Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
In Deutschland ist und bleibt das Leistungsschutzrecht für Presseverleger (LSR), das die schwarz-gelbe Koalition nun angehen will, umstritten. Es wäre das erste Gesetz, das wegen des Internets geschaffen wird, sagt Thore Barfuss vom Debattenmagazin The European und gibt im Deutschlandradio einen hörenswerten internationalen Überblick in Sachen LSR. Großbritannien, Irland, Australien, Bangladesch oder Indien haben demnach vergleichbare Gesetze, diese stammen aber weitgehend aus der Vorinternetzeit. Das Publishers Right in Großbritannien zum Beispiel betreffe nur die typografische Gestaltung und die Übernahme ganzer Zeitungsseiten, sagt Barfuss. In Finnland gebe es aber ähnliche Überlegungen wie in Deutschland.
VÖZ fordert "ähnliches Gesetz"
Und in Österreich? derStandard.at hat beim Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) nachgefragt.
"Auch der VÖZ kämpft seit geraumer Zeit um ein ähnliches Gesetz", heißt es in einer Stellungnahme von Gerald Grünberger. Der VÖZ-Geschäftsführer bedauert, dass sich "die realpolitische Umsetzung schwieriger als in Deutschland" erweise. "Die Bereitschaft, das Urheberrecht neuen Herausforderungen anzupassen ist in Deutschland insgesamt größer. Österreich ist auch bei der Umsetzung von EU-Vorgaben für den Urheberrechtschutz im Internet säumig", sagt Grünberger.
"Leistungen werden ausgebeutet"
Dabei sei laut VÖZ ein "effektiverer Schutz der Leistungen von Zeitungsverlagen vor so genannten News-Aggregatoren dringend erforderlich. Wenn Suchmaschinen Angebote schaffen, die statt eines Links wesentliche Teile der Zeitungsartikel auf der eigenen Seite anbieten - um mit diesen Inhalten eigene Werbeeinnahmen zu lukrieren - dann werden die Leistungen und der Kapitaleinsatz von Zeitungen und Magazinen auf unfaire Art und Weise ausgebeutet."
Laut VÖZ werden jährlich 300 Millionen Euro Werbeeinnahmen am heimischen Online-Werbemarkt generiert. Grünbergers Schätzungen zufolge geht die Hälfte davon an US-Internet-Riesen. "Schon alleine um die Wertschöpfung im Land zu halten, sollte es im Interesse des Gesetzgebers liegen, zu verhindern, dass ausländische Unternehmen heimischen Content ausbeuten", sagt der VÖZ-Chef. (Sabine Bürger, derStandard.at, 9.3.2012)
wer was ins internet stellt und sich dann beschwert, dass es anderswo verwendet wird, hat sowieso einen an der klatsche.
der beste schutz gegen news-aggregatoren ist ... überraschung, überraschung: einfach keinen content ins netz stellen.
wie bescheuert muss man sein, das nicht zu kapieren?
der greisler von nebenan legt seine erbsen ja auch nicht auf die straße, und wundert sich dann, wenn die tauben sie wegpicken.
oder:
vor der paywall. teaser für die aggregatoren.
hinter der paywall: volltext.
das könnten sogar die zeitungsrezepte für calibre.
vorteil für die anbieter: sie bringen den traffic auf ihre seiten, und spielen ihre paar adimpressions aus. und haben sogar noch ein körberlgeld aus dem abo.
Zu berücksichtigen ist auch, dass jeder seine Inhalte problemlos vom Indexieren durch Suchmaschinen ausschließen kann (mit robots.txt, auch für Google News gibt es entsprechende einfache Möglichkeiten).
Wenn die Zeitungen wollen, dass sie nicht mehr in Google News erscheinen, können sie das problemlos und ohne nennenswerten Aufwand erreichen (und trotzdem für die, welche die Adresse direkt eingeben, erreichbar bleiben).
Aber die Zeitungen wollen eben diesen zusätzlichen Traffic von Google News her, deshalb lassen sie sich bei Google nicht ausschließen. Nur wollen sie gleichzeitig darüber lamentieren. Das ist eine ziemlich verlogene Haltung.
betrifft das auch sites wie http://populr.de oder http://reddit.com wo bookmarks und social news gesammelt werden, oder nur googlenews und co? wie weit geht die definition eines news-aggregators?
Ja. Das wird üblicherweise bei so großen Kunden wie demStandard.at pauschaliert. Und weil das so ist, bringt derStandard.at auch fast jeden D*** von denen. Besser wärs, nur für die gebrachten Artikel zu bezahlen, was technisch kein Problem wäre. Aber die Nutzer hier finden anscheinend die daraus gewonnen Reichhaltigkeit attraktiv. Ist eben Einstellungssache ;)
Ein besseres und vor allem seriöseres Angebot und die Aggregatoren machen nur noch Werbung für euch - und nicht Konkurrenz.
Solange ihr aber nur alle "tapfer" von den Nachrichtenagenturen abschreibt bzw. aktive Volksverdummung betreibt, reicht die Zusammenfassung durch den Aggregator völlig.
- Nicht alles 1:1 kommentarlos übernehmen.
- Nicht immer nur von EINER Nachrichtenagentur die Meldungen zu einem Thema abdrucken.
- Mehr eigene Beiträge zu einem Thema.
- Öfters mal ein Interview führen, Kommentar abdrucken oder eben selber Journalisten zu einem Themenkomplex beschäftigen.
Usw. usf.
und wenn ich ein vollprogramm liefern will, dann geht es ohne agenturen eben nicht, vor allem bei internationalen themen.
üblicherweise folgen auf agenturmeldungen oder meldungen anderer medien ja eh eigene, tiefergehende geschichten.
Statt das sich nachrichtenanbieter selbst bemühen ihr onlineangebot attraktiv genug zu machen gehen sie gegen die, die sich bemühen in komplexen algorithmen das beste zu finden und den leuten zugänglich zu machen? Das internet ist frei, was ichvdort veröffentliche ist offen, wenn der newsaggregator die quelle nennt hat sich keiner aufzuregen... Und dass es möglich ist, selbst eine attraktive (trotz visuellem mangel ;) ) seite aufzuziehen, zu der tausede täglich pilgern zeigt wohl derstandard.at
da gehts ja auch um marktanteile und die macht am meinungsmarkt.
es muss ja kein medienhaus ein online-angebot stellen, aber ohne das wird es mittel- bis langfristig von der bildfläche verschwinden. und dergleichen angebote (nur) kostenpflichtig ins netz zu stellen... da ist es vermutlich schade um investiertes geld bzw. energie.
Die Wortspenden und Begehrlichkeiten dieses Vereins und seiner Vertreter strotzen vor Ignoranz.
Wenn man von Google & Co nicht indiziert werden möchte, so kann man das über (u.a.) den Quellcode der eigenen Portalseite entsprechend regeln. Dann wird man von Google auch nicht "gefunden".
Also: einfach die Haustechniker dazu anweisen und ihr Problem ist gelöst.
Wenn ich aber von Google gefunden werden möchte und das auch noch optimiere werde ich mich wohl oder übel mit den AGBs dieses Privatunternehmens, dessen Dienst ich aktiv und gratis in Anspruch nehme einverstanden erklären müssen.
Es braucht also kein Gesetzt und keinen Schutz. Einfach nur "Anti SEO Maßnahmen" einsetzen.
Innovation würde dem VÖZ besser tun als das Schreien nach Verboten.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.