Über ein Drittel der Beschäftigten schiebt Überstunden

9. März 2012, 10:28

14 Prozent leisten zwischen 40 und 45 Wochenstunden, zehn Prozent mehr als 45 Stunden

Wien - Die aktuelle Auswertung des Österreichischen Arbeitsklima Index zeigt, dass ein beträchtlicher Teil der heimischen Arbeitnehmer mehr als 40 Stunden in der Woche arbeitet. 14 Prozent der Beschäftigten leisten zwischen 40 und 45 Wochenstunden, zehn Prozent mehr als 45 Stunden. Das gab die Arbeiterkammer Oberösterreich am Freitag in einer Aussendung bekannt. Fast ein Drittel der Arbeitnehmer arbeitet mehr Stunden als vertraglich vereinbart.

Dieser Wert lag 2006 sogar bei 45 Prozent und ging während der Finanz- und Wirtschaftskrise bis auf 30 Prozent im Jahr 2009 zurück. 2011 stieg der Anteil jener Beschäftigten, die länger als vertraglich vereinbart arbeiten müssen, auf aktuell 32 Prozent an. Nur 48 Prozent der Beschäftigten, die regelmäßig mehr Stunden leisten müssen, sind mit ihrer Arbeitszeit zufrieden. 18 Prozent wünschen sich, dass weniger Arbeitsstunden vertraglich vereinbart werden, 35 Prozent wollen eine Aufstockung der vertraglichen Arbeitszeit auf ihre tatsächlich geleistete.

Vollzeitbeschäftigte arbeiten im Schnitt der Euroländer 39 Stunden pro Woche. In Österreich dauert eine Vollzeitwoche laut Arbeitsklima Index im Schnitt 41,9 Stunden. Im dritten Quartal 2011 wurden laut Eurostat 5,5 Millionen Überstunden in Österreich geleistet - und das zu knapp einem Viertel unbezahlt, kritisiert die AK. (red, derStandard.at, 9.3.2012)

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Überstunden - er neue Trick:

Sogenannte all-inklusive Verträge -
Für die untere Reige ein greul - der Druck ist größer, jederzeit bereit mal mehr zu arbeiten und wenns nicht passt weniger, aber kaum mehr Gehalt.
Keine zuschläge für mehr als 10 Stunden etc...
Und mal ehrlich - wer kann wirklich konzentriert länger als 10 Stunden durchgehend arbeiten ... (bitet keien Ausnahmen) die Masse sicher nicht

Überstunden

Ich sitze jetzt - an einem Sonntag - im Büro und lesen OnlineStandard.
Es ist ein Krampf mit den Überstunden schieben.
Wir Überstunden-Subsumierer nehmen den Arbeitslosen ihre Arbeit weg.

Gott sei Dank hat Arbeit nichts mit Leistung am Hut, sondern ist ein rein quantitativer Faktor.

ein drittel arbeitet mehr...

...und wie ich dachte: 2/3 faulenzen am rücken des einen drittels...

Na und?

Wenn der Job erfolgreich nur mit Überstunden getan werden kann, dann ist es mir ehrlich gesagt wurscht, wenn ich Überstunden mache - auch über längere Zeit. Am Ende des Jahres hat sich das bei mir noch immer gut ausgeglichen.

Wenn es sich ausgleicht, ist's ja auch total ok - nicht ok ist's für mich hingegen, wenn ich keinerlei Zeitausgleich bekomme und Mehrstunden daher tatsächliche Mehrstunden sind. Das kommt gar nicht mal so selten vor.

Der ganz normale Wahnsinn

Immer mehr werden für das gleiche Geld mehr arbeiten müssen und immer mehr werden erst gar nicht in den Genuss kommen das zu müssen, da arbeitslos oder erst gar nie in die Arbeitswelt reingekommen.

Das alles bei stets steil steigenden Steuern und Preisen. Das herrschende Geldsystem verlangt es so, das ist ein ehernes Gesetz. Wer sehen will, wie die Geschichte ausgeht, kann dies in Griechenland tun.

Was in Griechenland derzeit passiert ist aber noch lange nicht das Ende!

Laeuft ja alles noch irgendwie.

zumdindest der anfang vom ende

Anfang vom Ende

Und was im leben hat kein Ende!
Es kommt nicht auf das Wann an - sondern auf das Wie! Sterben in Schönheit ist allemal noch besser als ein langes - "gesundes" , braves - dahinvegetieren!
Lass uns heute leben - morgen kann's vorbei sein!
(Aber verlasse dich nicht darauf)

Richtig, weil noch jemand da ist der das bezahlen kann.

Wenn wir und Deutschland an der Reihe sind, wird das nicht mehr der Fall sein. Dann wird es einfach aus sein.

Das ist der große Unterschied.

wenn die krise richtig loslegt, werden das proletariat in seinem überlebenskampf nicht daran vorbeikommen, de produktionsmittel zu erobern, um für die versorgung zu produzieren. die alternative: verrecken.

produktionsmittel

In diesem Jahrhundert sind die "Produktionsmittel" in der Linie die (Aus)Bildung, und da tut sich das "Proletariat" etwas schwerer mit dem Erobern.
Sie wären aber frei zugänglich.

ich glaube sie sind aus versehen im falschen jahrhundert gelandet.

also ich habe den eindruck, dass ich ganz richtig bin.

ihr müssts euch nur gscheit bücken:
http://youtu.be/VsGTzRk7mzw

Kommen immer wieder vor, diese Überstunden. Ganz im Speziellen wenn die Fusballliveticker hier einmal früher beginnen. Da bleib ich lieber im Büro, sonst würd ich durch die Heimfahrt das spannende Tickervorspiel versäumen.

Überstunden so hoch besteuern, dass es sich nicht lohnt.......

....und die Arbeit auf mehr Menschen verteilen, dann gäbe es weniger Arbeitslosigkeit. Die einen schieben Überstunden, gewollt oder nicht, bezahlt oder unbezahlt, und die anderen bekommen keinen Job. Gleichzeitig klagen immer mehr ArbeitnehmerInnen über Überlastung und Burn Out - das ist doch absurd!

Arbeit verteilen

das sagen Sie dann dem Chirurgen, der Sie operieren soll. Er soll nach 40 Stunden - Zeitablauf während Ihrer, Operation gehen, den Rest macht dann der Pfelger - dem fehlen noch ein paar Stunden .
Arbeit ist bekanntlich beliebig teilbar und hat nichts mit Können zu tun. Sind sie Beamter?

Vom Chirurgen operiert zu werden, der seit 48 Stunden auf den Beinen ist, ist aber auch nicht so prickelnd ...

könnten Sie bitte den volkswirtschaftlichen Zusammenhang zwischen "weniger Überstunden" und "weniger Arbeitslosigkeit" näher erläutern?

und 100% ...

... der Selbständigen

wollt ich auch grad schreiben,...

aber unter den selbständigen sinds wohl eher vier drittel ;)

110% ...

ich schiebe

keine Überstunden ich schiebe eine ruhige Kugel

Schön! Und weiter?

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