IT-Jobs: Hohe Anforderungen für wenig Geld

Viele ITler unzufrieden - Gewerkschaft warnt vor All-in-Verträgen und Bonifikationen

Eine Studie über die Unzufriedenheit von Managern mit ihren IT-Kräften hat vor einigen Wochen im WebStandard-Forum für Aufregung unter den Usern gesorgt. 93 Prozent der Vorgesetzten sind laut dieser Studie mit der Leistung ihrer IT-Abteilung nicht zufrieden. Dabei zeigte sich, dass von Managern oft Forderungen an die IT gestellt werden, die kaum bis gar nicht erfüllt werden können.

Weniger Personal - gleiche Leistung

Nutzer warfen den Arbeitgebern vor allem vor, dass sie trotz Personaleinsparungen, die gleiche Leistung erwarten. Der User mit dem Nickname "mag2412" schreibt, dass der EDV-Administrator seine Firma verlassen habe und dessen Aufgaben nun zwei Sekretärinnen zusätzlich zu ihren bisherigen Tätigkeiten bewältigen müssen.

Was macht die IT überhaupt?

Den Verantwortlichen wurde vorgeworfen, dass sie zu wenig über die Aufgaben der IT wissen und daher oft falsche Entscheidungen treffen. So würden oft wichtige System-Updates verschoben, weil dem Management die Kosten zu hoch seien. Vielfach wird auch beklagt, dass die IT-Abteilung nicht ernst genommen werde, weil die IT einfach zu funktionieren habe und die Arbeit, die dahintersteckt, nicht gesehen wird.

Hohe Anforderungen für wenig Geld

Dafür sind die Anforderungen bei Stellenausschreibungen oft sehr hoch, manche Nutzer meinen sogar, illusorisch. Dabei werde oft ein Studium oder das Absolvieren einer FH vorausgesetzt. Autodidakten würden meist nicht einmal zu Vorstellungsgesprächen eingeladen, auch wenn sie sämtliche technischen Voraussetzungen erfüllen.

Gewerkschaft ist mit Arbeitgebern unzufrieden

Das bestätigt auch die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA). Vor allem seien die Anforderungen für das gebotene Geld viel zu hoch, meint Karl Proyer, stellvertretender Bundesgeschäftsführer der GPA. Im Telefongespräch zählt er vier Punkte auf, die hauptsächlich an der Unzufriedenheit der IT-Kräfte mit ihrer Geschäftsführung schuld seien.

Ein Problem seien die Arbeitsverträge, so Proyer. Oft würden All-in-Verträge abgeschlossen, bei denen die Angestellten unterm Strich schlechter aussteigen als beim Kollektivvertrag. Auch Überstunden werden demnach oft nicht ausbezahlt. Als weiteres Problem sieht Proyer Bonifikationen: Bei der Einstellung würden viele IT-Kräfte Beteiligungen an der Firma erhalten, die nach einigen Jahren aber stark an Wert verloren haben.

Proyer: Hoher psychischer und physischer Druck

Jahrelang galt die selbstbestimmte Arbeit im IT-Bereich als großer Pluspunkt. Laut Proyer ist das aber falsch. IT-Kräfte hätten einen hohen Zeit- und Gelddruck und müssten hoch gesteckte Zielvorgaben erreichen. Das alles führe die Angestellten an ihre physische und psychische Leistungsgrenze, was ein großes Problem darstelle.

Frauen haben es sehr schwer

Ein weiteres Problem ist laut der GPA die mangelnde Gleichstellung von Männern und Frauen in der Branche. "Die IT-Branche ist sehr konservativ. Frauen kommen hier noch seltener in Führungspositionen, als es generell schon der Fall ist", so Proyer.

Bei Kollegen unbeliebt

Tom Brewster von "PC Pro" hat versucht herauszufinden, warum es zwischen der IT und dem Rest der Firma oft Missverständnisse gibt. Er kam zu dem Schluss, dass die IT oft zu Wünschen der anderen Angestellten Nein sagen muss, weil sie aus finanziellen oder sicherheitstechnischen Gründen nicht umsetzbar sind. Zudem befinde sich die IT-Abteilung oft abgeschottet von anderen Abteilungen im Keller des Gebäudes.

Mannigfaltige Probleme

Die Probleme der IT-Kräfte mit den Arbeitgebern sind also mannigfaltig. Schlechte Bezahlung, hoher Druck und die geringe Anerkennung der Leistung und der Mitarbeiter erzeugen eine hohe Unzufriedenheit. (soc, derStandard.at, 23.4.2012)

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ein viel zu pauschaler und ziemlich undifferenziert gehaltener artikel. die postings beweisen ja, dass es in der IT auch ganz anders zugehen kann. außerdem ist der IT-KV nicht sooo übel und wird auch fast immer eingehalten. die IT-branche war lange dafür bekannt, dass sie sehr gut zahlt. dass im zuge der noch immer andauernden wirtschaftskrise sich auch in der it-arbeitswelt was ändert, (bissi weniger geld, bissi mehr arbeit) ist keine riesenkatastrophe. die größere katastrophe ist bspweise: 21% (!!) arbeitslosigkeit in spanien; eine gesamtverschuldung in höhe von ca. 100% des bips und mehr(!!) in vielen ländern europas,...,... .
artikel anders deuten: da kann man froh sein, dass man erstens in ösiland lebt und zweitens einen it-job hat.

tja, wie ich lese dürfen auch hochgradig ahnungslose über etwas schreiben von dem sie keine vorstellung haben.
sie haben das zeug zum manager,- gratulation

bissi mehr arbeit? bissi weniger geld?

arbeiten sie in einem Staatsbetrieb?

also bei mir ist die Arbeit in den letzten 10 Jahren kontinuierlich explodiert - 30% weniger Kollegen, aber die Arbeit ist mehr geworden.

Der Artikel trifft es recht gut... und die Motivation sinkt auch immer mehr, wenn die Bezahlung nur nach KV steigt, weil diese Quote deutlich unter der Inflation liegt (zusätzlich hat die offizielle Inflation nichts mit der tatsächlichen zu tun, da Grundnahrungsmittel und Energie um gut 10% pro Jahr teurer geworden sind)

nein, bin kein beamter.
wir haben einfach verschiedene anschauungen- nicht mehr und nicht weniger.
ich finde halt, dass es bei weitem schlimmeres gibt als in der IT branche zu arbeiten. das leben ist kein wunschkonzert und das, was sie mir da schildern (minus dreißig prozent belegschaft, plus mehr arbeit), kenne ich selber aus erfahrung und zwar auch aus dem IT umfeld.
vielleicht war man in der branche in den neunzigern und bis 2007,2008 ein bissi verwöhnt?? zeigen sie einem billa, kleider bauer-angestellen den IT kv.
dass man halt jetzt mehr arbeitet um gleich viel geld wie vor zehn jahren ist halt einfach so. das leben ist kein...eh schon wissen was.
just my 2 cents- sorry for any inconveniences.

sie sind wahrlich ein troll

ok
1) sie wissen schon, dass nicht alle in der IT-Branche den IT Kollektiv haben, es trifft im großen und ganzen das gegenteil zu (IBM hat z.b. den Kollektiv Handel
2) wenn 30% weniger MA vorhanden sind, heißt das nicht, dass nur 30% mehr arbeit geleistet werden muss, es verschieben sich auch die tätigkeiten ausserhalb der IT (gruppenleiter funktion usw)
3) es gibt im IT umfeld die unterschiedlichsten positionen je nach anforderung von projektleitern, kaufleuten controllern usw
4) verwöhnt in den einstiegsjahren ? es gab eine große nachfrage mit versprechungen wovon die meisten schon lange von der krise erwischt worden sind und nun nicht fuss fassen (weder alter noch neuer job)

ihre 2 cents sollten sie in ihre zukunft investieren

in gewissen situationen muss man verheimlichen,

dass man itler ist - privater it admin von bekannten und dorfmitbewohnern ist wirklich eine der undankbarsten aufgaben, die man sich vorstellen kann.

no, i will not fix your computer

als itler ist man natürlich in der lage ALLE probleme der computerwelt zu lösen - und das natürlich umsonst

"der hat dann ein bisschen herumgeklickt und plötzlich hats dann eh wieder funktioniert. ich hab ihm dann eh einen 10er gegeben..."

Wenigstens ein 10er, früher gabs nur ein paar Kekse :). Bin ich froh, dass ich aus dem Admin-Zirkus noch rechtzeitig ausgestiegen bin.

Admin sein lohnt sich nur in großen Unternehmen, wo man selbst auch noch ein bißchen was beschaffen darf. Da geht dann unter der Hand pro Monat noch ein Tausender weg.

Tja, der BWLer bastelt am Excel-Sheet...

und der ITler macht die Arbeit.

Den ITler (die ITlerin) gibts nicht

Es gibt wie in allen Berufen eine sehr breite Bandbreite von Tätigkeiten und Qualifikationen.
Wie überall ist die Situation der weniger qualifizierten mies und geht es den höher Qualifizierten besser.
Persönlich empfinde ich meine Situation priviligiert. Ich sitz in einem schönen Haus im Waldviertel und mach von da meine Aufträge. Man muss seine Leistung bringen und schauen, dass man im Geschäft bleibt. Aber ich kann z.B. Siesta halten und wenn es meinem Hund Spass macht mit ihm im Wald eine Runde drehen.
Mein Vater war in einer grossen Chemiefabrik Rohrleger, mein Onkel Maurer. Da kommt man ganz anders dran.

Was meinst du mit den/die ITlerIn gibt es nicht?

Ich bin gelernter IT-Techniker (einer der ersten in Österreich) und mach gerade meinen Bachelor (Web-Business & Technology) und zähle mich sehr wohl zur Gattung der ITler. Zuvor habe ich 5 Jahre in einem Großen Metall verarbeitenden Betrieb gearbeitet und dort so zu sagen den Laden geschmissen. Verdient habe ich genug, sonst könnte ich mir das Studieren eh nicht leisten...

Weils viele Unterschiede gibt.
Turnschu Admin in einer 20 Personen Firma,
Software Entwickler bei Google,
Embeded Software Engineer bei Siemens,
Linux Admin bei einem Cloud Provider,
IT Consultant bei Accenture,
IT Projektleiter bei XYZ,
.....

Der Turnschu Admin bei Kleiderbauer wird vermutlich nicht mit dem Gehalt eines Software Entwicklers bei der Austro Control nicht mithalten können.

Die IT ist vielfältig. Viele verschiedene Anforderungen - viele verschiedene Ausbildungslevels.

Es gibt natuerlich ITler. Genauso wie es Metaller,

am Bau beschaeftigte ... gibt.
Aber es ist keine einheitliche Gruppe und es sind dementsprechend die Berufsbedingungen und die Bezahlung sehr unterschiedlich.

der Grundgehalt in der IT ist vollkommen in Ordnung

es gibt halt leider immer wieder Firmen, die Leute die eigenständig überlegen zu wenig zahlen. Die werden dann mürrisch. 2 Kollegen sind voll genial und tüchtig und bekommen dann vielleicht noch Ärger und kaum mehr bezahlt. Allerdings mag ich als Mittlerer z.B. nicht weniger verlangen, zumal es noch andere gibt, die schlechter sind.

ka ich finde die gehälter ganz in ordnung

einstieg für einen DI ist ca bei 3k-3.5k brutto ca 50k pro jahr aufwärts

was natürlich nicht ist, sind die wifi kurs ITler die dann glauben alles zu können aber schon bei der dritten normalform einer datenbank scheitern

alles schon gesehen und erlebt, die die was können werden auch sehr gut entlohnt

prinzipiell richtig aber nicht immer

ich hab schon mit DI's und Dr's der EDV zusammenarbeiten müssen die den Titel offenbar erschummelt haben.
Die hab ich als Spengergassler erst mal ins Programmieren und Organisieren einschulen müssen :/

"... und dessen Aufgaben nun zwei Sekretärinnen zusätzlich zu ihren bisherigen Tätigkeiten bewältigen müssen."

Wenn das stimmt und wenn das auch in der Praxis so funktioniert, dann hat der Chef dieser Firma richtig gehandelt.

mM

Schwachsinn. Ein guter Admin muss am laufenden System und im täglichen Betrieb wenig bis nichts tun, solange alles normal läuft. Seine Qualitäten kommen erst zum Tragen, wenn was schief geht, oder etwas geändert werden muss.

Bis dass es dann mal bröselt.

Natürlich.

Dann werden die Sektretärinnen entlassen und ein EDV-Techniker eingestellt. :)

mM

Nein weil Sekräterinnen

einerseits sehr viel wissen über den Chef, und andere Qualitäten haben.

Es wird also eine externe Firma zum Firefighten beauftragt - und dann wird gemotzt das die IT so teuer ist

So ist es. Verdient jeder was :).

Achja, hab ich ganz vergessen...

... ich werde gut bezahlt, meine Arbeit und Pünktlichkeit geschätzt, von meinen Kollegen respektiert und der Druck lässt sich mit der Freude an der Arbeit vereinbaren :)
Und das als Blondine mit 19 ;)
Oh mein Gott was jetzt? Ich bin nicht unzufrieden muss ich das jetzt ändern? Bin ich anders??

Die sind nur so nett weil du weiblich, blond und 19 bist. Aber da wirst du schon noch drauf kommen...

xD

wär ja schlimm wenn meine Kollegen nach 4 Jahren denken, dass sie sich besser darstellen können wenn sie nett zu mir sind weil ich ne Frau bin ;)
Und ich hab niemals gesagt das bei uns nicht auch mal gekäppelt wird oder die Fetzen fliegen :)
Aber jedem so wie er will!
(Ps: wo hatte ich "nett" erwähnt? Respektieren war da schon eher ;) )

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