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vergrößern 500x279Mit 220 Meter Höhe wird der DC Tower 1 auf der Wiener Donauplatte das höchste Bauwerk Österreichs werden. Mitte 2013 soll er fertiggestellt sein.

Baut hoch hinaus: Domique Perrault.
Der französische Architekt Dominique Perrault baut in Wien das höchste Gebäude Österreichs. Über die Herausforderungen der Donau-City und die Funktion der beiden zukünftigen Türme sprach er mit Maik Novotny.
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Wien - Für die noch unbebauten Teile der Donauplatte entwarf der französische Architekt Dominique Perrault den Masterplan, bestehend aus einer langen Terrasse zur Neuen Donau und den Zwillingstürmen der DC-Towers. Mit 220 Metern wird der zurzeit noch in Bau befindliche DC Tower 1 bei seiner Fertigstellung Mitte nächsten Jahres das höchste Gebäude Österreichs sein. Er wird den Millennium Tower um 18 Meter überragen. Der Baubeginn des zweiten Turms ist noch ungewiss. Heute, Samstag, wird Dominique Perrault auf dem Turn-On-Architekturfestival im Radiokulturhaus das Projekt vorstellen.
STANDARD: Donau-City hat es bis heute nicht geschafft, ein lebendiger urbaner Ort zu werden. Können die DC Towers das ändern?
Perrault: Die Straßenebene der Donau-City ist bis heute sehr unfreundlich und hat keine Verbindung zum Fluss. Dabei ist die Neue Donau und der Blick auf die Stadt hier das wichtigste Element. Als ich vor acht Jahren den Masterplan vorschlug, wollte ich eine besondere Skyline schaffen. Ganz einfach mit einer vertikalen Silhouette durch die Türme und einer horizontalen, einem funktionierenden Übergang zur Neuen Donau. Die Donau-City ist sehr hart, sehr mineralisch. Mit der Terrasse über die ganze Breite bringen wir ein weiches, landschaftliches Element hinein.
STANDARD: Die Donau-City ist berüchtigt für die heftigen Windböen zwischen den Hochhäusern. Werden Sie versuchen, hier gegenzusteuern?
Perrault: Wir arbeiten mit Windtunnelspezialisten zusammen, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Zwischen den beiden DC Towers werden wir Schirme aus Metallgewebe installieren, die gegen die Fallwinde schützen, damit man den Platz nutzen kann.
STANDARD: Warum war es so wichtig, dass der Turm das höchste Gebäude in Österreich wird?
Perrault: Das war ein langer Prozess. Wir haben uns mit dem Investor, der Stadt, meinen Wiener Partnern und Architekten wie Hans Hollein zusammengesetzt. Es gab Workshops in Wien und Paris. Ein Jahr lang haben wir Ideen entwickelt, Bauvolumen gedreht und geschoben, und allmählich ist die Form entstanden. Sozusagen am runden Tisch. In Paris wäre so etwas unmöglich.
STANDARD: Warum?
Perrault: Ein Workshop ist ideal, weil man das, was die Leute wollen, integrieren kann und man ihre Motive besser begreift. In Frankreich redet man immer nur mit dem Kunden oder mit der Stadt. Dann geht man nach Hause, ändert alles, und es fängt wieder von vorn an. Das dauert natürlich ewig. Wir arbeiten am Projekt Grand Paris, das jene Vororte besser an die Stadt anbinden soll, die einen sehr schlechten Ruf haben. Eine gemeinsame Metropole soll so entstehen. Aber man bekommt die Leute nicht an einen Tisch, man kommt nicht voran.
STANDARD: Warum bauen Sie zwei Türme?
Perrault: Ein einzelner Turm wäre ein stummer Solitär gewesen, zwei können einen Dialog führen. Und das Wichtigste: Sie bilden ein Tor. So ergibt sich für die Fußgänger automatisch ein eindeutiger Übergang von U-Bahn und Donau zur Donau-City. Das Haupttor des ganzen Gebiets. Wir können dort nicht mehr alles ändern, aber wir können eine Diversität hineinbringen.
STANDARD: Wird es diese Diversität in den Türmen selbst geben?
Perrault: Da ist ein ganz wichtiger Punkt. Im Turm 1 wird es ein Hotel mit 170 Zimmern geben, darüber Büros, ganz oben Apartments. Der zweite Turm umfasst nur Büros und Wohnungen. Die Mischung ist wichtig, um das städtische Leben zu verbessern, aber wir haben noch sehr wenige Erfahrungen in diesem Bereich. In Paris versuchen wir es, die Politik will es, aber es gibt sie noch nicht.
STANDARD: Warum nicht?
Perrault: Die Entwickler scheuen sich davor. Sie haben Angst, das Bauwerk nicht mehr so einfach weiterverkaufen zu können. Die Schwierigkeit ist, wie ein Investor verschiedene Nutzungen kontrollieren kann.
STANDARD: Gibt es für den zweiten Turm schon einen fixen Baubeginn?
Perrault: Bei Immobilien ist nie etwas fix. Aber ich bin zuversichtlich - ich bin ein optimistischer Architekt! Der zweite Turm ist sehr wichtig für die Skyline und als Symbol. (Maik Novotny, DER STANDARD, 10./11.3.2012)
DOMINIQUE PERRAULT (58), geboren in Clermont-Ferrand, gewann 1990 als unbekannter junger Architekt den Wettbewerb für die Pariser Nationalbibliothek. Seitdem ist er einer der führenden Architekten Frankreichs. In Österreich baute er 2002 das neue Rathaus von Innsbruck.
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...ich bilde mir ein, daß das ursprüngliche Konzept ein in 2 Teile gerissener Eisblock war. Daher die rhytmische Fassade. Hab das toll und spannend gefunden.
Jetzt finde ich es irrsinnig schade, daß die Fassade so dunkel wird. Ich muß zugeben, ich "fürchte" ein wenig das Ergebnis. Die 2 dunkeln Türme werden immer zu sehen sein, immer gleich markant. Mit einem etwas hellerem Glas wären abhängig von der Wettersituation viel spannendere Ansichten entstanden...
Ich weiß nur, dass ich mich dort in der Donau-City ziemlich unwohl fühle. Erinnert mich an eine Stadt der Roboter ohne wirkliches Leben. Weite Wege ohne Grünzeug und fast überall blast dieser Wind. Von Parkplatzmöglichkeiten will erst gar nicht sprechen.
Möchte dort weder Arbeiten noch eine Wohnung haben zum Glück muss ich dort nur liefern und darf dann wieder in flachers Wohngebiet wechseln.
Die Illustration ist per perspektivischer Verzerrung gestaltet. So sieht das in der Realität einfach nicht aus.
Wenn man an der Donau steht und auf den gerade im Bau befindlichen Stummel-Turm sieht, dann ergreift mich das Grauen. Eine graue zusammengestauchte Silhouette bilden die Gebäude der Platte. Kaum Raum zwischen den Gebäuden und davor eine an Slums erinnernde tote Freizeit/Gastronomie-Meile - die in der Architektur Illustration fehlt.
Die Ansage: "einem funktionierenden Übergang zur Neuen Donau." ist glatte Lüge. Sie wird es nie geben. Sie wurde von der Stadt an einen Gastronomiebetreiber überlassen, der sie als Copa Cagrana verwahrlosen lässt.
stimmt! und wie kreativ mögen doch die workshops mit dem "investor, den wiener partnern und hans hollein" gewesen sein. trotzdem hören wir jedes jahr den selben vortrag, die gleichen renderings. die ansage dass er auch der öffentliche raum zu seinem anliegen macht ist aber jetzt zusätzlich eine gefährliche drohung! in welchem jahrhundert leben wir eigentlich, daß wir uns alle jahre wieder diesen imperialen treppenwitz anschaun müssen!
ich weiss, viele hier finden die Dinger schirch, aber mir gefallen sie. Haben eine gewisse Eleganz IMO - vergleicht das mal mit Bausünden wie dem IZD-Tower und den Wohnblocks russischen Stils, die ebenfalls dort stehen, wo die Sozialisten ihren Architekturstil beinhart durchgepeitscht haben. Die Donauplatte ist auch haargenau der richtige Ort für solche Bauten.
Und ja, mir gefällt auch das Innsbrucker Rathaus und die Supermarktfilialen von Hrn. Perrault.
Es wäre wünschenswert wenn die beiden Türme nicht nur im kleinen Kreis dialogisieren, sondern auch ihre Nachbarn ein wenig einbeziehen. Das harmonische Gesamtbild kann ich nicht sehen. Holzbauers Andromeda Tower wird zusehens versteckt. Seidlers Hochaus Neue Donau könnte eine Seite des "Tores" sein, wird aber so eher entwertet. Schließlich geht es wieder darum dass sich Investor und Architekt ein Denkmal setzen. Auf's Gesamtbild schaut keiner.
Naja man kann zwar lauter Türme bauen und hoffen, dass es irgendwann gut aussieht, so wie in New York aber ich glaube nicht, dass das hier funktioniert. Man bräuchte eine Konzept die DC zu beleben das heist nicht nur Wohntürme für Millionäre und auch mehr Kultur ansiedeln. Zudem müsste man bei dem Wind schauen, wie man ihn abschottet, dass heist wenn man schon Türme baut, dann mit einem Vorteil. Die Türme könnten auch so positioniert werden, dass man einen Wall gegen den Wind hat.
Allgemein fehlt es was das Aussehen anbelangt an Konzept, wenn man schon wirkliche Wolkenkratzer haben will, muss man sich auch überlegen wie man das System wieterfürht und nicht einfach nur die UNO-City "zukasteln". Wenn Hochbau, dann eine ganze Hochbauvision
die donau city nicht funkt ist schlichtweg nonsens. es gab zu beginn der bauten keinen masterplan, landschaftsplaner waren nicht richtig involviert und bezüglich der städteplaner sag ich lieber mal nichts. sonst bleibts nicht jugendfrei.
die architektonischen ideen waren nut teilweise gut - und wie bereits erwähnt - vorallem eines:nicht aufeinander abgestimmt. das kann nur mist werden.
was hr perrault und kollegen retten konnten wurde getan und wird hoffentlich auch so umgesetzt.
teilweise müsste man ganze hochhäuser wieder abreissen möchte man ein wirklich lebenswertes konzept auf die beine stellen.
alle die sich aufregen:bei der nächsten wahl mehr nachdenken, außer ihr wählts eh schon die grünen. dann bleibt nur frust oder pragmatismus
Es gab vor Baubeginn in den 90ern sehr wohl einen Masterplan (Krischanitz & Neumann), mit sehr guten Konzepten. Nur wurde er seitens der Stadt nach Investoren-Intervention torpediert und nicht umgesetzt. Mit bekanntem Ergebiss.
Perrault's neuer Masterplan ist ein Witz. Zugeschnitten auf seine 2 Hochhäuser, der Rest ist im Prinzip nur die Sünden (fehlende Stadtplanung) und den jetztigen Bestand nachzuvollziehen. Ich empfehle Perraults Konsept auch wirklich durchzulesen. Lustige vertikale Silhouetten aufzuzeichnen ist einfach kein taugliches Mittel zur Stadt- und Raumplanung.
Aber ich will gar nicht auf Perrault oder andere Architekten hinhacken - im Prinzip ist es ein Versagen der Stadt und ihrer Behörden, insbesondere MA21 & MA18.
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