Innenminister trotz Einreiseverbots bei UNO-Konferenz in Wien

12. März 2012, 17:52

Mohammad-Najjar spielte Schlüsselrolle bei Niederschlagung der Proteste 2009

Wien - Trotz Einreiseverbots der EU ist der iranische Innenminister Mostafa Mohammad-Najjar am Montag erneut auf Einladung des UN-Büros gegen Kriminalität und Drogenhandel (UNODC) bei einer Konferenz in Wien zu Gast. Das bestätigte ein UNO-Sprecher gegenüber der APA. Wer auf Einladung der UNO einreist, ist von der Visum-Sperre ausgenommen, da der Sitz der Vereinten Nationen als exterritoriales Gebiet gilt. Mohammed-Najjar war bereits im vergangenen Jahr zu einer Drogen-Konferenz nach Wien gereist.

Mohammad-Najjar leitet seit September 2009 das iranische Innenministerium und spielte eine Schlüsselrolle bei der gewaltsamen Niederschlagung der Proteste gegen das Regime nach den Parlamentswahlen. Er soll in den 1980er Jahren am Aufbau der Hisbollah im Libanon entscheidend mitgewirkt haben und wird mit der Planung mehrerer 1983 von der Hisbollah durchgeführten Attentate in Verbindung gebracht, darunter dem Anschlag auf den US-Stützpunkt in Beirut, bei dem 241 Soldaten getötet wurden. Erst Ende Jänner hatte die EU ihre Sanktionen gegen den Iran wegen seines umstrittenen Atomprogrammes verschärft und die Liste der mit Einreiseverboten und Kontensperren belegten Personen erweitert.

Die Aktivistengruppe "Stop the bomb" kritisierte den Besuch und forderte eine Stellungnahme der österreichischen Politik. "Wir erwarten uns klare Worte von Regierung und Opposition, wenn solch ein Schlächter trotz Einreiseverbot, das durch die UN-Bestimmungen umgangen wird, zum wiederholten Male nach Wien kommt", teilte die iran-kritische Organisation in einer Aussendung mit. Mohammed-Najjar sei als Direktor der iranischen Waffenproduktion unmittelbar für das Nuklear- und Raketenprogramm des Irans verantwortlich. (APA, 12.3.2012)

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11 Postings
Die UNO schon, aber wie kommt er zur UNO?

Doch wohl über österreichisches Staatsgebiet.

Also schwachsinniger geht es ja jetzt wohl wirklich nimmer!

Und da will die UNO noch ernst genommen werden?

Stichwort: Völkerbund

noch Schwachsinniger wäre wenn die Troll-poster bestimmen, welche Innenminister aus welche länder dürfen zu einem Schlichten UNO-Konferenz nach wien kommen.

Dann wäre die Tage der UNI im wien schön gezählt.

Eben die USA erteilen problemlos für Iranische Deligierten darunter Präsident Ahmadi Nejad Visum.
Nur die Trolls sind natürlich ansprichsvoller.

Wieso sollte Wien deswegen die Uni abhanden kommen?

Hab ich jetzt ehrlicherweise auch nicht ganz verstanden.

Vielleicht darf man nicht so ansprichsvoll sein!

"Stop the bomb"

ich weiß nicht was ich von dieser Gruppe halten soll.

Sie dürfen von ihr halten, was Sie wollen, aber gleichzeitig sollten Sie eingestehen, dass die Initiative in dieser Sache wohl Recht hat: Ein "Terroristen-Förderer" mit von Blut triefendem Lebenslauf, der nicht umsonst mit Einreiseverbot belegt ist, zu Gast in Wien ....

sie müssen in einer welt der zwerge leben,

wie vehält man sich menschen wie einen kissinger gegenüber, der mehr blut an seinen händen als viele diktatoren? wie schau man den mit diesen leuten aus? oder ist der kissinger ein ehrenmann?

Wer auf Einladung der UNO einreist, ist von der Visum-Sperre ausgenommen, da der Sitz der Vereinten Nationen als exterritoriales Gebiet gilt.

Wusste garnicht, dass die UnoCity einen eigenen Flughafen hat.

hey man did you ride a bycicle without a helmet?

der castro darf ja auch nach NY einreisen, aber dass ist wohl zu schwer für sie, sie armer

Österreich ist aufgrund seiner Mitgliedschaft zur UN und seiner Eigenschaft als UN-Sitz-Land völkerrechtlich verpflichtet, UN-Gästen freies Geleit vom Flughafen zur City zu gewähren.

Diese völkerrechtliche Verpflichtung ist älter als die EU und geht daher (auch deshalb) vor.

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