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London/Wien - Die Versprechungen der beteiligten Forscher sind groß: Ihre Erfindung würde die Kohlendioxid-Emissionen für die Produktion von Büropapier um bis zu 95 Prozent verringern. Und gegenüber dem bisher gängigen Recycling würde man immer noch 52 bis 79 Prozent Kohlendioxid pro Tonne Papier sparen, behauptet das deutsch-britische Wissenschafterteam.
Wie das gehen soll? Durch das Beschließen von bedrucktem Papier mit ultrakurzen Laserblitzen, die das Papier auf diese Weise wiederverwendbar machen. In den Worten der Erfinder: "Ein Entdrucken von Papier würde es erlauben, Papier zukünftig einfach wiederzuverwenden, statt es aufwändig zu recyceln, zu verbrennen oder in Deponien zu lagern" .
Durch die Laserblitze werden die Farbpigmente verdampft, ohne dass dabei das Papier Schaden nimmt. Nur im Elektronenmikroskop könne man geringe Veränderungen an den Zellulosefasern erkennen, schreiben die Erfinder um David Leal-Ayala (University of Cambridge) im britischen Fachblatt "Proceedings of the Royal Society A".
Am besten schnitten bei den Tests mit Büropapier, das mit einem handelsüblichen Laserdrucker bedruckt worden war, ultrakurze Blitze von nur wenigen Pikosekunden (also wenigen Billionstel Sekunden) im grünen sichtbaren Licht sowie im Infrarotbereich ab. Der grüne Laser habe das Papier nur ganz leicht vergilben lassen, aber dafür keinerlei Beschädigungen an den Fasern hinterlassen.
Das neue Verfahren würde nicht nur die Klimafolgen der Papierproduktion reduzieren. Es wäre auch schneller als herkömmliches Recycling. Bleibt die Frage nach den Kosten. Aber auch die scheinen überschaubar.
Um mit den drei Cent pro Blatt für Recyclingpapier mithalten zu können, dürfte ein solches Lasergerät maximal 16.800 Euro kosten, wenn es 50 Blätter pro Stunde bei einer Auslastung von nur 20 Prozent sieben Jahre lang "entdruckt". Das scheint machbar. Laut den Forschern würde bereits jetzt ein Prototyp nur rund 19.000 Euro kosten. Eine Serienproduktion würde selbstverständlich noch günstiger werden. (tasch/DER STANDARD, 15. 3. 2012)
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EUR 0,03 pro Blatt A4, also EUR 15 für ein 500er-Packerl? - Kaufen die ihr Büromaterial in 10-Blatt-Bündeln an der Tankstelle? Ich zahl dafür im Supermarkt 2,99 (inkl. 21% Ust), und zwar für normales neues, reinweißes Papier, nicht den kurzfasrigen wiederaufbereiteten Müll, der einem binnen kürzester Zeit den Drucker von innen so verstaubt, daß eine Komplettwartung fällig wird.
Ach ja, wirklich neu ist das auch nicht. Das gab's in den 90ern sogar schon mal zu kaufen. Soweit ich mich erinnern kann, damals von Kyocera. Was daraus wurde: nix. Noch eine teure Kiste mehr im Büro, die Platz und Strom braucht, bedient und gewartet werden muß. Solange keine globale Papierknappheit ausbricht, ist das in dieser Form zum Scheitern verurteilt...
Die Reissfeste Strumpfhose wird einen dicken Faden ahben, oder aus Kevlar statt Nylon sein - Teuer oder unbequem oder unschön. Kugelsichere Strumpfhosen brauchen auch nicht so viel Damen. Wasserstoffbetriebene Motoren gibt es, die braucht aber keiner, weil es keinen natürlichen freien Wasserstoff auf der Erde gibt. Man muß ihn unter höhem Energieaufwand erzeugen, da schickt man Methan oder Strom lieber direkt in einen passenden Motor.
Das mit der reißfesten Strumpfhose lernt man schon seit Jahrzehnten in jedem Betriebswirtschaftskurs. Über Nachteile brauchen Sie nicht zu spekulieren, denn inzwischen gibt es die vereinzelt wirklich zu kaufen.
Carbon wird meines Wissens nur in der F1 eingesetzt, kostet weniger und wird nicht im Massenmarkt verwendet, weil ohne Rost, das Geschäft einbricht.
Wasserstoff kann in sonnenreichen Gebieten mit Meerzugang billigst erzeugt werden. Nicht umsonst haben jetzt fast alle Autobauer vor Wasserstoffautos zu bauen.
Rost ist ein schlechtes Argument, weil die Stähle deutlich besser geworden sind und die Fahrzeugbleche heute kaum mehr ernsthaft rosten, u.a. auch, weil inzwischen meist ohnehin Alu verwendet wird. ;-)
Bei H2 ist übrigens weniger die Herstellung ein Problem als die vergleichsweise geringe Energiedichte, die fehlende Infrastruktur, und v.a. die Speicherung. Motortechnisch wär's jedenfalls kein Problem, im Prinzip wäre fast jeder Vergasermotor ohne große Umbauten wasserstofftauglich, aber der Tank ist ein echtes Problem.
Falls Sie tatsächlich eine billige Quelle für Carbonfaser haben sollten, lassen Sie es mich bitte wissen, ein befreundeter Unternehmer sucht nämlich schon seit Monaten nach einem preiswerten Lieferanten für größere Mengen.
...wieviel Ozon erzeugt das "Gerät".
Und was bedeutet "Farbpigmente verdampft"? In was verdampft?
"Das neue Verfahren würde nicht nur die Klimafolgen der Papierproduktion reduzieren. Es wäre auch schneller als herkömmliches Recycling. Bleibt die Frage nach den Kosten. Aber auch die scheinen überschaubar."
Dafür aber die Klimafolgen für die Lasererhitzung, die Energie für den Laser, die "Entsorgung" der Farbe in die Luft oder sonstwohin.
?? ein laser ist doch kein brennofen, den man aufheizt, das is ein kleines halbleiterbauteil wie eine LED, energieverbrauch normalerweise im milliWatt-bereich...
und die farbe wird normalerweise wohl verbrannt worden sein, halt MIT dem papier, was wohl kaum besser ist
...auf der Uni hat 2,5 kW Anschlusswert. (Das ist ein kleiner...)
Und ob man mit einem mW Laser irgendetwas löschen kann, sei bezweifelt.
Bei der Verbrennung kommt es auf die Temperatur an, was als Rückstand übrig bleibt. Also so "Wurst" ist das nicht, wie und wo. Beim Recycling wird übrigens gar nichts verbrannt ;-) sondern ausgewaschen.
Hatte mal einen batteriebetriebenen 100mW Laser, der sollte Luftballons zum Platzen bringen - vielfach hat er aber bloß die schwarze Bedruckung abgedampft, ohne den Luftballon zu zerstören. Die Leistungsaufnahme wird ca. bei 1,5W gelegen sein
Schwarzer Toner besteht nämlich hauptsächlich aus Kohlenstoff?
Ach so, Sie setzen das Papier 1500 Grad und 250 bar Druck aus, und dann kehren Sie den Diamantenstaub ein! (Schade, dass das Papier das nicht aushält...)
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