Griechenland schmälerte Gewinn bei direktanlage.at

9. März 2012, 13:27

Salzburg - Schwierige Rahmenbedingungen an den Finanzmärkten und eine 3,3 Mio. Euro teure Abschreibung von Griechenland-Anleihen schmälerten 2011 den Gewinn der direktanlage.at. Das Ergebnis vor Steuern sank von 9,055 Mio. Euro auf 5,042 Mio. Euro, teilte Vorstandsvorsitzender Ernst Huber am Freitag bei einem Pressegespräch zur Präsentation der Bilanz mit: "Das ist kein schlechtes Ergebnis, aber weniger, als wir uns zu Beginn des Jahres erhofft hatten."

Für 2012 ist Huber zuversichtlich, wieder an die Rekordergebnisse der Vorjahre anzuschließen. Insgesamt sei das vergangene Jahr trotz eines schwierigen Umfelds gut gelaufen. Die Zahl der Kunden erhöhte sich um fünf Prozent auf 62.056. Das Kundenportfolio verringerte sich von 3,714 Mrd. Euro auf 3,310 Mrd. Euro. Der Großteil - rund 600 Mio. Euro - sind ein kursbedingtes Minus, sagte Huber. Die Nettomittelzuflüsse bezifferte er auf 193 Mio. Euro. Die Bilanzsumme erhöhte sich von 565,5 Mio. Euro auf 622,9 Mio. Euro. Die Zahl der Transaktionen sank um 94.000 auf 1.048.000.

Negativ auf den heimischen Markt habe sich die Steuer auf Kursgewinne ausgewirkt, sagte Huber. "Wir haben derzeit in Wien ein nicht allzu kapitalmarktfreundliches Umfeld", beklagte der Bankenmanager. Das habe auch schlechte Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft. Auch bei direktanlage.at sei die Zahl der Aktientransaktionen an der Wiener Börse gesunken, beobachtet Huber.

Die Griechenland-Abschreibung bezeichnete Huber als "Lehrgeld". Man habe fünf Mio. Euro in Griechenland investiert gehabt und hätte diese Papiere vor einem Jahr mit einem Verlust von 200.000 bis 300.000 Euro verkaufen können. Doch man habe der Politik vertraut und die Papiere gehalten. "Das ist uns zum ersten Mal in 15 Jahren passiert. Da ist auch bei uns sehr viel Vertrauen in die Politik verloren gegangen", meinte Huber. Insgesamt sei der zur UniCredit gehörende Discountbroker sehr konservativ veranlagt. Man habe keine Papiere aus Portugal oder Spanien im Depot.

Für das laufende Jahr rechnet Huber mit positiven Aussichten. "Wir wollen 2.500 neue Kunden gewinnen und rund 200 Mio. Euro an Nettomittelzuflüssen", sagte Huber. Ein Ergebnis vor Steuern von 8,5 Mio. Euro nannte er für 2012 als Ziel. Die ersten Monate seien jedenfalls recht positiv gelaufen: Es seien 60 Mio. Euro an Nettomitteln dazugekommen. direktanlage.at konnte seit Jahresbeginn 500 neue Kunden gewinnen.(APA, derStandard.at, 9.3.2012)

apropos griechen

ich brauch' wieder mottenkugeln.

(jetzt ist bald wieder die zeit dieser schadinsekten)

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