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Vom Wetter gezaust: Bergveteran Kurt Diemberger.
Salzburg - Es gibt da eine Formulierung, die kann Kurt Diemberger im Zusammenhang mit seinem Namen so gar nicht leiden: "Bitte schreib net, der einzige noch lebende Erstbesteiger von zwei Achttausendern." Für ihn klinge das "noch" so, "als wär es bald aus mit mir".
Also, ohne "noch": Kurt Diemberger hat zwei der 14 Achttausender erstbestiegen, 1957 mit einer Salzburger Expedition den Broad Peak (8051 m) und 1960 mit einer Schweizer Expedition den Dhaulagiri (8167 m). Neben Diemberger ist die Erstbesteigung zweier Achttausendern nur Hermann Buhl - Nanga Parbat und Broad Peak - gelungen. Hermann Buhl ist im Juni 1957 an der Chogolisa nach einem Wechtenbruch tödlich verunglückt. Diemberger feiert am Freitag seinen 80. Geburtstag.
Es hätte freilich auch ganz anders kommen können. Auf der Chogolisa im pakistanischen Karakorum 1957 etwa, als Diemberger nur wenige Schritte hinter Buhl war und plötzlich der Boden zitterte: Eine große Wechte war gebrochen und riss Buhl mit in die Tiefe. Buhls Leichnam ist bis heute unauffindbar.Oder 1986, als Diemberger gemeinsam mit seiner Partnerin Julie Tullis und anderen Bergsteigern tagelang von einem Sturm auf dem K2 auf rund 8300 Meter Höhe festgehalten wurde. Tullis starb an Erschöpfung, Diemberger konnte sich gemeinsam mit dem Oberösterreicher Willi Bauer ins Tal retten. Mehrerer abgefrorene Finger an seiner rechten Hand zeugen bis heute von den dramatischen Ereignissen im " schwarzen Sommer" auf dem K2.
"Schaumrolle"
Dass der in Villach Geborene aber überhaupt zur Himalaya-Legende mit rund 30 Expeditionen werden konnte, verdankt er einem alpinistischen Husarenstück in den Alpen. 1956 gelang Diemberger mit zwei weiteren Bergsteigern die Durchsteigung der "Schaumrolle" genannten Riesenwechte über der Nordwand der Königspitze in der Ortlergruppe. Die rund 25 Meter über den Abgrund hinausragende Wechte ist längst dem Klimawandel zum Opfer gefallen.
Für den heute in Salzburg und in der Nähe von Bologna lebenden Diemberger aber war sie damals der Schlüssel zum Expeditionsbergsteigen und zum Berufsbergsteigertum. Hermann Buhl sei nach der Durchsteigung der "Schaumrolle" auf ihn aufmerksam geworden und habe ihn dann zum Broad Peak mitgenommen, errinnert sich Diemberger.
Und auf dem Broad Peak schrieb er dann mit Buhl, Marcus Schmuck und Fritz Wintersteller Alpingeschichte. Statt der bis dahin üblichen Materialschlacht an den höchsten Bergen der Welt wurde erstmals ein Achttausender im " Westalpenstil" ohne künstlichen Sauerstoff oder Hochträger bezwungen. Eine Novität war übrigens auch die Dhaulagiri-Unternehmung. Zum ersten Mal wurde ein Gletscherflugzeug für den Materialtransport verwendet. Trotz dieses Erfolges und trotz der Erstbesteigung des Dhaulagiri drei Jahre später arbeitete der promovierte Betriebswirt noch bis Ende der 1960er-Jahre als Handelslehrer in Salzburg. Erst zehn Jahre nach dem Broad Peak konnte Diemberger darangehen, seinen Lebensunterhalt mit Büchern, Vorträgen und als Kameramann bei Expeditionen zu bestreiten. (Thomas Neuhold, DER STANDARD, 13.3.2012)
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Warum werden die höchsten Berge der Welt mal mit den Ortsnamen (Kangchendzönga, Lhotse, Makalu, Cho Oyu, Dhaulagiri I, Manaslu, Nanga Parbat, Annapurna I, Gasherbrum II und Shishapangma) und einige mit englischen/westlichen Namen bezeichnet ( Mount Everest, K2, Hidden Peak, Broad Peak)?
Danke.
Das wird er schon getan haben - nur Diemberger, der sich nicht "wenige Schritte hinter Buhl" befand, sondern, auf dem Rückweg befindlich, ein gutes Stück voraus war, hat davon im Schneesturm nichts mitbekommen... Merke: Keine Situation kann dramatisch genug sein, als dass sie nicht journalistischer Ausschmückung bedürfte, stimmt's, Herr Neuhold?
genauso wenig finden sie mich bei schlagenden verbindungen. oder aber auch bei leuten, die immer glauben, sich und der welt etwas beweisen zu müssen, etwas "besonderes" "leisten" zu müssen.
ein vernünftiger mensch sucht sich spätestens, nachdem neben ihm der erste zu tode gestürzt ist, ein anderes betätigungsfeld als "aufi muaß i" - wenn er nicht schon vorher erkannt hat, dass das ein sinnentleertes unterfangen ist.
adrenalinjunkies sind eben nicht anderes als junkies. ob sie jetzt an der nadel hängen, oder am berg am seil, das macht wenig unterschied. ungesund ist beides in höchsten maßen und die wenigsten werden dabei so alt wie der herr jubilar...
Aber die Aussage, daß er keinen Tätigkeiten nachgehe, bei denen regelmäßig seine Begleiter abkratzen, spricht eigentlich nur dafür, daß er keinen übertriebenen Thanatos mit sich herumschleppt, sondern daß ihm Lebenserhaltung ein Anliegen ist.
Ich kenne auch, in denen begeisterte Motorradfahrer ihre Maschinen weggegeben haben, nachdedem es im Freundeskreis einen tödlichen Unfall gegeben hat.
Manche Leute haben eben diese Einstellung nicht, und das wird wohl fürs (lebenslange) Extrembergsteigen dazugehören.
aber die meldung "leichen pflastern seinen weg" spricht für sich selbst.
und lebenserhaltung kann man sehen wie man will - die meisten sterben im bett und jeder legt sich ohne grauen zum schlafen (oder was auch immer...) ins bett.
das leben ist das einzige das garantiert tödlich ist aber das will ja niemand hören... unsere gesellschaft beschäftigt sich mit dem natürlichsten in der welt halt nicht gerne...
ist ein saublödes "Argument".
Schlafen ist ein physiologisches Grundbedürfnis, also unvermeidlich (Schlafentzug ist eine gute Sache, um jemand in den Wahnsinn oder in sonstige ernstliche gesundheitliche Probleme zu treiben!), Bergsteigen ist das jedoch nicht.
sollte nur ein hinweis sein das alles im leben relativ ist und die leute die glauben andere verurteilen zu können weil sie nicht gleich ticken wie sie...
und der spruch "leichen pflastern seinen weg" ist ein ziemlich klarer sager und das hat kaum was mit toleranz, freiheit, selbstbestimmung etc. zu tun...
aber ist mir auch klar das jeder buchstabe verschwendet ist...
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