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Die Agentur BBH heuerte 13 Freiwillige eines lokalen Obdachlosenheims an und stattete sie mit mobilen Hotspots, Visitenkarten und T-Shirts aus.
Eine US-amerikanische Marketing-Agentur hat sich für die "South by South West"-Konferenz (SXSW) ein besonders Projekt ausgedacht. Obdachlose aus Austin, Texas, wurden bis Montag engagiert, um mit mobilen WLAN-Hotspots Besuchern der Konferenz gegen Spenden kabellosen Internetzugang zu bieten. Doch die Aktion wurde scharf kritisiert.
"I'm Clarence, a 4G Hotspot"
Die Agentur BBH heuerte 13 Freiwillige eines lokalen Obdachlosenheims an und stattete sie mit mobilen Hotspots, Visitenkarten und T-Shirts aus, berichtet die New York Times. Auf den T-Shirts waren der Name des Trägers und Informationen zu den Zugangsdaten abzulesen, etwa "I'm Clarence, a 4G Hotspot." Jeder Teilnehmer erhielt 20 US-Dollar pro Tag sowie die Spenden der Nutzer.
Kritik
BBH nennt die Aktion "Homeless Hotspots" ein "wohltätiges Experiment". Mehrere Konferenzteilnehmer sehen darin jedoch eine Ausbeutung. Für Wired-Blogger war die Aktion wie aus einer "dunklen, satirischen Science-Fiction-Dystopie". Für Adam Hanft von der Beratungsfirma Hanft Projects war es zwar gut gemeint, doch die Kluft zwischen den Obdachlosen und den Konferenzteilnehmern sei diesen gar nicht bewusst.
Ein Verantwortlicher bei BBH verteidigt das Projekt, das nach dem Vorbild von Obdachlosenzeitungen entstanden sei. Man habe Obdachlosen damit die Chance geben wollen, auf ihre Situation aufmerksam zu machen und mit der "Mainstream-Gesellschaft" in Kontakt zu treten.
"Ehrliche Arbeit"
Beraten worden sei BBH dabei auch von den Leitern des Obdachlosenheims Front Steps, in dem die freiwilligen Helfer untergebracht sind. Dort sei man über die Kritik überrascht gewesen, zumal die Idee einen "unternehmerischen Geist" bei den Teilnehmenden geweckt habe. Keine Probleme scheinen auch die "WLAN-Hotspots" selbst damit zu haben. Clarence Jones berichtet, dass er nach dem Hurrikan Katrina obdachlos geworden sei. Ihm habe das Projekt ehrliche Arbeit und Bezahlung gebracht. (red, derStandard.at, 13.3.2012)
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Based on expert recommendations from our partner Front Steps, it was agreed at the outset that all participants in the Homeless Hotspots program would be guaranteed a minimum payment of $50 per day for a maximum of 5-6 hours’ work, an amount that exceeds Texas minimum wage. In addition, every single dollar donated to the program also goes to the participants, and supporters can continue to donate at homelesshotspots.org. The participants were paid a $20 cash stipend upfront for each day worked during the four-day program, but this was not their total pay."
http://bbh-labs.com/homeless-... rticipants
...fast alle schreiben von den 20$ pro Tag.
Nur im Idaho Statesman, gulli.com und den rte News wird richtig zitiert: "The company paid them $20 up front and a minimum of $50 a day for about six hours work, said Emma Cookson, chairwoman of BBH New York."
Das sieht für mich nicht mehr nach einem Missverständnis aus.
... Sind sie den rest ihres Lebens verschuldet? Ein system dass darauf aufbaut, die jungen möglichst schnell zu verschulden damit sie das den rest ihres Lebens abbarbeiten ist eindeutig eine bessere Lösung als unser Sozialsystem...ôO
naja diese Arbeit ist sehr erträglich und durchaus sinnstiftend, weil man ja in einem sozialen Kontext auftritt, also ein mehrwert für die Obdachlosen unabhängig vom Geldlohn ihrer Arbeit, dass sicher niedrig ist aber immerhin auch ein wahrnehmbarer Betrag!!!
so sozial wie man im Kapitalismus sein kann, glaub ich.
wäre ich obdachlos würde ich die 20$ nehmen und mich da hinstellen. wann hat man schon Gelegenheit bei solchen Leuten schnorren zu können. fraglich wie hoch die "Spenden" waren, war sicher alles gratis bei der Konferenz, da brauchst kein Geld mitnehmen. schnorren auf einem anderen niveau halt :)
Habe das interview in FOX verfolgt. Nur positive kommentare der obdachlosen. Und deren verdienst war gemaess gesetzlichem minimum wage von $ 50 pro tag.
Natuerlich hatten die veranstalter ihre publicity. Aber warum nicht ? So wurde beiden seiten geholfen. Hoffe bloss dass es auch in anderen US staedten und bei anderen veranstaltern/ promotern sich diese idee weiter verbreitet.
Vielleicht kam der eine oder andere mit einem HotSpot in Gespräch und es ergibt sich etwas. In den USA ist Obdachlosigkeit nicht gewählt wie bei den österreichischen Obdachlosen das oft der Fall ist. Weiters vergessen die meisten, dass sie die Spendengelder behalten können. Wenn Elend einen Namen und ein Gesicht hat, sowie nicht offensiv bettelt geben sicher einige etwas her.
Manche haben sich ausgesucht nicht zu arbeiten oder der Gesellschaft anzugehören. Österreich hat ein dermaßen dichtes soziales Netz, dass es nahezu unmöglich ist durch den Rost zu fallen, siehe Grundsicherung zu der jeder Bürger Österreichs Anspruch hätte.
In den USA sieht die Lage ganz anders aus.
Und ich denke, dass das keine Ausbeutung bedeutet sondern gut ist wieder mit Menschen zu agieren die NICHT arbeitslos noch arbeitslos sind
was soll denn das - wir coolen leuten mit viel geld müssen uns unsere tolle atmosphäre durch die anwesenheit von diesem abschaum stören lassen.
"weg mit denen ins obdachlosenheim - da muß man sie wenigstens nicht sehen" scheint das denken zu sein.
aber bei uns dürfens ja auch nicht mehr betteln - aus genau denselben gedanken heraus.
was man nicht sieht ist im eigenen kosmos nicht existent.
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