Im Auge des Riesenkalmars

15. März 2012, 19:24

Biologen fanden mögliche Antwort auf die Frage, warum die monumentalen Tintenfische die größten Sehorgane des Tierreichs besitzen

Durham/Wien - Das größte je von Biologen untersuchte Auge gehörte einem sogenannten Koloss-Kalmar, der vor genau fünf Jahren vor der Küste der Antarktis gefangen wurde. Der riesige, rund 500 Kilogramm schwere und 4,2 Meter lange Kopffüßler (ohne Arme) hatte Augen, die mit 27 cm Durchmesser so groß waren wie ein Basketball. (Zu bewundern ist das Tier übrigens im neuseeländischen Nationalmuseum Te Papa.)

Etwas kleiner und optisch ähnlich gut bestückt sind die verwandten Riesenkalmare, die in Meerestiefen von 300 bis 1000 Metern leben. Aufgrund ihres abgelegenen Lebensraums weiß die Forschung immer noch wenig über die Giganten, die mit Tentakeln bis zu zwölf Meter lang werden.

Gesichert ist immerhin, dass sie zur Lieblingsmahlzeit von Pottwalen gehören. Und wie nun der Biologe Sönke Johnsen von der Duke University mit Kollegen herausfand, dürften die Wale auch die Antwort auf die Frage sein, warum diese riesigen Tintenfische gar so große Augen ausbildeten.

Diese Frage ist aus mehreren Gründen nicht ganz trivial. Denn zum einen dringt in eine Wassertiefe von 300 Metern so gut wie kein Sonnenlicht mehr durch. Zum anderen bleibt erklärungsbedürftig, warum etwa die ähnlich großen Schwertfische Augen haben, die so klein sind wie ein Tennisball.

Johnsen und seine Kollegen analysierten alle verfügbaren Aufnahmen von Riesenkalmaren und beschafften sich Daten über die Dunkelheit und die Klarheit des Wassers in 500 Meter Tiefe. Auf Basis dieser Information versuchten sie zu errechnen, wie und was die Tiere sehen könnten.

Die noch etwas spekulative Antwort, dargelegt im Fachblatt Current Biology: Die Augen der Riesenkalmare sind so lichtempfindlich, dass sie sehen, wenn es in über 100 Meter Entfernung zu Veränderungen in der Bioluminiszenz kommt. Und das passiert dann, wenn gefräßige Pottwale durch die von lichtgebenden Organismen minimal erhellte Dunkelheit pflügen. (tasch, DER STANDARD, 16.3.2012)

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Ich weiss nicht...

ich glaub, Pottwale fressen lieber Menschen...

http://i44.tinypic.com/2j76et.jpg

mein is der liab, bestimmt schön lecker.

leider nein...

die dinger sind vollgepumpt mit ammoniac und deswegen nicht genießbar...

die isländer könnten es eventuell, haben ja mit den eishaien schon erfahrung...

Nein,

nicht lecker, denn je älter ein Calmar, desto zäher.

Dieser hier ist ziemlich alt und zäh wie Schuhsohle.

Ordentlich ein paar Tage in Salzlake beizen und ein bisschen Papain spritzen, dann kriegen wir den Kerl schon weich.
Und wenn er dann immer noch zu zäh ist, tun wir ihn noch ein paar Monate konfieren, spätestens dann zergeht er auf der Zunge... ;-)

Yummie

Yummie .. paniert mit einem Schuss Zitrone ... ;)

in einer ensprechenden pfanne...

aber mir sind die baby-pulpos doch lieber, glaub ich...

Info an die Red.: Text unter dem Bild

Auf dem Bild ist eindeutig ein Kalmar zu sehen KEIN Krake!

Krake (Octopoda) 8 Arme
Kalmare (Teuthida) 10 Arme

Die Riesenkrakenarten werden bei weitem nicht so groß!

Redaktion derStandard.at/Wissenschaft
014
16.3.2012, 14:17

Ist korrigiert, danke!

Nothing to do in here...

Irgendwie verfehlt der Artikel die Bedeutung des Papers wirklich dazulegen. Diese Theorie des "biolumineszens Sehens" ist deswegen interessant/wahrscheinlich. Weil die Forscher errechnet haben, dass mit diesem Auge einen Pottwal bis auf über 120 m schon detektieren kann (in übrigens 600 m Tiefe), auch der Sonar des Wales kann in über 120 m schon Beute detektieren. Somit "matchen" sich Beute und Räuber "evolutiv gesehen" wer sich zuerst wahrnimmt. Sonar (Räuber) gegen Auge (Beute).

Kalmar, warum hast du denn so große Augen?

Verdammt, noch nicht mal in Ruhe sch***en kann man in der Tiefe...

Damit mich der blöde Wal schlechter fressen kann!

Gut und schön

und dann beantwortet bitte noch die Frage, wie denn die Pottwale da unten die Kalmare aufstöbern!? Haben die auch so große Augen?

nein, die haben sonar

wie wärs

mit sonar? "klick dich satt" ist da wohl die devise....

steht schon im Abstract des papers: der Wal hat Sonar.

Die Pottwale verfügen über Echolokation bzw. Sonar, was sich im Text leider nicht mehr ausging. Sprich: Pottwale können die Riesenkalmare akustisch orten. Die Tintenfische hören die Laute der Wale aber nicht aber nicht (und auch nichts anderes). Sie müssen sich also auf das Sehen verlassen und möglichst rechtzeitig verschwinden.

Erinnert auch irgendwie an die ÖVP.

wieso?

die sind doch noch nicht abgetaucht. oder denken's da an die 10 arme?

:-))))))))

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