Christian Petz entwickelt Küchenlinie für Wein & Co

9. März 2012, 12:05
  • Die legendäre Fischsuppe vom Holy Moly wird es ab jetzt auch bei Wein & Co geben.
    foto: herbert lehmann

    Die legendäre Fischsuppe vom Holy Moly wird es ab jetzt auch bei Wein & Co geben.

"Wichtig ist, was auf dem Teller liegt, nicht das Drumherum" - Ab sofort gibt Christian Petz die Küchenlinie für die Wein & Co-Bars vor - Martin Kammlander-Löwe wird am Herd stehen

Ab sofort zeichnet Christian Petz für die Küchenlinie der Wein & Co-Bars verantwortlich. Die Bar-Spezialitäten sollen alle zwei Monate neu auf die jeweilige Saison und auf Weinthemen abgestimmt werden.

Von der Fischsuppe über Gewürzlachs mit Passionsfruchtvinaigrette bis hin zu Currykutteln mit Schneckenkipferln, sollen die Petz-Häppchen für die hohe Qualität der Speisen bei Wein & Co sorgen. Mittags wird es eine kleine Auswahl unter dem Titel "Petz4Lunch" geben, abends ein größeres Programm - "Petzab18". Dabei soll kein Gericht in bartauglicher Portionsgröße mehr als zehn Euro kosten.

Verzicht auf Schnickschnack

Petz' Engagement im Wein & Co ist zugleich ein Abschied vom ehemaligen Haubenrestaurant mit weißen Tischtüchern und Silbergedeck in der Dependance in der Jasomirgottstraße, im Flaggschiff in der Mariahilfer Straße und in einigen Monaten in allen Wiener Barfilialen. Wein & Co-Chef Heinz Kammerer: "International geht der Trend schon stark in diese Richtung. Zu viel Schnickschnack ist weder in der Küche noch im Service gefragt." Mit Christian Petz, der diese Linie mit seinem Holy Moly am dem Badeschiff zelebriert, hat er einen kongenialen Partner gefunden.

Petz geht es spätestens seit seinem Abschied als Küchenchef im Coburg 2008 nicht mehr um Hauben: "Wichtig ist, was auf dem Teller liegt, nicht das Drumherum. Es geht um zufriedene Gäste, nicht um die Eitelkeit der Köche. Furore machen heutzutage die, die aufs Zeremoniell pfeifen." Petz wird weiterhin auf dem Badeschiff kochen und nicht täglich in den Wein & Co-Bars anzutreffen sein. Weshalb für die Umsetzung der neuen Küchenlinie ein ehemaliger Weggefährte engagiert wurde: Martin Kammlander-Löwe, mit Vestibül- und Palais Coburg-Küchenerfahrung, zuletzt auf dem Badeschiff und in der Hermesvillatätig tätig.

Tauschgeschäfte

Der für seine Weinaffinität bekannte Petz holt sich seinerseits von Wein & Co Kompetenz ins Holy Moly. Die Gäste können sich in Zukunft aus eigenen Weinschränken mit Flaschen zum üblichen Shop-Preis bedienen, ein Stoppelgeld von 14 Euro wird aufgeschlagen. Rund 30 Weine aus dem Wein & Co-Sortiment soll es anfangs geben, bei Erfolg ist eine Erweiterung angedacht. (red, derStandard.at, 9.3.2012)

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13 Postings

hat dieser küchenchef nicht grad erst beim artner angefangen?

endlich wieder ein Artikel über Christian Petz!

...das rechnet sich auch bei einer 5 Euro-Flasche!

Immerhin kriegt man in einem Lokal dieser Kategorie unter 20 Euro kaum eine Bouteille - und das ist man auch in den unteren Preisregionen somit günstig unterwegs.

also 14 euro zusätzlich zu einer Weinflasche zum Wein&CoPreis ist ehrlich nicht viel. Das Holymoly ist bitte keine Absteige. Wer bei solche Preisen kneift, soll lieber ins Schnitzelland gehen.

Holymoly hin oder her

Für einen WR der steirischen Klassik oder eine Cuvée à la Sabathini oder Spiegel finde ich 20€ einen angemessenen Preis im Restaurant.
Mit dieser Kalkulation kommt z.b. der Welsch vom Polz auf 25€.
Das ist für mich kein angemessener Preis für einen Einstiegswein. Holymoly hin oder her.
PS.: Der Kommentar bezüglich Schnitzelland ist wohl als Verdauungsprodukt zu werten.

schon mal in einem restaurant gewesen?

Hab auf die Schneller Petzner gelesen... Würd Ihm besser stehen, der Job dem Stefan...

14 Euro Stoppelgeld ??!!

finde nur ich das etwas übertrieben ?

Nicht zu vergessen dass am Shop-Preis auch schon 100% Aufschlag drauf sein können.

Wollte ich auch grad posten.
Bei günstigeren Flaschen steigt man als Kunde sehr schlecht aus - zumindest müsste man das Stoppelgeld prozentuell vom Flaschenpreis berechnen.

netto sind es nur mehr 11,67 euro
6 gläser, wasser, wassergläser, nachschenken, etc.
kein geschenk aber ok.

bei einem welschriesling wird sich´s natürlich nicht rechnen aber ab den 20 euro weinen aufwärts ist das ein sehr guter deal für den gast...

Das ist aber der Punkt - fairerweise sollte das Stoppelgeld prozentuell berechnet werden.

Wieso prozentuell?

Der Aufwand im Service ist de facto derselbe, egal ob das eine 10 / 100 / ... EUR teure Flasche ist.

Und wenn sie die 14 EUR zu hoch finden, sie müssen ja das Angebot nicht nutzen / nicht hingehen.

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