Dianas Auto könnte in England untersucht werden

16. Juni 2003, 13:17
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Ermittlungen zum Hergang des Unfalls, der zum Tod der Prinzessin führte, soll wieder aufgerollt werden

London - Rund sechs Jahre nach dem tödlichen Autounfall von Prinzessin Diana in Paris könnten die britischen Behörden nach einem Pressebericht ihre Ermittlungen wieder aufnehmen. Der Unfallwagen, in dem die Ex-Frau von Prinz Charles und ihr Begleiter Dodi Fayed ums Leben kamen, sei in einer Polizeistation bei Paris und könnte für neue Untersuchungen nach England gebracht werden, berichtete das Boulevardblatt "Sunday Mirror".

Demnach hat der südenglische Bezirk Surrey umgerechnet rund 1,4 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um den Fall nochmals aufzurollen. Seit fast sechs Jahren seien der Aufbewahrungsort des Fahrzeugs ebenso wie die Antworten auf das "Wie und Warum" des tödlichen Unfalls ein Rätsel geblieben, heißt es anklagend in dem Bericht weiter.

Vater Dodis glaubt an Auftragsmord

Der Vater Dodis, der ägyptische Milliardär Mohammed al Fayed, begrüßte im "Sunday Mirror" die mögliche Untersuchung des Unfallwagens durch die britische Polizei. Dann könne endlich mit Sicherheit gesagt werden, was tatsächlich passiert sei, sagte Fayed. Er hatte stets die offiziellen Angaben zum Unfallhergang angezweifelt und erklärt, dass Diana und Dodi Opfer eines Auftragsmords durch Geheimdienste geworden seien.

Reporter hatten in der Nacht zum 31. August 1997 auf ihren Motorrädern den Mercedes von Diana und ihrem Freund verfolgt, der im Alma-Straßentunnel gegen einen Pfeiler raste. Ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung war im Frühjahr endgültig eingestellt worden; die Trunkenheit des Chauffeurs Henri Paul und seine überhöhte Geschwindigkeit wurden als Hauptursache für den tödlichen Unfall anerkannt. (APA/AFP)

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