Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Wien - Die bürgerliche Welt hat mit ihren selbstauferlegten Normen seit jeher zu kämpfen. Ehelicher Treuebruch gehört dabei zu den größten Verlockungen und zugleich gröbsten Verletzungen. Um die Figuren diesbezüglich einigermaßen schadlos zu halten, findet die vorsätzliche Lockerung der Sitten in Strauß' Operette Die Fledermaus in einem von Freunden gesteuerten, kontrollierten und damit auch halbwegs legitimierten Rahmen statt:
Gabriel von Eisenstein verfügt sich anstelle ins Gefängnis (wo er eine Haftstrafe absitzen soll) auf den Ball des Prinzen Orlovsky, um dort weibliche Bekanntschaften zu machen, während sich seine Gattin Rosalinde daheim zunächst ebenso einem anderen Herrn zuwendet. Die vom Junge-Burg-Ensemble in die Partywelt von heute verfrachtete Version (Orlovsky ist Milliardärssohn und hat "urviel Kohle" ) entledigt sich zuerst einmal des Ehestandes; Rosalinde und Gabriel " gehen miteinander". Am Plot ändert sich sonst nicht viel: Die schöne Unbekannte hinter der Maske auf Orlovskys Party, an der Gabriel Gefallen findet, ist auch hier schließlich eh dessen eigene Freundin.
Die Inszenierung Peter Raffalts und die sprühend agierenden Schauspieler halten sich den Operettenoldie und seine Ohrwürmer sonst aber eher vom Leib. Das schlägt sich nieder in witzig-nüchternen Dialogen, etwa beim Komplimentemachen: "Ich sing dir jetzt etwas Selbstgeschriebenes über deinen Körper vor." Oder als exzentrischer Dialekt ("Der got eh gli wieder"). Die schicken Sakkos stecken voller Mikrofone, in die, schnell herausgezogen, zur rechten Zeit hineingeschmachtet wird. Unfairerweise sind die Kostüme der Herren um einiges cooler als die der Damen: schwarze Latex- und Röhrenjeans mit Gold- und Silberapplikationen und tolle Jacketts versus bescheidene Varianten von Spitzenminikleidchen (Kostüme: Sabine Ebner). Im Gesamtbild mit den türkisblauen Schnäpsen, die auf den kleinen Go-go-Podesten (Bühne: Vincent Mesnaritsch) geschlürft werden, sieht das so aus wie ein Samstagabend in der Party-Location Babenberger Passage in Wien.
Marylin Manson (bzw. einer namens Zebo, der so
aussieht) steht mit seiner Gitarre in einer eigenen Go-go-Nische und gibt den
Fledermaus-Liedern ("Glücklich ist, wer vergisst ..." u. a.) neuen Sound
(Musik: Matthias Jakisic). Zusammen ergibt das ein süßes Singspiel, grobes
Vergnügen und unterm Strich eine eher semifreche "Raubkopie". (Margarete Affenzeller, DER STANDARD, 13.3.2012)
Martin Kusej entreißt mit der Trilogie "In Agonie" des Kroaten Miroslav Krleza ein Schlüsselwerk zum Verständnis des Ersten Weltkriegs dem Vergessen - Der Regisseur über die Modernität des Festwochen-Projekts
Nicht nur von Pappe: Der Burgtheater-Spielplan 2013/14
Mezzostar Cecilia Bartoli in "Norma" bei den Pfingstfestspielen in Salzburg
Johan Simons verzichtet auf Vertragsverlängerung
Peter Turrini gibt den Menschen, die um ihre Existenz kämpfen, eine Plattform. In "Aus Liebe" dürfen sie ihre Wut und ihre Ängste artikulieren.
Performancefestival zeigt überwiegend Österreich-Premieren
Richard Wagners "Walküre" an der Wiener Staatsoper mit Simon O'Neill, Camilla Nylund und Nina Stemme
Uraufführung von Julya Rabinowichs Asylwerberdrama "Tagfinsternis" durch Filmregisseur Markus Schleinzer
Pfiffig: "Der Revisor" von Nikolai Gogol ist in einer Neuübersetzung an den Kammerspielen in Linz zu sehen
Das Volkstheater in den Bezirken bringt "Shakespeares sämtliche Werke (leicht gekürzt)" an einem Abend
Wagners "Rheingold" an der Wiener Staatsoper. Franz Welser-Möst ließ ebenso prägnant wie packend musizieren
Georg Friedrich Händels Dramma per musica "Orlando" - Der ganze bunte Abend kommt nicht über ein paar sympathische Momente hinaus
Wojtek Klemms Interpretation von Sartres "Die schmutzigen Hände" enttäuscht in Graz als unentschlossener Abend mit Längen
Der neue Scala-Chef könnte möglicherweise bereits am 23. Mai bekanntgegeben werden
Der Gewinner des Retzhofer Dramapreises Ferdinand Schmalz im Gespräch mit seinem Vorgänger, Ewald Palmetshofer
Der Ukrainer gewann mit seinem Stück "Hohe Auflösung - Ein Objektleben für fünf Schauspieler" den internationalen Wettbewerb "Über Grenzen sprechen"
Das Stück von Autorin und Regisseurin Isabella Feimer bleibt unausgegoren
Sturminger folgt 2014 auf Barbara Bissmeier - In Perchtoldsdorf hat der Regisseur bereits dreimal inszeniert
TBA21 im Wiener Augarten: An Kaler zeigt Teil zwei von "On Orientations"
Uraufführung von Peter Androschs "Opernmaschine" im Linzer Musiktheater
Vitalspritze für Kleists "Michael Kohlhaas" im Rahmen der Jungen Burg im Vestibül
Das Wiener Haus verzichtete auf Teilnahme - Suche nach Namen für Auszeichnung läuft
Als Plädoyer für die Kraft der Umwälzung hat Dimiter Gotscheff Heiner Müllers Stück inszeniert
Luk Percevals "Hamlet" zu Gast in St. Pölten
Diktatur des Fitnesswahns: Juli Zehs "Corpus Delicti" im Theater Drachengasse
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.