Wissenschafter fordern Verbot von Metall-Hüftimplantaten

13. März 2012, 11:20

Laut Analysen können bestimmte Implantate, bei denen Metall auf Metall gleitet, schädlich sein

London - Ein Verbot sogenannter Metall-auf-Metall-Hüftimplantate haben britische Wissenschaftler im renommierten Fachjournal "Lancet" gefordert.

Datenanalysen hätten eindeutig gezeigt, dass bestimmte Implantate, bei denen Metall auf Metall gleitet, schädlich sein könnten und häufiger als andere Varianten neue Hüftoperationen nach sich ziehen würden. Die Forscher forderten in "Lancet" auch, dass Medizinprodukte wie Implantate vor der Zulassung deutlich länger und besser geprüft werden.

Die Gelenkimplantate galten ursprünglich als besonders haltbar und vor allem für körperlich aktive Patienten geeignet. Daran gebe es aber bereits seit längerem Zweifel, hieß es in "Lancet".

Für die Studie der Forscher um Ashley Blom von der Universität Bristol waren Fälle aus einer Datenbank für England und Wales verglichen worden, in der mehr als 400.000 Hüftoperationen mit eingesetzten Implantaten aus den Jahren 2003 bis 2011 gespeichert sind. Mehr als 31.000 davon waren Metall-auf-Metall-Prothesen. (APA, 13.3.2012)

Also mir als Patient wärs ja lieber ein Implantat zu bekommen das dann nach fünf Jahren ersetzt werden muss als gar kein Implantat weil man auf jahrelangem Testwahn besteht. Güterabwägung.

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