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Durham/Wien - Das größte je von Biologen untersuchte Auge gehörte einem sogenannten Koloss-Kalmar, der vor genau fünf Jahren vor der Küste der Antarktis gefangen wurde. Der riesige, rund 500 Kilogramm schwere und 4,2 Meter lange Kopffüßler (ohne Arme) hatte Augen, die mit 27 cm Durchmesser so groß waren wie ein Basketball. (Zu bewundern ist das Tier übrigens im neuseeländischen Nationalmuseum Te Papa.)
Etwas kleiner und optisch ähnlich gut bestückt sind die verwandten Riesenkalmare, die in Meerestiefen von 300 bis 1000 Metern leben. Aufgrund ihres abgelegenen Lebensraums weiß die Forschung immer noch wenig über die Giganten, die mit Tentakeln bis zu zwölf Meter lang werden.
Gesichert ist immerhin, dass sie zur Lieblingsmahlzeit von Pottwalen gehören. Und wie nun der Biologe Sönke Johnsen von der Duke University mit Kollegen herausfand, dürften die Wale auch die Antwort auf die Frage sein, warum diese riesigen Tintenfische gar so große Augen ausbildeten.
Diese Frage ist aus mehreren Gründen nicht ganz trivial. Denn zum einen dringt in eine Wassertiefe von 300 Metern so gut wie kein Sonnenlicht mehr durch. Zum anderen bleibt erklärungsbedürftig, warum etwa die ähnlich großen Schwertfische Augen haben, die so klein sind wie ein Tennisball.
Johnsen und seine Kollegen analysierten alle verfügbaren Aufnahmen von Riesenkalmaren und beschafften sich Daten über die Dunkelheit und die Klarheit des Wassers in 500 Meter Tiefe. Auf Basis dieser Information versuchten sie zu errechnen, wie und was die Tiere sehen könnten.
Die noch etwas spekulative Antwort, dargelegt im Fachblatt Current Biology: Die Augen der Riesenkalmare sind so lichtempfindlich, dass sie sehen, wenn es in über 100 Meter Entfernung zu Veränderungen in der Bioluminiszenz kommt. Und das passiert dann, wenn gefräßige Pottwale durch die von lichtgebenden Organismen minimal erhellte Dunkelheit pflügen. (tasch, DER STANDARD, 16.3.2012)
Abstract
Current Biology: A Unique Advantage for Giant Eyes in Giant Squid
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ich glaub, Pottwale fressen lieber Menschen...
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Ordentlich ein paar Tage in Salzlake beizen und ein bisschen Papain spritzen, dann kriegen wir den Kerl schon weich.
Und wenn er dann immer noch zu zäh ist, tun wir ihn noch ein paar Monate konfieren, spätestens dann zergeht er auf der Zunge... ;-)
Irgendwie verfehlt der Artikel die Bedeutung des Papers wirklich dazulegen. Diese Theorie des "biolumineszens Sehens" ist deswegen interessant/wahrscheinlich. Weil die Forscher errechnet haben, dass mit diesem Auge einen Pottwal bis auf über 120 m schon detektieren kann (in übrigens 600 m Tiefe), auch der Sonar des Wales kann in über 120 m schon Beute detektieren. Somit "matchen" sich Beute und Räuber "evolutiv gesehen" wer sich zuerst wahrnimmt. Sonar (Räuber) gegen Auge (Beute).
Die Pottwale verfügen über Echolokation bzw. Sonar, was sich im Text leider nicht mehr ausging. Sprich: Pottwale können die Riesenkalmare akustisch orten. Die Tintenfische hören die Laute der Wale aber nicht aber nicht (und auch nichts anderes). Sie müssen sich also auf das Sehen verlassen und möglichst rechtzeitig verschwinden.
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