ÖVP-Fraktionsführer Werner Amon

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Werner Amon ist ÖVP-Fraktionsführer im Untersuchungsausschuss. Mitte März wurde bekannt, dass Amon von der Staatsanwaltschaft als Beschuldigter einvernommen werden soll. Die Staatsanwaltschaft beantragte deshalb die Auslieferung von Amon. Es wird gegen den Abgeordneten wegen des Verdachts der Geldwäsche ermittelt. In seiner Zeit als Generalsekretär des ÖVP-Arbeitnehmerbundes ÖAAB flossen 10.000 Euro von der Telekom über die Hochegger-Firma "Valora" an die ÖAAB-Zeitschrift "Freiheit". Die ÖVP sagt, dass damit eine Werbebeilage in der Zeitschrift geschaltet wurde, diese Werbeblätter sind allerdings nicht mehr auffindbar. "Die Vorwürfe sind absurd", sagte Amon. Der ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf bezeichnete den Geldwäscheverdacht als "Schweinerei" und stellt die These auf, dass die Staatsanwaltschaft ermittle, weil Amon die Einzeltätertheorie im Fall Kampusch angezweifelt hat. Die Staatsanwaltschaft weist das zurück. Der Wunsch nach der Einvernahme Amons sei vom Bundesamt für Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung (BAK) an die Staatsanwaltschaft herangetragen worden. Das BAK ist im Innenminsterium angesiedelt.

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