Die besten Köche laut Falstaff und Michelin

Silvio Nickol ist neuer Zweisterner im Guide Michelin "Main Cities of Europe"

Wie schon im Vorjahr setzte Verleger Wolfgang Rosam die Präsentation seines Falstaff-Gourmet-Guides heuer zeitgleich mit der Bekanntgabe der Michelin-Ergebnisse für die "Main Cities of Europe" an - was aber nichts als dem "reinen Zufall" zugeschrieben wird.

In dem Michelin-Sammelband sind neben den bereits aus den nationalen Guides bekannten Ergebnissen der europäischen Metropolen auch solche aus jenen wichtigen Städten vermerkt, die in keinem eigenen Michelin-Länderguide vorkommen.

Neben Salzburg und Wien betrifft dies auch gourmettechnisch exponiertere Lagen wie Kopenhagen. Nur so viel: Der international als bester Koch der Welt gefeierte René Redzepi und sein Restaurant Noma sind Michelin unverändert keinen dritten Stern wert.

Zwei Sterne für Nickol

In Österreich ist dafür mit dem aus Sachsen gebürtigen Silvio Nickol vom Wiener Palais Coburg ein neuer Zweisterner zu verzeichnen - bislang hatte Heinz Reitbauer vom Steirereck hier einsam die Stellung gehalten. 

Die Relevanz und Akkuratesse des Reifen-Guides wird freilich durch einige Pannen in Frage gestellt. So hält das vor Monaten in den Ausgleich geschlitterte Restaurant Novelli auch 2012 einen Stern, obwohl dessen kreativer Küchenchef Konstantin Filippou dort schon Anfang September 2011 gegangen ist. Dafür hat Prag mit Alcron und Degustation Bohême Bourgeoise nun zwei Sternerestaurants zu verzeichnen.

In Rosams Falstaff-Publikumsguide erreicht Nickol als Neueinsteiger ad hoc das höchste Voting (99) und zählt somit punktegleich mit den ebenfalls ausgezeichneten Kollegen Heinz Reitbauer, Lisl Wagner-Bacher samt Schwiegersohn Thomas Dorfer (Bacher, Mautern) und Roland Trettl (Ikarus, Salzburg) zu den "Österreich-Siegern" und somit zertifiziert besten Köchen des Landes. (Severin Corti, DER STANDARD, 14.3.2012)

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