Ursprünglich hatte White House der ÖVP bereits 15 Rechnungen über insgesamt rund 62.000 Euro für Leistungen für den Jugendwahlkampf der Bundes-ÖVP gelegt. Dann habe aber "jemand in der Bundes-ÖVP" den Auftrag gegeben, dass eine Gesamt-Rechnung über 96.000 Euro an die Valora zu legen sei. "Ich habe die Rechnung auf Wunsch der ÖVP geändert", sagte sie. Heute wisse sie nicht mehr, wer in der ÖVP ihr diesen Auftrag gegeben habe. Sie habe daraufhin die 62.000 Euro an die ÖVP zurücküberwiesen, die Rechnungen in der Agentur-Buchhaltung durch Gutschriften aufgelöst und der Valora 96.000 Euro in Rechnung gestellt.

94.000 Euro

Die Rechnung für den Jugendwahlkampf der ÖVP habe insgesamt rund 94.000 Euro betragen, erläuterte Stimpfl-Abele. Dafür habe White House zahlreiche Leistungen für die Kampagne "No Bubbles, no Troubles" (Keine Luftblasen, keine Schwierigkeiten) erbracht. Die Differenz zu den der Valora verrechneten 96.000 Euro habe die Agentur nicht behalten, sondern noch im Jahr 2008 der JVP bei einem Auftrag gutgeschrieben. Ansprechpartnerin bei der Jungen ÖVP sei damals deren Generalsekretärin Bernadett Thaler gewesen. Niemand habe ihr den Auftrag gegeben, das Guthaben von 2.110 Euro ausgerechnet der JVP zur Verfügung zu stellen, aber die ÖVP-Bundespartei habe damals keinen neuen Auftrag erteilt. Thaler habe nicht nachgefragt, woher die Gutschrift komme.

Dass in der Rechnung an die Valora das Wort "ÖVP" gar nicht aufscheine, verwunderte einige Abgeordnete. BZÖ-Abgeordneter Stefan Petzner sprach von einer "Scheinrechnung". Stimpfl-Abele dementierte: "Das ist keine Scheinrechnung, weil da liegen tatsächliche Leistungen zugrunde, den Wahlkampf hat's ja gegeben", meinte sie. Als SPÖ-Fraktionsführer Hannes Jarolim mögliche steuerrechtliche Vergehen durch die Rechnungslegung an einen falschen Adressaten ansprach, entschlug sich die Auskunftsperson der Aussage.

FPÖ-Fraktionsführer Walter Rosenkranz vermerkte, dass Stimpfl-Abele bei den Wiener Gemeinderatswahlen auf der ÖVP-Bezirksliste Wien-Landstraße kandidierte. Gewählt wurde sie allerdings nicht. Daher kenne sie auch Harald Himmer und Sebastian Kurz, bestätigte sie. Zu Sitzungen der VP-Bezirkspartei gehe sie aber nur "sporadisch".

Petzner erinnerte, dass Hochegger und White House einen Telekom-Auftrag für die Bewerbung der Breitband-Initiative in Kärnten gewonnen hatten, aber der damalige Landeshauptmann Jörg Haider (BZÖ) den Zuschlag per Weisung entzogen hatte. Haider habe Hochegger kein Geld geben wollen, daher seien auch keine Kärntner Steuergelder an Hochegger geflossen, freute er sich über die Entscheidung des Verstorbenen. (APA, 16.3.2012)

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Lustig, ja eigentlich schon ...

... dummdreist, wie die werte Postergemeinde über die Verfehlungen der ÖVP herzieht und so tut als ob die Roten besser, gerechter oder anständiger wären.

Wo ist der Unterschied zu einer SPÖ, deren Parteigeldmanagement in exakt der gleichen Art und Weise funktioniert? Warum darf Faymann und Co. sich unbehelligt mit Ministeriumgeldern Kronenzeitungsinserate, getürkte Facebookfreunde oder bezahlte Kampfposter leisten und die, ebenfalls vom Steuerzahler erhaltene, ÖBB für Imagekampagnen einspannen?

Wenn ihr schon so ein "Verbrecher"-Geschrei anhebt, meine lieben roten Freunde, dann vergesst bitte nicht, euch ob eures eigenen Dreckes gleich mit zu empören!!

Tun wir - keine Sorge

und jetzt widmen Sie sich bitte wieder Ihrem schwarzblauen Dreck.

wer weiss, wenn hochegger clever war

dann hat er auch den spö wahlkampf u.a. gesponsert.

winner setzen immer auf beide bzw. alle relevanten pferde.

aber das hier war sicher nicht die letze news zum thema korruption aller parteien in öst.
jetzt werden mal die schwarzen enttarnt, morgen ein anderer womöglich, fast sicher.

immerhin haben wir hier fast eine generation u n d viele generationen missmanagement, freunderlwirtschaft und fehlende gesetze in vielen fundamental-demokr. bereichen zu beklagen.

auf gehts zur hasenjagd, ohne gnade, ohne falsches mitleid. an den pranger, unschuldige gibts nicht
früher wären alle einen kopf kürzer gewesen

ich fordere eine sofort beschlagnahme aller parteien-bilanzen/buchführungen. heute und überall bis runter zu den kaszettln in gemeinden

wann, oh ihr höheren mächt, wann nur werden die övpler endlich kapieren, dass man sich mit dem dreck von anderen nicht reinwaschen kann?

jeder ist für seinen eigenen dreck selbst verantwortlich. wobei man bei der övp allerdings keine anstalten macht, diese verantwortung auch ernst zu nehmen und entsprechend zu handeln.

Das ist keine Frage des "wann"....

Der Umstand "....,dass man sich mit dem dreck von anderen nicht reinwaschen kann..." war exakt das Thema meines Beitrages!

Haben's das jetzt übersehen oder weigert sich da eine missgünstige Seele, sinnerfassend zu lesen?

ich lese sinnerfassend, wenn sie im sinnzusammenhang posten - abgemacht?

Schade, jede Unterscheidungsfähigkeit verloren....

Ist nicht so schlimm, kann geheilt werden durch Nachdenken.

Oh, ich habe übersehen, dass eine Unterschiedung nötig ist....

...
zwischen unzulässiger Wahlkampffinanzierung bei der ÖVP und Missbrauch von Steuergeldern zum selben Zweck bei der SPÖ.
Aber in diesem Forum muss selbstverständlich differenziert werden in der Beurteilung der österreichischen Parteien, gell? Sieht dann wie folgt aus:

SPÖ=gut
ÖVP=böse
FPÖ=ÖVP

Hab ich recht?
Ich dachte sogar noch, genau das Gegenteil sollte der Fall sein bzw. Verfehlungen bleiben Verfehlungen, egal von welcher Partei. Diesen Umstand machte ich sogar zum Thema meines Beitrages.... wie konnte ich nur.

Weniger nachvollziehen kann ich allerdings Ihren Vorschlag, diese Erkenntnis könne durch Nachdenken gewonnen werden. Ja, ich finde sogar, dass Selbiges in diesem Fall höchstwahrscheinlich abträglich wäre.

lustig, aber krank

.
mfg heli

versteh ich das richtig?

Hochegger bekam Geld aus dem Privatisierungen der Staatsunternehmen und hat das an dieJVP weitergeleitet (in Form einer Wahlfinanzierung).

Also hat die JVP mit Geldern der Steuerzahler ihren Wahlkampf betritten- mit Geldern, die nicht aus der normalen Parteifinanzierung stammen, sondern von Grasser Hochegger zugesteckt wurde ???

Wie nennt man sowas eigentlich?

Scheinbar nennt man das garnichts,

denn wenn man es etwas strafrechtlich relevantes nennen würde, wären die schon alle verurteilt. Oder sollte die Justiz einfach zu inkompetent dafür sein?

nun, um was es sich da handeln könnte, ist selbst für einen Laien klar erkennbar. Demnach wird der Fall auch zu behandeln sein.

Den permanenten Erinnerungslücken dieser Personen,

könnte man sehr schnell den Garaus machen, in dem man Personen, die solche aufweisen (oder behaupten), automatisch von jeder politischen Funktion und jeder Position, die mehr Verantwortung beinhaltet als Café- und Wurstsemmelkäufer ausschließt!

Ganz einfach, simpel, billig und wir ersparen uns derartige Kasperln in führender Position.

Mir ist die klammheimliche Freude, mir nicht nahestehende Parteien anschwärzen zu können, inzwischen abhanden gekommen.

Es gibt tatsächlich Parteien in diesem Land, denen Sie noch nahestehen?

Ironie!

Warum tritt Werner Faymann nicht zurück obwohl die Staatsanwaltschaft gegen ihn ermittelt?

Schließlich geht es in seinem Fall um Amtsmissbrauch und Untreue von mehreren 100.000 €.
(Zusätzlich wurde nachträglich der Name des nunmehrigen Bundeskanzlers aus Dokumenten getilgt...)

Dieser Fall ist jedenfalls viel gravierender - wird aber von den (unabhängigen ??) Medien kaum aufgegriffen.

Der lässt die Ermittlungen einfach zu und schreit nicht blöd rum - keine Wort von Verfolgung, oder sonst irgendwelchen kruden Verschwörungstheorien.

Wird eh ermittelt,

nur macht hier keiner gleich auf Verschwörungstheorie, wie der Amon.

Ist mir fast unangenehm, unseren BK zu verteidigen, aber der war doch schon im Februar zur Vernehmung geladen. Ganz ohne Gezeter.

"....Ganz ohne Gezeter...."

Genau das ist das Erstaunliche daran!
Keine wochenlange Schlagzeilenschlacht mit täglicher Live-Berichterstattung, wie im Moment, wo es um 10.000 Euro geht! Nur ein paar kurze Meldungen und so gut wie keine Resonanz beim ORF!

Wäre angesichts des Ausmaßes und insbesondere der hohen politischen Stellung des Vernommenen nicht mindestens gleich viel Gezeter angebracht gewesen? Warum blieb es denn so gänzlich aus?
Vielleicht wollen's uns auch das erklären - oder sollte es Ihnen diesmal "ganz" unangenehm sein und nicht nur "fast", wie beim BK-Verteidigen.

LOL

wuerde er sich aufregen, waere das seeehr auffaellig - nimmt er's stillwschweigend hin, ist das ebenfalls dubios.

Was jetzt, Herr Strache?

Tut mir leid, da kann ich Ihnen nicht helfen.

Das Gezeter kam ja nicht von den Medien, sondern zuerst mal von Amon selbst ("... Verschwörung der Staatsanwaltschaft ..."). Ich meine, wo sind wir??
Ich würde das als Selbstfaller bezeichnen.

Das war damit auch gar nicht gemeint!

Die ÖVP wird seit Wochen durch die Mangel gedreht und man tut gleichzeitig so, als ob die Roten besser, gerechter und anständiger wären.

Faymann und Co. erlauben sich Krone-Inserate, getürkte Facebookfreunde und bezahlte Kampfposter. Sie spannen die steuerfinanzierte ÖBB ein und geben ihr vor, welche Kampagnen sie wann zu starten oder zu unterlassen hat.

Niemand regt das auf, warum?
Ganz einfach: Wrabetz rächt sich für Niko und die Zeitungen bangen um ihre Inserate! Deshalb bricht bei 10.000 Euro die Welt zusammen und deshalb ist die Berichterstattung so einseitig.

Missbrauch von Abhängigkeiten bei Medien und Organisationen fällt unter Meinungsmanipulation!
Das ist noch viel übler als Korruption, weil demokratiegefährdend.

>Normalerweise schreibe ich s.g Herr ..

.
aber Mittlerweilen gegen mir Ihre Posting eigentlich nahe.

Ich bin Herr Götzinger Rudolf aus Salzburg beim Bundesheer tätig, Helmut Pirklbauer (nicht Pirkelbauer) aus Seewalchen lächelt über ihre gesch... postings aber hat mitlerweilen recherchen geführt.. er sagt anscheinend kommen die Postings aus der LAG Enerie ... könnte Dani, Woiferl oder Roserl sein, Blumi schließt er aus, dann der ist irgendwo ehrlich

mfg heli, oder besser gesagt rudi

Vielleicht melden sie sich unter celeronhp@gmx.at

Von den Bilderbergen eingesetzte Politdarsteller

müssen nicht zurücktreten....

100.000 Euro hat Failman alleine pro Monat

in einer Zeit als Baustadtrat verdient....

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