Freundschaft, Genossen

Einserkastl | Renate Graber, 13. März 2012, 18:48

Im genossenschaftlichen Volksbankensektor läuft es derzeit nicht rasend rund

Im genossenschaftlichen Volksbankensektor läuft es derzeit nicht rasend rund. Der Steuerzahler muss das Spitzeninstitut ÖVAG auffangen, die Volksbanken konnten das leider nicht stemmen. Eine kleine Teilverstaatlichung halt, die sich aber sicher einmal auszahlen wird.

Denn erstens werden wir unsere Banken (Kommunalkredit: Ex-Kreditversicherungsanstalt mit Gemeindekredit-Abteilung; Hypo Kärnten - Ex-Bankomat mit Liechtenstein-Abteilung) lukrativ verkaufen. Und zweitens wird das Geschäft, das die Republik mit unseren PS-Kapitalspritzen für Banken macht, ein gutes Geschäft. Beides hat uns Ex-Finanzminister Josef Pröll versprochen. Er ist nun bei Raiffeisen, womit wir wieder bei Genossenschaften wären. Die sind im Trend, dank Uno ist 2012 das "Jahr der Genossenschaften".

Das ist fein. Wie sonst wüssten wir ÖVAG-Eigner, dass es im Genossenschaftsverband - dessen Chef ÖVAG-Aufsichtsratsboss ist und zur Rettung keine Silbe verlauten ließ - Leute gibt, die sprechen. Die Krise bewirke, dass "als Alternativweg" mehr Genossenschaften entstehen, erklärt via orf.at ein Verbandssprecher. Eine praktische Alternative: Die Volksbanken-Genossenschafter müssen zur ÖVAG-Rettung nichts beitragen; das verdanken sie einer Raiffeisen-Chefintervention.Übrigens: Immer öfter sollen sich auch Berater in Genossenschaften zusammentun. Wetten, dass uns allen bald Hocheggers und so gehören? (Renate Graber, DER STANDARD, 14.3.2012)

warum wird im titel suggeriert, die spö hätte was mit den volksbanken zu tun?

diese manipulation nennt sich dann wohl "ausgewogenheit".

ja ja, die pösen Banken, die Spekulanten,

so tönt es laut von zwei besonderen politischen Experten (die anderen halten sich wenigstens weniger dreist zurück). Und jetzt im eigenen Politkonstrukt die Bank ohne Publikums-Einlagen, die spekuliert hat auf Teufel komm raus und natürlich einfährt....

Küss die Hand, Genossin Rudas
Freundschaft, Genosse Faymann,

sie haben verlässlich den glaubhaften Weitblick.

@site ... Sie drehen wieder einmal kräftig

an der Rundumschlagorgel, aber mit einem haben Sie völlig recht: die Kommunalkredit ist der Prototyp einer völlig verpolitisierten, ruinösen Ökonomie.

Mit günstigen Kommunalkrediten wird uns vorgegaukelt, die Öffentlichkeit sei sparsam. Diese Billiggeldflut verleitet zu Sinnlosprojekten - also zahlen wir zum ersten mal.
Mit konservative Mitteln (EURIBOR ..) sind die Kredite niemals refinanzierbar - also zahlten wir zum zweiten mal.
So weit so blöd.

Aber, sie treten auch noch als Versicherer giftiger Kredite auf - und diesmal blechen wir uns ARM.

Ihre Aufzählung des Beirates unten (das wusste ich nicht) - ein Horrorkabinett. Unfassbar.

p.s. Einserkastln sollen aufwühlen? Und das hat dieses? GRA kann das gut, IMO.

Entbehrlich

ist dieser Kommentar weil er versucht den Mist einer tief schwarzen genossenschaftlichen Bank in sozialdemokratische Schuhe zu schieben. Offenbar ist dem Kommentator der Unterschied zwischen Genossenschaftern und Genossen nicht klar oder er will ihn nicht wahrhaben und es ist böse Absicht.

Die Zahlungen und Haftungen für Österreichische Banken betrugen Ende 2010 laut Bundesrechnungsabschluss 2010 des Rechnungshofes 27,7 (!) Mrd. Euro (insgesamt haftet der Bund bereits für 130 (!) Mrd. Schulden). Aktuell (2012) dürften es nun rd. 30 Mrd. sein.

Hinzu kommen Zahlungen (rd. 3 Mrd.) und Haftungen für diverse Rettungspakete (ESM, usw.) von Pleitestaaten in der Höhe von über 30 Mrd.

Hinzu kommen 280-290 Mrd. Staatsschulden (inkl. ausgelagerter).

Hinzu kommen über 300 Mrd., die österreichische Banken an größtenteils Pleitestaaten verliehen haben.

Hinzu kommen noch rd. 450 Mrd. Schulden von privaten Haushalten und Unternehmen.

Freundschaft Genossen, der Pumpkapitalismus ist zu Ende.

Nachtrag:

Nicht Einserkastln, sondern vor allem der Frage nachgehen, ob nicht der Miteigentümer: Gemeindebund (Mödlhammer) und die Mitglieder des Beirates (Gemeinden und Länder) die Kommunalkredit dazu gedrängt haben, profitable, aber hochriskante Kreditversicherungen abzuschließen, damit die 2357 (!) Gemeinden mit billigen Krediten versorgt werden können.

Billige Kredite für unnötige Prestigeprojekte und zur Sicherung der Macht von 2357 Dorfmonarchisten und 9 Landeskaisern.

was für ein inhaltsloser artikel???

wo ist die information in diesem artikel? sozusagen steht diesmal KA für 'keine Ahnung' - selbst in der rubrik 'Kommentare'.
und anspielend auf die letzte aussage bezüglich genossenschafter: ein nachschuss der genossenschafter gegen satzungen und gesetz wäre rechtlich so machbar gewesen wie einem telekom-KUNDEN eine korruptionsstrafe zukommen zu lassen.
bitte künftig wieder recherchieren und informieren - kommentare könnte man dem RAU überlassen...

seltsam

daß im artikel im zusammenhang mit der kk der hinweis auf eine dame fehlt, die in der fraglichen zeit am fraglichen ort sogar den posten der höchstverantwortlichen chefin bekleidete und heute ministerin ist. klar, andere bankenpleiten sind ebenso ärgerlich und für den steuerzahler teuer, wiewohl die kk auch hier alle anderen abhängt, aber von den betreffenden pleitiers bekleidet wenigstens niemand ein ministeramt.

Verstaatlichung Kommunalkredit: Okt. 2008

Vorstand 2007:

Reinhard Platzer: 499.300 €, Pascal Becker: 259.900 Euro/a.

Claudia Schmid: von Juli 2004 bis 10.1.2007 im Vorstand. Gage 2006: 268.200 € + AR der dubiosen Zypern-Tochter

Staats- und Regierungskommissare (im Nebenjob):

FMA: Peter Braumüller, Wolfgang Nitsche, Heinrich Traumüller

BMF: Angelika Schlögel

Verantwortlich für BMF+FMA: KHG bis 2007

Mitglieder des Beirates (eine einzige Liste der Inkompetenz):

Karlheinz Kopf, Wolfgang Sobotka, Mödlhammer, Renate Brauner, Bernd Vögerle, Bernhard Felderer

GB 2007:

http://www.kommunalkredit.at/uploads/K... 910_DE.pdf

Alle gehören vor einen Untersuchungsausschuss, der u.a. klärt, wer für die fahrlässigen 13 Mrd. (!) CDS verantwortlich ist.

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