Sparpaket bedroht bis zu 10.000 Jobs

Gerald John, 12. März 2012, 18:48
  • Das Sparpaket bedroht 10.000 Jobs.
    foto: der standard/cremer

    Das Sparpaket bedroht 10.000 Jobs.

Die Budgetsanierung birgt unerwünschte Nebenwirkungen: Aufnahmestopp, Gehaltskürzungen und strengere Pensionsregeln

Wien - Das Sparpaket fußt auf Optimismus. Mögliche unerwünschte Nebenwirkungen werden in den Beipackzetteln zu den einzelnen Gesetzen kaum angesprochen. Keine gröberen Folgen am Arbeitsmarkt erwartet etwa das Sozialministerium von der Pensionsreform.

Ist die Zuversicht berechtigt? Zuletzt ist die Arbeitslosigkeit wegen der matten Konjunktur gestiegen - und Skeptiker glauben, dass die Budgetkonsolidierung diesen Trend verschärfen wird. 9000 bis 10.000 Arbeitsplätze werde das Sparpaket kosten, prognostiziert die Arbeiterkammer (AK), bis 2016 dürfte die Zahl der Beschäftigten nur um 110.000 statt 120.000 wachsen. Potenzielle Jobfresser im Überblick:

  • Aufnahmestopp Abgesehen von Lehrern, Polizisten, Justizbeamten und Zeitsoldaten will der Staat im öffentlichen Dienst über drei Jahre keine neuen Kräfte mehr einstellen. Bis 2016 sollen 4147 Posten wegfallen, das sind drei Prozent aller Planstellen im Bund.
  • Strengere Frühpension Wer in die Korridorpension, die reguläre Frühpension ab 62, will, braucht künftig 40 statt 37,5 Versicherungsjahre. Viele Jobs werden dadurch später frei - was, wie AMS-Chef Johannes Kopf glaubt, vor allem junge Arbeitssuchende spüren werden.
  • Eingeschränkte Invaliditätspension Höhere Arbeitslosigkeit erwartet die Gewerkschaft von der Lockerung des Tätigkeitsschutzes: Ungelernte Werktätige können erst ab 60 statt 57 Jahren in Invaliditätspension gehen, wenn sie zu ihrer angestammten Tätigkeit nicht mehr fähig sind. Von 17.723 neuen Invaliditätspensionisten 2010 nutzten 6635 Personen den Tätigkeitsschutz, darunter 2212 Bauern. Ein großer Teil der Betroffenen sei von Arbeitslosigkeit betroffen oder bedroht, warnt Bernhard Achitz, leitender Sekretär des ÖGB: Ohne Unterstützungsmaßnahmen würden diese Menschen noch früher versuchen, in die Pension zu flüchten - oder länger ohne Job dastehen. In Summe war über ein Drittel aller Invaliditätspensionisten zuvor arbeitslos.
  • Einkommensbremse 2,5 Milliarden will die Koalition sparen, in dem sie die jährliche Pensionserhöhung zweimal unter die Inflationsrate drückt, eine weitere Milliarde sollen die Beamten per Nullohnrunde beziehungsweise moderater Gehaltsanpas-sung bringen. Befürchtete Kehrseite: Weniger Einkommen bedeutet weniger Konsum und weniger Produktion und Jobs - vor allem, wenn Niedrigverdiener betroffen sind, die einen großen Teil ihrer Einkünfte wieder ausgeben.
  • Investitionskürzung Nachfrage und Beschäftigung dämpfen werden der 900 Millionen-Schnitt bei den ÖBB-Investitionen. Gleiches dräut durch die Kürzung der Förderungen (500 Millionen ab 2015) und der Ermessenausgaben der Ministerien (845 Millionen). Sind etwa Forschungsaufträge oder Sozialeinrichtungen betroffen, drohen direkt Jobs wegzufallen.

Weil mit geringerem Beschäftigungswachstum gewöhnlich auch der Drang auf den Arbeitsmarkt abnimmt, werden sich die verlorenen Jobs nicht eins zu eins in Arbeitslosen niederschlagen. Eine Faustregel rechnet mit der Hälfte - gemäß der AK-Prognose wären das 5000 zusätzliche Arbeitslose. Das Sozialministerium verspricht, mit 750 Millionen Euro für Qualifikation, Wiedereingliederungshilfen und andere Arbeitsmarktförderungen gegenzusteuern.

Markus Marterbauer, wirtschaftswissenschaftlicher Leiter der AK, fordert jedoch weitreichendere Maßnahmen - etwa Investitionen in soziale Dienstleistungen, die Jobs für junge Leute bringen: "Immerhin gibt es bereits jetzt um 50.000 Arbeitslose mehr als vor der Krise." (Gerald John, DER STANDARD, 13.3.2012)

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Die angeblichen 10.000 Jobs sind ein leises Säuseln....

..im Vergleich zu dem was passiert, wenn wir das Sparkapaket nicht duchziehen.

Ich brauche keinen Job,

sondern eine bezugsauszahlende Stelle. Warum sollte ich mehr Genierer als manche aus den Medien hinlänglich gegrassert und gestrasserten Personen haben? Ich will derzeit nicht das kranke System unterstützen - ich arbeite nicht!

Ich brauche keinen Job,

da wird so getan

als ob dadurch, dass der staat weniger geld ausgiebt, es zu einer verschlechterung der wirtschaftlichen gesamtsituation kommen würde.

das kann so nicht sein.

weil die geldmenge, die um umlauf ist, sich dadurch nicht verändert wenn der staat weniger ausgibt.

wenn der staat weniger ausgibt, bleibt den menschen mehr geld. ich wage zu behaupten, dass einzelne personen besser mit geld umgehen können, als der staat.

vielmehr ist es doch so, je höher die staatsquote ist, desto schlechter ist die situation für einzelne personen.

in ländern mit niedrigen quote, wie schweiz oder schweden, geht es den einzelnen besser, als in ländern mit einer hohen quote, wie zb griechenland, portugal usw.

Was Sie betreiben, ist aktive Realitätsverweigerung.

Schweden geht es besser - weil höhere Staatsquote

http://de.wikipedia.org/wiki/Staatsquote

Der Schweiz geht es besser - weil niedriegere Staatsquote (siehe link oben).

Logischer Schluss: die Höhe der Staatsquote hat mit "besser gehen" (was damit immer gemeint sein mag) nichts zu tun.

die staatsquote

zeigt auch den grad der entmündigung an. je höher diese quote ist, desto mehr wird jenen weggenommen, die das geld verdienen. jene, die das geld dringen brauch bekommen dann ein par brösel vom kuchen. der rest versickert im filz.

wo geht es der schweiz besser??vielleicht dem schweizer staat, dem einzelnen sicher nicht!!

die bürger müssen bis 65arbeiten,haben nur 4 wochen urlaub im jahr. ich, jahre alt, habe 7 wochen urlaub im jahr(5 wochen+1 woche(60%behinderung)+1woche(25jahre dienstzugehörigkeit)
bin diplomkrankenpfleger und 6 mal schon auf kur gewesen.krankenstand alle 6monate, sodass ich mit 55 gekündigt werde und meine abfertigung ca 40000euro bekommen.weiters eine arbeitslose von ca 1130 euro,1 jahr anspruch, durch krankenstand weitere 11 monate.dann leasing gehen,(wobei ich dazwischen noch 2xauf kur fahre). 6monate in europa,mit dem geld die miete+sozialversicherung(wohlgemerkt aber nicht pensionsversicherung)einzahle. 1500 euro einstiegsgehalt+zulagen. essen frei, da brauche ich wenn arbeite nichts zum essen kaufen.mit 62 dann in der pension.

das ist eine trittbrettfahrer einstellung

dass andere menschen hart arbeiten müssen, ist ihnen hoffentlich wenigstens klar. vor allem jene generationen, die nach uns kommen.

nach uns die sintflut.

jeder soll es sich richten, wie er kann. die jugend von heute gibt so ja eh so cool, urlaub, trampen, chillen, computerspielen und haufenweise sport. also das muss sie auch etwas leisten. ich kann nur dem investmentpunk recht geben.

?

"wenn der staat weniger ausgibt, bleibt den menschen mehr geld"

Ist das nicht ein Widerspruch in sich?

nein, durchaus nicht

weil die geldmenge ja immer die selbe ist. wenn der staat geld ausgibt, muss er es zuerst jemanden wegnehmen. dadurch bleibt jenen, die das geld erarbeiten weniger übrig.

der staat

nimmt seinen bürgern zuerst das geld weg - in form von steuern, abgaben, gebühren ...

oder er nimmt kredite auf, die vom steuerzahler zurückbezahlt werden müssen.

dieses geld wird dann verteilt. zum teil recht sinnlos. jedenfalls kann jeder einzelne mit seinem geld besser umgehen als der staat.

jedenfalls entscheidn dort ideologen, wohin die geldströme geleitet werden.

wenn ideologen so gut mit geld umgehen könnten, dann würde diese es in der realen wirtschaft bis in die spitzen von unternehmen schaffen.

so fristen ideologen ein klägliches dasein und sind auf runde tische im fernsehen angewiesen. einige schaffen es sogar bis zu einflüsterern von politikern. die kommen den steuerzahler aber sehr teuer.

"...In Summe war über ein Drittel aller Invaliditätspensionisten zuvor arbeitslos...."

Naja, bei den Arbeiterinnen sind es 80%(!) die aus einer jahrelangen Langzeit(!)arbeitslosigkeit kommen; bei den Arbeitern 72%. Die Zahlen sind einfach falsch. Die, die darüber reden oder schreiben sollten sich das Papier der Sozialpartner aus Bad Ischl durchlesen.
Ansonsten stimmt das; da wird offenbar das erste Mal im Ansatz systemisch gedacht.
Im Übrigen ist der Ausdruck "Sparpaket" falsch, es ist ein Belastungspaket, das einmal mehr Pensionisten, die nicht und nicht sterben wollen, trifft.

weitreichendere Maßnahmen

- den Komparativ find ich grauslich

"Sparpaket bedroht bis zu 10.000 Jobs"

Bitte nicht vergessen dass das alles Jobs sind die wir uns schon bisher nicht leisten hätten können, Jobs die es nur dank immer neuer Staatsschulden Schuldenbasis.

Nachhaltige Jobs müssen mehr erwirtschaften als sie kosten. Ja, auch im öffentlichen Sektor.

wir werden 's uns schon richten

mit freundschaftlich unterstützenden tätigkeiten, für die wir offiziell kein gehalt beziehen.
mit arbeitslosenunterstützung und aufbesserung durch geringfügige nebenher-jobs.

da können wir doch nur hoffen, dass der sommer ein richtiger wird, damit wir die donauinsel auch so richtig nutzen können;-)

Kurze Frage:

sind ärzte in landeskrankenhäuser nicht auch beamte?

oida den schaden von 25 jahren övp in der regierung werden wir in 100 jahren no immer net ausgebügelt haben.

bedenklich ist vielmehr

dass wir keine alternative zu unserer einheitspartei. die im wesentlichen sei 45 den staat lenkt.
österreich ist nicht wirklich eine demokratie. wir können weder einzelne abgeordnete wählen, noch können wir die verantwortlichen abwählen.

- sind seit 45 eigentlich alle nazis weg...?
Schön wär's.

und das

bringts auf den punkt.
nach wie vor ultra-gültig:

http://www.youtube.com/watch?v=-vU9E1yqnZ4

mir ist das alles schnurzegal!

8 jahre 3 monate und 23 tage, dann bin ich 55 jahre alt. und dann höre ich auf zu arbeiten. 6monate thailand und 6 monate in europa arbeitslose beziehen oder vielleicht ein wenig im altersheim arbeiten.
mit 62 bin ich dann weg. das war immer mein ziel. und niemand wird den anders breivik des sozialsystems aufhalten können! niemand!!!!

sich mit dem irren aus norwegen zu vergleichen - egal wie auch immer - ist entbehrlich

anders breivik!!!

der mann ist nicht irre. er wusste genau, was er tat. die tat war irre und furchtbar. die planung sicher nicht!!!!! die entschlossenheit, war genauso wie die planung schlichtweg genial!!!! die tat selber ein wahnsinn. nicht verzeihbar. von der entschlossenheit kann man in anderen berufen daraus nur lernen.
mich kann niemand stoppen. mit 55 bin ich draussen aus dem berufsleben und in asien. mit 62 in der pension. wenn man nur ein ziel vor augen hat und sich nicht ablenken lässt, dann kann man alles erreichen. das hat uns der liebe anders ja auch gezeigt!!!!

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