Chalabi fordert von USA mehr Machtbeteiligung

14. Juni 2003, 12:45
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Irakische Oppositionsführer glaubt an Zunahme der Angriffe auf US-Truppen falls keine baldige politische Beteiligung erfolgt

Washington - Der irakische Oppositionsführer Ahmed Chalabi hat die USA aufgefordert, Einheimische stärker an der Verwaltung des Irak zu beteiligen.

Er sei ein Fehler, den Irakern nicht umgehend Zuständigkeiten zu übertragen oder ihnen die Wahl von Mitgliedern eines Gremiums zur Beratung der Besatzungsbehörden zu verweigern, sagte der Vorsitzende des Irakischen Nationalkongresses (INC) der Zeitung "Washington Post".

Angriffe gegen die US-Truppen im Irak werden zunehmen

Nach Einschätzung von Chalabi werden die Angriffe gegen die US-Truppen im Irak zunehmen, falls nicht unverzüglich ein entsprechender "politischer Prozess" eingeleitet werde. Dazu gehöre auch, ein irakisches Sicherheitskorps mit 25.000 Mitgliedern aufzustellen. Die irakischen Rekruten könnten von US-Soldaten ausgebildet werden und dem US-Zentralkommando (Centcom) unterstehen.

Chalabi in Joranien zu mehrjähriger Haft wegen Betrugs veruteilt

Chalabi hält sich derzeit in den USA auf, um dortige Entscheidungsträger für seine Pläne zur Neugestaltung des Irak zu gewinnen. Der von Washington unterstützte Chalabi war nach jahrzehntelangem Exil Mitte April in seine Heimat Irak zurückgekehrt und galt als möglicher Chef einer Übergangsregierung in Bagdad. In Jordanien war er nach dem Zusammenbruch eines von ihm geführten Bankhauses in den 80er Jahren wegen Betrugs in Abwesenheit zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt worden. (APA)

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