Vier neue Professorinnen an TU Graz

  • Neue Professorinnen in Graz - Expertinnen aus den Bereichen Mechanik,
Mathematik, Elektrotechnik und Informatik.
    foto: apa/helmuth lunghammer/tu graz

    Neue Professorinnen in Graz - Expertinnen aus den Bereichen Mechanik, Mathematik, Elektrotechnik und Informatik.

Berufungen in Bereichen Mechanik, Mathematik, Elektrotechnik und Informatik - Auf sieben von 108 Lehrstühlen sitzen Frauen

Graz - Leichte Bewegungen in puncto Gleichstellung von Frauen und Männern sind an der Technische Universität Graz zu bemerken: Seit 2010 wurden vier Lehrstühle an Wissenschafterinnen vergeben. Sie sind Expertinnen aus den Bereichen Mechanik, Mathematik, Elektrotechnik und Informatik, hieß es am Mittwoch bei der Vorstellung der Wissenschafterinnen. Insgesamt zählt die TU Graz nun sieben berufene Professorinnen.

21 Prozent weibliche Studierende

Der Anteil von Frauen unter den Studierenden liegt an der TU Graz konstant bei rund 21 Prozent, beim gesamten wissenschaftlichen Personal bei etwa 20 Prozent. Unter den 108 Lehrstuhlinhabern fanden sich allerdings bis vor kurzem nur drei Frauen. "In den vergangenen zwei Jahren gelang es, gleich vier Frauen an Bord zu holen", zeigte sich TU-Rektor Harald Kainz erfreut.

Der chronologisch jüngste Zugang ist die Mathematikerin Mihyun Kang. Sie leitet seit Jahresbeginn das Institut für Optimierung und Diskrete Mathematik an der TU Graz. Kang hat in Korea und an der Berliner Humboldt-Universität studiert und in New York, Paris sowie Oxford geforscht. Karin Ellermann führt seit Sommer 2010 das Institut für Mechanik. Sie hat an der TU Hamburg Maschinenbau studiert, an der Cornell University New York ihren Master of Engineering absolviert und sich an der TU-Hamburg habilitiert, von wo sie nach Graz berufen wurde. Aus Ellermanns Sicht halten sich junge Frauen in ingenieurwissenschaftlichen Studien oftmals grundlos im Hintergrund. Sie rät ihren Geschlechtsgenossinnen zu mehr Selbstbewusstsein: "Eine Frau fällt im technischen Umfeld fast immer auf - das ist nicht immer einfach, kann aber durchaus auch Türen öffnen", schilderte sie ihre bisherigen Erfahrungen auf der universitären Karriereleiter.

Stefanie Lindstaedt hat an der TU Darmstadt und an der University of Colorado studiert und lehrt und forscht seit 2002 an der TU Graz. Seit Jahresbeginn ist die Mutter zweier kleiner Töchter Geschäftsführerin des Grazer Kompetenzzentrum für Wissensmanagement, "Know-Center", im Dezember 2011 wurde sie bereits zur Leiterin des TU-Instituts für Wissensmanagement berufen. Annette Mütze hat Elektrotechnik und Allgemeines Ingenieurwesen studiert und forschte an amerikanischen und britischen Universitäten. Seit Frühjahr 2010 führt sie das Grazer Institut für Elektrische Antriebstechnik und Maschinen. (APA, 14.3.2012)

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