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Was wollte dieser Polizist in Niederösterreich eigentlich mit seiner Suche nach einem möglichen Kind aus der Gefangenschaft und Folter von Natascha Kampusch beweisen? Warum war es ihm so wichtig, einen "Beweis" für sexuellen Missbrauch zu finden, "die ganze Wahrheit" an den Tag zu bringen, dass er sogar seine Suspendierung riskierte? Warum würde sich für gewisse Herren durch "bewiesene Sexual-Kontakte" die Rolle des Opfers verändern?
Missbrauch und Medien
In der Studie "Sex Crime in the News" untersuchten die Wissenschaftler Keith Soothill und Sylvia Walby für Großbritannien Gewaltverbrechen an Frauen und Mädchen, denen die größte Anzahl an Seiten in den meisten Zeitungen über den längsten Zeitraum hinweg gewidmet war. Soothill und Walby entdeckten, dass es in den drei größten Fällen der Medien um eine öffentliche Diskussion über die angebliche Zustimmung der betroffenen Frau zum Geschlechtsverkehr ging. Im "Paratrooper-Case" ging es um eine Soldatin, die sich in eine Baracke von Fallschirmspringern einschmuggeln ließ und von 13 Soldaten vergewaltigt wurde.
Für Österreich wurden in einem Zeitraum von 30 Jahren die Vergewaltigungen der Miss Vienna, Evelyn Rille, durch den Ex-Boxer Jolly Lang und von Monika Lundi durch ihren Schauspielerkollegen Burghard Driest am ausführlichsten in den Medien besprochen. Von beiden Frauen wurden Aktfotos publiziert.
Abgleitfläche Medien
"Mir wird richtig schlecht", sagte Natascha Kampusch im Fernsehinterview und griff sich an den Hals, als ihr "eine Liebesbeziehung" mit dem Täter Priklopil unterstellt wurde.
Warum ist es vielen Menschen so wichtig, auch bei ihr noch Jahre später von sexualisierten Formen von Missbrauch zu erfahren? Warum wird sie als "Lügnerin" angegriffen?
Dafür gibt es mehrere Gründe: Einerseits funktioniert die übliche (mediale) "Abgleitfläche", um Distanz zur Betroffenen zu erzeugen, über die sexuelle Schiene. Sprich: Sexuelle Gewalt bedeute zumindest einen Anteil von Sex, Lust und Freiwilligkeit - "Zustimmung" eben. Man kann sich von der Frau, die doch selber schuld sei, abwenden, ihre Erfahrung individualisieren.
Wer glaubt Missbrauchs-Opfern?
Doch warum werden diesmal so direkte Hassgefühle geäußert? Diese starken emotionalen Reaktionen haben wahrscheinlich mit eigener innerer Abwehr zu tun, denn viele wissen aus Erfahrung von sich und anderen, was Missbrauch bedeutet. Jedes dritte Mädchen, jeder zehnte Bub wird laut Statistiken Opfer von sexueller Gewalt in der Kindheit. Wie diese Zahlen sich inzwischen durch die Heimkinder-Recherchen und die Übergriffe im Umfeld der Kirche erhöht haben, weiß niemand. Viele Kinder machen die Erfahrung, wenn sie jemandem von seltsamen Situationen und Gefühlen berichten, dass ihnen nicht geglaubt wird, dass sie als "Lügner" dastehen. Sie internalisieren diesen Vorwurf.
Kampusch meinte im Fernseh-Interview noch, dass "Freiheitsberaubung schlimmer als Missbrauch" sei. Das ist sicher ein Punkt, den ihr viele nicht abnehmen und bei dem sie protestieren. Viele wissen sehr genau, wie zerstörerisch sexuelle Gewalt ist, während Freiheitsberaubung in unserer Gesellschaft institutionalisiert ist, siehe z. B. die Schubhaft für Kinder und Jugendliche.
Kampusch schaffte es glücklicherweise irgendwie - im Gegensatz zu vielen anderen, toten Opfern -, sich nicht brechen zu lassen und keinen Selbsthass zu entwickeln - wie anstrengend das war, kann man in ihrem Buch nachlesen. (Leserkommentar, Kerstin Kellermann, derStandard.at, 9.3.2012)
Autorin
Kerstin Kellermann ist freie Journalistin in Wien. Sie schrieb in Kooperation mit dem "Autonomen Notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen" die Studie "Ermordete und vergewaltigte Frauen und Mädchen in österreichischen Tageszeitungen" (BM für Frauenangelegenheiten und Familien-Ministerium/Abteilung Gewalt in der Familie), eine Inhaltsanalyse von 4000 Artikeln in Krone und Kurier über den Zeitraum von 30 Jahren. www.kerstinkellermann.com
3 versch. Staatsanwaltschaften haben bereits untersucht - sie unterstehen der schwarzen JMin.
Die Polizei hat jahrelang (oft fehlerhaft) ermittelt - sie untersteht der schwarzen IMin.
Amon misstraut allen Untersuchungen, die beiden zuständigen Frauen (seiner Partei!) unterstützen ihn direkt (IMin) oder schweigend (JMin).
Korruption: Die STA klagt, dass es kaum Personal für entscheidend wichtige Aktenbearbeitung hat (insg. nur 5!). Sie können nicht bearbeitet werden, es gilt daher die UV!
Hochkomplex, es geht um Abermillionen und um ein korruptes System.
Wo bleibt hier der Ruf nach unabhängige Überprüfung und personelle Unterstützung aus dem Ausland?
Schuld sind die Öer selber, die solches MA-Intrigantentum verteidigen.
auf jeden Fall wird er NEUE offenen Fragen erfinden ermüssen, wenn er noch etwas untersucht haben will. Noch einfacher wäre es natürlich, FAKTEN statt Vermutungen und grindigen Spekulationen zur Kenntnis zu nehmen.
Die FAKTEN sind soeben ONLINE gestellt.
Wer suchet, der findet - ganz UNTEN
Quelle BMI und STAATSANWALTSCHAFT Innsbruck
http://de.wikipedia.org/wiki/Nata... a_Kampusch
Dokumente der Evaluierungskommission
Gerichtliche Dokumente
Besserwissen genügt nicht mehr.
:-)
Wenn der U-Ausschuss verantwortungsvoll arbeitet, wird er eine Neuuntersuchung mit Beiziehung ausländischer Experten empfehlen.
Ich möchte mich nicht mit dem Gedanken anfreunden müssen, dass ein Mitwisser/Mittäter frei herumläuft.
Wenn Sie bei mir nachforschen lassen wollen: bitte, gerne. Ein paar Alltagsdelikte wie z.B. bisher unentdeckt gebliebene Geschwindigkeitsüberschreitungen werden sich schon finden.
Wenn Sie nicht genau wissen, was passiert ist - wieso wollen Sie dann trotzdem, dass alles ruhend gelassen wird?
wenn nicht das gewünschte ergebnis bei untersuchungen herauskommt, dieses ergebnis einfach ignoriert und behauptet wird, dass irgend etwas bewußt unterschlagen wurde, natürlich ohne den geringsten beweiß, wie das bei veschwörungstheorien halt so ist...
irgendwo gibt es sicher aufzeichnungen von irgendwelcher art, die man aus dem zusammenhang reisen kann-dann fertigt man einfach irgendwelche anschuldigen an bassierend auf diesen dingen und erzählt jedem in ihrem umfeld laufend davon bis sie jeder ihrer arbeitskollegen hasst, weil sie, obwohl ich und ein paar anderen menschen davon reden, sich dauernd in den mittelpunkt stellen obwohl sie überhaupt nix dazu tun.
wie das ihrer psyche zusetzt ist mir dann egal.
und daher - wer sonst, wenn nicht sie? - einen sehr guten Grund, solche Aussagen zu machen. Insofern man eine solche Aussage semantisch bzw. logisch für sinnvoll halten kann, tendiere ich persönlich zu vollkommener Übereinstimmung.
den Schauspieler Burghard Driest der Vergewaltigung zu beschuldigen.
Das Gerichtsverfahren Lundi gegen Driest endete nicht mit einem Schuldspruch wegen Vergewaltigung, sondern Driest wurde in einem minder schweren Fall wegen fahrlässiger Körperverletzung im Rahmen eines Streits zu 500 $ Geldstrafe verurteilt.
Driest ist sicher kein Guter und wurde 1966 wegen eines Banküberfalls in jungen Jahren schuldig gesprochen, aber ihm deshalb ohne Verurteilung eine mehr als 30 Jahre zurückliegende Vergewaltigung anzudichten, ist auch nicht gerade fein.
Noch ärger aber: Durch solche falsche Beschuldigungen macht Frau Kellermann tatsächliche Opfer von Vergewaltigungen unglaubwürdig.
1979/80 sorgte Monika Lundi für Aufsehen, als sie ihren Kollegen Burkhard Driest während eines Schauspielkurses in Santa Monica wegen Vergewaltigung anzeigte. "Ihr Vorwurf, Driest habe sie im Juli 1979 zum Sex gezwungen, überzeugte das Gericht nicht: Driest wurde (am 28. Juli 1980) lediglich zu einer Geldstrafe von 500 Dollar verurteilt - wegen Körperverletzung"
Für Vergewaltigungsopfer war es immer schon schwer, das Gericht "zu überzeugen".
den Fall besser als das Gericht beurteilen zu können. Auch wenn es Vergewaltigungsopfern schwer fällt, das Gericht zu überzeugen, so kann die Antwort darauf nicht sein, jemanden wegen einer Körperverletzung der Vergewaltigung zu bezichtigen.
aber ihr einziges kindliches Indiz die Frau Kampusch ist, so ist das allein schon ein Fall von paranoider Massenhysterie.
Die alte und gelegentlich etwas jüngere Männerriege, die da an's Werk geht, ist mir ob ihrer (von mir vermuteten) isexueller Orientierung selber sehr suspekt.
kann man eine einfache formulierung finden die erklaert, dass maenner nicht missbrauchen wollen, sondern es so beigebracht wird - auch: von frauen in einzelnen situationen, die meinen gleichberechtigung ist nur was fuer frauen... woher ja die neigung zu straftaten kommen zB wollte man automatisch das maenner fuer den staat im krieg sterben bis vor kurzem... daher finde ich kampusch aeusserungen logisch und einfach, einen gewinn! das man auf die innergesellschaftlichen hackordnungen nicht eingehen mag und daneben die erkenntnisse der soziologen als "befreiend" publiziert zeigt, dass dieses system jemand einsperren zu lassen und zu quaelen, damit die leute "befreit" werden der wissenschaft ueblich ist...
trotzdem jede dritte frau von missbrauch betroffen ist oder gerade deshalb. mainstream-dahergerede und bedingungslose akzeptanz der aussagen einer malträtierten persönlichkeit ist kein wertvoller beitrag zu diesem hochkomplexen thema.
A) hat niemand behauptet, dass "Frausein alleine für einen Beitrag zu diesem Thema reicht",
B) Welches (hochkomplexe) Thema bitte?
C) Werden wir als Frauen und auch als Männer hoffentlich nicht devot auf die Aussagen eines Menschen besonders achten, dem (seiner Meinung nach) nix passiert ist und der/die sich deshalb für gesund und befugt hält.
Sie unterstellen hier subtil, dass malträtierte Menschen lügen bzw. automatisch verzerrt denken.
D) Von Mainstream kann in einer immer mehr nach rechts driftenden Gesellschaft wie die österreichische keine Rede sein.
http://www.zeit.de/2012/11/A-Kampusch
Da steht alles drin, was man zu diesem Fall (nämlich der Herumspekuliererei) wissen muss/sollte.
Und bitte bei der Formulierung "... auf dem Weg zum Hinterbänkler" nicht vor Lachen vom Sessel fallen.
Die "Reporterrudel" und "die typisch österreichische Melange aus Behördenschlamperei, obrigkeitsstaatlicher Vertuschung und politischen Intrigen" sind eine Fusion eingegangen. Das Land - und das kann man wahrscheinlich nur von außen genau wahrnehmen - wird von dieser Krake immer mehr erdrückt.
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