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Mailand/Wien - Im Irak sollen Dutzende Jugendliche gesteinigt oder totgeprügelt worden sein, weil sie Anhänger der aus den USA importierten Jugendkulturbewegung "Emo" sind. Verantwortlich dafür seien schiitische Schlägertrupps, die sich "Brigaden des Zorns" nennen, schrieb die italienische Zeitung "Corriere della Sera" am Sonntag.
Ärzte bestätigen Berichte
Offizielle Stellen in Bagdad wiesen einen entsprechende Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zurück, doch Ärzte und Menschenrechtsaktivisten bestätigten ihn. Demnach seien in den vergangenen drei Wochen in zwei Spitäler der irakischen Hauptstadt mindestens 14 Leichen von Jugendlichen eingeliefert worden, die Spuren brutaler Gewalt aufwiesen. Sie hatten tiefe Wunden, wie sie durch Steine oder Stöcke hervorgerufen werden.
Radikale gegen "schmutzige Gewohnheiten"
Das "Vergehen" der Opfer: Sie hörten "Emo"-Musik, kleideten sich im "Emo"-Stil und trugen entsprechende Frisuren. Schiitische Radikale hatten in Flugblättern an die "obszönen" Burschen und Mädchen die Warnung gerichtet, innerhalb von vier Tagen ihre "schmutzigen Gewohnheiten" aufzugeben. Andernfalls werde sie die Strafe Gottes durch die Hand der Mujaheddin ereilen. Zudem soll es "schwarze Listen" geben, auf denen die Namen der "sündigen" Teenager verzeichnet sind.
Die "Emo"-Mode hatte auch den Zorn des irakischen Innenministeriums erregt, das deren Anhänger mit "Satanisten" verglich. Beamte wurden in Schulen geschickt, um "Schuldige" ausfindig zu machen. Radikale Schiiten nahmen dies zum Anlass, Jagd auf "Emos" zu machen. Die Zahl der Todesopfer soll sehr hoch sein.
Das wird allerdings von den irakischen Behörden zurückgewiesen, die überhaupt die Existenz einer Mordserie am "Emos" bestreiten. Der "Corriere"-Autor wies jedoch auf Erklärungen hoher schiitischer Geistlicher hin, die die Gläubigen dazu aufriefen, der Gewalt zu entsagen.
"Plage für die Gesellschaft"
Ein Sprechers des radikalen Schiitenführers Moqtada al-Sadr nannte die "Emos" "verrückt" und eine "Plage für die Gesellschaft". Das Problem müsse jedoch auf legalem Weg gelöst werden. Ein Berater des einflussreichen Ayatollah Ali al-Sistani verurteilte die Morde an den Jugendlichen und verglich sie mit "Terrorakten". (APA, 11.3.2012)
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Seit wir dem Irak die Demokratie, Afghanistan das Frauenrecht, Libyen den Zivilschutz gebracht haben und unsere humanitäre Hilfe nun Syrien bringen, bin ich am raten, was wir wohl dem Iran bringen werden.
Amerikanische Jugendkultur.
Ja, das ist gut. Das lässt sich verwerten. Pro Juventute. Für die Jugend. Für die Zukunft. Für den Iran.
Also noch immer kein Hinweis was wir dem Iran bringen :-(
Steinigungen im Irak finde ich voll demokratisch.
Da lungern irgendwo ein paar Emos herum, um die sich eine Mehrheit bildet, die mit den Emos einen Beschluss zur Abstimmung bringen, der dann umgesetzt wird.
Unterm Saddam hätt's das nicht gegeben.
israel hat auch ein islamistenproblem. wünschst du nun der israelischen führung auch "genug zeit, um das islamistenproblem zu lösen"? ich will gar nicht wissen, was du unter lösung verstehst. so oder so - dein kommentar ist eher der spiegel einer in österreich vorherrschenden mentalität, als irgendwas problem- oder gar lösungsnahes.
Seitdem Saddam weg ist, ist alles bestens. Das muss man nur positive sehen: alles nicht irakisch-muslimische ist verboten und die Christen werden verfolgt.
Das muss positiv sein, denn dafuer haben wir vor Jahren gegroelt: weg mit dem Saddam, lass andere morden. Das ist auch geschehen.
Statt den 400-600 politischen Toten pro Jahr in den letzten Jahren von Saddam (Amnesty International) gibt es nur ein zig-faches. Frauen und Christen leiden am meisten.
Der Iran hat die Kontrolle im Land erreicht.
Also freuen wir uns ueber den neuen Irak: er ist genauso geworden wie ich vorausgesagt habe.
Das ist aber noch lange nicht alles.
http://www.heise.de/tp/blogs/8/151583
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