Töchterle: "Studien­gebühren sind für mich kein Mantra"

Chat | 13. März 2012, 09:08

Der Wissenschaftsminister zur Lage an den Universitäten, der STEOP und dem umstrittenen Café Rosa der ÖH

Erstmals seit der Einführung der Studiengebühren 2001 ist der Besuch einer Universität seit Anfang März für alle Studenten kostenlos. Der Verfassungsgerichtshof hat Teile der bisher gültigen Studiengebühren-Regelung aufgehoben, die Regierung konnte sich nicht rechtzeitig auf eine Neuregelung einigen. "Klare Regelungen in meinem Sinne scheiterten bisher am Widerstand der SPÖ, die meine Vorschläge nicht diskutieren wollte", verteidigte sich Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle am Dienstag im derStandard.at-Chat.

Auf die Frage von User "Chrash2k", warum Töchterle auf den Gebühren beharre, antwortete er: "Studienbeiträge sind für mich kein Mantra. Sie haben sich durch den Entscheid des Verfassungsgerichtshofs auf die Agenda gedrängt und sie lösen beileibe nicht alles."

User "Herr L" wollte vom Wissenschaftsminister wissen, ob es bei der neuen Studieneingangs- und Orientierungsphase (STEOP), gegen die sich Protest regt, Änderungen geben werde. "Die STEOP wird derzeit verschiedentlich evaluiert. Nach Vorliegen der Ergebnisse werde ich, falls Handlungs- oder Korrekturbedarf besteht, entsprechend vorgehen", sagte Töchterle.

Auch das Café Rosa wurde von den Usern thematisiert. Zuletzt wurde bekannt, dass das mit 400.000 Euro von der Hochschülerschaft an der Uni Wien geförderte Lokal schwer verschuldet sei. Töchterle ermahnte die Studierendenvertreter zu mehr Sorgfalt bei der Verwendung der Gelder: "Die ÖH ist in der Tat gefordert, ihre öffentlichen Gelder verantwortungsvoll zu verwalten."

Der User "Steak vom Milchlamm" outete sich als Fan Töchterles: "Ich könnte Sie mir als obersten Kopf der ÖVP vorstellen, was spricht dagegen?" Der Wissenschaftsminister antwortete mit einem Augenzwinkern: "Wir haben schon einen obersten Kopf, nämlich den Klubobmann."
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