Prinz von Preußen will Monarchie zurück

  • Kaiser Wilhelm II. von Preußen mit Vogel. Sein Ururenkel Philip Kiril wünscht sich wieder eine Monarchie.
    foto: niedersöchsisches landesmuseum

    Kaiser Wilhelm II. von Preußen mit Vogel. Sein Ururenkel Philip Kiril wünscht sich wieder eine Monarchie.

Ururenkel des letzten Kaisers Wilhelm II. sieht jedoch geringe Aussichten

Berlin - Der Ururenkel des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. hat die Rückkehr Deutschlands zur Monarchie gefordert. Ein König täte dem Land gut, erklärte Prinz Philip Kiril von Preußen in der Zeitschrift "Christ & Welt" im Vorfeld der deutschen Präsidentenwahl am Sonntag. Allerdings rufe eine solche Forderung "reflexartig irrationale Reaktionen" hervor.

Als Vorteil der Monarchie sieht der Prinz die emotionale Bindung des Volkes an sein Herrscherhaus. "Emotionen sind das Feld, das eine Königsfamilie bespielen kann. Sie muss sich gar kein Programm ausdenken. Es geht zu Herzen, dass sie da ist." Von Vorteil sei allerdings auch, dass sich ein Monarchenclan nicht so einfach stürzen lasse. "Königsfamilien werden nicht per Misstrauensvotum oder durch Aufhebung der Immunität aus dem Amt gefegt. Das tut einem Land gut", erklärte Philip Kiril, der als evangelischer Pfarrer nahe Berlin lebt.

Der Prinz konnte sich auch einen Seitenhieb auf den demokratisch gewählten deutschen Präsidenten nicht verkneifen. Geschenke von Freunden anzunehmen sei unter der Würde eines Monarchen, sagte Kiril in Anspielung auf den zurückgetretenen Bundespräsidenten Christian Wulff. Er hoffe, dass die Uhren in Deutschland allmählich anders ticken - doch noch glaube er nicht an eine Wiedereinführung der Monarchie. (APA, 15.3.2012)

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