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Koblenz/Berlin (APA/AFP) - Mit einer Großrazzia in vier deutschen Bundesländern ist die Polizei am Dienstag gegen Rechtsextremisten vorgegangen. Bei dem Schlag gegen das als kriminelle Vereinigung eingestufte "Aktionsbüro Mittelrhein" wurden 24 Haftbefehle vollstreckt, wie die Ermittler in Koblenz mitteilten. Rund 300 Beamte durchsuchten 33 Häuser und Wohnungen in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Thüringen.
Die Haftbefehle gegen die 24 Männer, 19 aus Rheinland-Pfalz und fünf aus Nordrhein-Westfalen, hatte auf Antrag der Staatsanwaltschaft Koblenz zuvor eine Haftrichterin des zuständigen Amtsgerichts erlassen. Die dem "Aktionsbüro Mittelrhein" zugerechneten Rechtsextremen sollen Mitglieder der linken Szene ausspioniert und angegriffen haben.
Bei den Durchsuchungen wurden den Ermittlern zufolge große Mengen Beweismittel gefunden, darunter schriftliche Unterlagen und Datenträger. Insgesamt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen 33 Verdächtige im Alter zwischen 17 und 54 Jahren, unter anderem wegen Bildung oder Unterstützung des "Aktionsbüros Mittelrhein", gefährlicher Körperverletzung und schweren Landfriedensbruchs.
Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) wertete den Schlag gegen das "Aktionsbüro Mittelrhein" als Beleg, "dass wir dem rechten Sumpf konsequent Paroli bieten". Es sei gelungen, "Drahtzieher der rechtsextremistischen Szene dingfest zu machen", erklärte er in Düsseldorf.
In der Debatte über ein neues Verbotsverfahren gegen die rechtsextreme NPD (Nationaldemokratische Partei Deutschlands) forderte die Linke unterdessen einen "demokratischen Allparteienkonsens" für ein Verbot. "Es liegt auf der Hand, dass die Führung der NPD mit den braunen Terroristen vernetzt war", erklärte die Linken-Bundesgeschäftsführerin Caren Lay in Berlin. "Die NPD ist nicht weniger als der legale Arm der braunen Zellen."
Zuvor hatte die ARD berichtet, die Zwickauer Neonazi-Gruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) habe offenbar engere Kontakte zur NPD-Führung unterhalten als angenommen. Der stellvertretende NPD-Bundesvorsitzende und Thüringer Landesvorsitzende Frank Schwerdt sagte der ARD, dass das mutmaßliche NSU-Mitglied Uwe Mundlos Ende der 90er Jahre mindestens ein Mal als Fahrer für ihn tätig war. Auf einem der ARD vorliegenden Foto vom 17. Jänner 1998 ist er außerdem mit der mutmaßlichen NSU-Terroristin Beate Zschäpe bei einer Demonstration in Erfurt zu sehen.
Schwerdt gilt demnach zudem als politischer Ziehvater des inhaftierten Ex-NPD-Funktionärs Ralf Wohlleben, der die Zelle mit einer Waffe versorgt haben soll. Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe sagte, bei den Ermittlungen zur Zwickauer Zelle seien "einzelne personelle Verbindungen" zwischen NSU und NPD festgestellt worden. Nach den bisherigen Erkenntnissen sei aber nicht davon auszugehen, dass der NSU ein militanter Arm der NPD gewesen sei. Das Neonazi-Trio Zschäpe, Mundlos und Uwe Böhnhardt wird für zehn Morde an Migranten und einer Polizistin in Deutschland verantwortlich gemacht.
Angesichts der Mordserie forderte der Bundesbeirat für Integration ein deutliches Signal gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Das Gremium trat in Berlin unter anderem für eine "entschlossene Aufklärung und Verfolgung" rechtsextremer und rechtsterroristischer Straftaten ein. Fehler der Strafverfolgungsbehörden im Zusammenhang mit der Mordserie der Zwickauer Zelle müssten aufgedeckt werden.
(APA, 13.3.2012)
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Offenbar rechtsextreme Täter hinter Attacke auf Anwälte
Münchner Gericht weist die am 6. Mai eingebrachten Befangenheitsanträge zurück
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Verfahren über Mordserie in Deutschland wird am Dienstag fortgesetzt
Vorurteilsbeladen und mit Scheuklappen ermittelt
Am Oberlandesgericht München begann am Montag der NSU-Prozess. Gleich zu Beginn versuchten die Anwälte von Beate Zschäpe den vorsitzenden Richter Manfred Götzl für befangen zu erklären.
Um weitere Akten aus den Untersuchungsausschüssen einzusehen
Beate Zschäpe vor Gericht - Mutmaßliche Neonazis dürfen in Gerichtssaal - NSU soll neun Migranten und eine deutsche Polizistin
ermordet haben - Außerdem werden der Terrorgruppe zwei Sprengstoffanschläge in Köln und eine Serie von Banküberfällen zur Last gelegt
Wenn heute in München der NSU-Prozess startet, dann rückt auch der Richter des Mammutverfahrens in den Fokus
Wird der Antrag zugelassen, könnte das den Prozess um weitere drei Wochen verzögern
Abgeordneter Mahmut Tanal sieht "Verletzung des laizistischen Rechtsstaats"
500 Beamte zum Prozessauftakt am Montag im Einsatz
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Ex-NPD-Funktionär im Gefängnis offenbar mit Infos versorgt
Zum ersten Mal muss sich ein deutsches Gericht mit den mutmaßlichen Morden einer rechtsextremen Terrorzelle befassen. Als deren Kopf gilt Beate Zschäpe (38). Sie soll voll schuldfähig sein, will aber weiterhin schweigen
und da soll mir noch ein grüner kommen und sagen, dass dieses delikt nicht mehr zeitgemäß ist ... ^^
btw: das "braune haus" ... nennen die deren hauptquartier wirklich selbst so? warum nicht gleich "nougatschluchtenbox"?
Das delikt ist und war ein Konstrukt, um unliebsame "Herumlungerer" zu kriminalisieren. Gegen die braune Brut gibt es auf jeden Fall das Wiederbetätigungsgesetz - es muss nur angewendet werden. Und die Justiz muss auch anerkennen, dass rassistische Einzeltaten einen politischen Hintergrund haben.
sie haben ja eh reinrassige probleme
mundlos ist ein ...... name
zschäpe ist ein ...... name
(vermutete ethnien bitte reindenken)
und ihre kooperation mit polnischen und russischen nazis
spätestens jetzt hätt sich der führer tot gelacht.
roter baron
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