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Seidenspinnen der Gattung Nephila zählen zu den größten Spinnen, die - anders als Vogelspinnen - noch ein Netz weben. Ihr Faden ist so stabil, dass Nephilas schon dabei beobachtet werden konnten, wie sie kleine Vögel in ihren Netzen fingen. Für Bioniker ist Nephila-Seide daher besonders interessant - aber nicht nur: In jüngster Zeit hat man sich dem Material auch von künstlerischer Seite her zugewandt.
Das folgende Video zeigt das Resultat der Forschungen Shigeyoshi Osakis von der Nara Medical University in Japan. Er hat eine Geige mit Saiten aus Spinnenfäden bespannt. Ob das Material tatsächlich zu einer "besonderen Klangfarbe" geführt hat, müssen Sie selbst beurteilen - auf jeden Fall klingt es sehr viel besser als das Gekratze der Spinne Thekla aus der "Biene Maja"-Serie.
--> Bild der Wissenschaft: "Forscher geigt auf Spinnenseide"
300 Tiere waren im Einsatz, um Osaki mit ausreichend Faden zu versorgen. Das ist allerdings gar nichts gegen den Aufwand, den das Künstlerpaar Simon Peers und Nicholas Godley vor kurzem betrieb: Die beiden stellten ein prunkvolles Cape aus Spinnenseide her. Mehr als eine Million Spinnen - ebenfalls der Gattung Nephila - waren dafür jeweils für eine Arbeitsstunde am Produzieren, ehe sie wieder in den Dschungel entlassen wurden.
--> derStandard.at/Lifestyle: Ein Goldcape aus Spinnenfäden
(red, derStandard.at, 9.3.2012)
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