Eichborn-Verlag baut Stellen ab

14. Juni 2003, 17:43
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"Schreckensbilanz 2002" für Mitte Juli erwartet - "Konzentration auf das Kerngeschäft" soll wieder Gewinne bringen

Frankfurt/Main - Der renommierte Frankfurter Eichborn-Verlag muss wegen wirtschaftlicher Probleme offenbar Personal abbauen. Wie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" berichtete, sind betriebsbedingte Kündigungen nicht mehr zu vermeiden. "Wir sind gezwungen, Stellen zu streichen", zitierte das Blatt Verlagschef Matthias Kierzek. Mitte Juli werde er seine "Schreckensbilanz 2002" vorlegen.

Laut Kierzek ist der Umsatz im vergangenen Jahr von 24 auf 20 Millionen Euro gesunken. Allein in den ersten drei Quartalen habe Eichborn vier Millionen Euro Verlust gemacht. Der Verkauf von Beteiligungen, in die Eichborn nach dem Börsengang im Jahr 2000 investiert habe, habe nur die Portokasse aufgefüllt, sagte der Verlagschef laut Sonntags-FAZ: "Das war nicht relevant für die Gewinn- und Verlustrechnung." Mit einer "Konzentration auf das Kerngeschäft" wolle Eichborn im laufenden Jahr wieder "einen kleinen Gewinn schreiben." (APA/AP)

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