Vorarlberg: Deutsche Bergsteiger in Gewitter-Bergnot

15. Juni 2003, 11:31
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Dramatische Nachtbergung per Hubschrauber

Bregenz - Im Südlichen Vorarlberg sind am Samstagabend eine Reihe schwerer Gewitter niedergegangen. Größere Schäden wurden bis Sonntag nicht bekannt, die Feuerwehren mussten etliche überflutete Keller auspumpen. Im Gemeindegebiet von Dalaas (Bezirk Bludenz) im Klostertal kam es in der Nacht jedoch als indirekte Folge der Unwetter zu einer dramatischen Hubschrauberbergung von zwei Bergsteigern.

Die beiden erfahrenden deutschen Alpinisten (69 und 59 Jahre alt) aus dem Allgäu gerieten im Spullersee-Gebiet in über 2.600 m Seehöhe beim Klettern in Bergnot, als der Ältere am späten Nachmittag rund 20 Meter in das Sicherungsseil stürzte. Der Bergkamerad versuchte via Handy Hilfe zu mobilisieren, bekam jedoch keine Verbindung.

Vom Wettersturz überrascht

Mittlerweile wurden sie vom Wettersturz überrascht und beschlossen schließlich mitten in der Nacht umzukehren und wieder aufzusteigen. Als sie um Mitternacht den Gipfel erreichten, gab es endlich auch wieder Handy-Empfang. Die zwei unterkühlten, im Wesentlichen aber unverletzten Männer wurden gegen 1.00 Uhr vom Hubschrauber des Innenministeriums geborgen.

Weniger dramatisch waren die Auswirkungen des Gewitterregens auf den vom ORF Vorarlberg in Feldkirch organisierten Mundart Rockwettbewerb "Singa, wia dr Schnabl gwachsa ischt". Trotz anfänglicher Regengüsse ließen sich rund tausend begeisterte Fans nicht abhalten, auf dem Gymnasiumplatz unter freiem Himmel beim Finale von zwölf Ländle Gruppen um den begehrten "Schnabel" dabei zu sein. Den ersten Platz und 1.500 Euro Preisgeld hat laut ORF übrigens Ramona Kasheer aus Wolfurt mit ihrem Dialektsong "Roter Wii" (Roter Wein) gewonnen. (APA)

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