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Bisher gingen Wissenschafter davon aus, dass die ersten Kontinentalgesteine vor rund vier Milliarden Jahren entstanden, indem ozeanische Urkruste durch plattentektonische Bewegungen im Erdmantel versank und in großen Tiefen schmolz. Nun aber haben aktuelle Untersuchungen von Geologen der Universitäten Bonn und Köln gezeigt, dass die Bildung der ersten Kontinentfragmente in viel geringeren Tiefen erfolgte und die Ausgangsgesteine wahrscheinlich nie versenkt worden sind.
Der Aufbau der Erde lässt sich mit einer Orange vergleichen: Die Erdkruste ist die äußerste Schale, die auf dem schwereren zähflüssigen Erdmantel schwimmt. Die 30 bis 40 Kilometer dicke Kruste der Kontinente bildet das Festland. Sie ist deutlich leichter als die dünnere ozeanische Kruste und ragt wegen ihrer geringen Dichte aus dem Erdmantel wie ein Eisberg aus dem Meer.
"Nach der gängigen Theorie hat sich die erste kontinentale Kruste dadurch gebildet, dass ozeanische Kruste in Plattenkollisionszonen tief in den Erdmantel abtauchte und in rund 100 Kilometern Tiefe teilweise aufschmolz. Diese Schmelzen sollen dann zur Erdoberfläche aufgestiegen sein und die ersten Kontinente gebildet haben", berichtet Thorsten Nagel vom Steinmann-Institut für Geowissenschaften der Universität Bonn, der Erstautor der Studie. Als Beleg für dieses Szenario galten bislang die mit rund 3,8 Milliarden Jahren ältesten auf der Erde erhaltenen Kontinentgesteine, die in Westgrönland gefunden wurden.
Die kontinentale Kruste entspricht in ihrer Zusammensetzung einer Schmelze, die entsteht, wenn 10 bis 30 Prozent der ozeanischen Kruste aufgeschmolzen sind. Die Konzentrationen der chemischen Hauptbestandteile in dem wieder erstarrten Gestein geben leider kaum Aufschluss über die Bildungstiefe der Schmelze. "Um die zu bestimmen, müsste man wissen, aus welchen Mineralen die in der Tiefe zurückgebliebenen 70 bis 90 Prozent der ozeanische Kruste bestanden", erklärt Carsten Münker vom Institut für Geologie und Mineralogie der Universität zu Köln.
Fenster zur Quelle kontinentaler Kruste
Die Bonn-Kölner Forscher untersuchten nun in den grönländischen Gesteinen verschiedene in äußerst geringen Konzentrationen auftretende Elemente. "Die Spurenelemente stellen für Geologen ein Fenster zu der Quelle kontinentaler Kruste dar", sagt Münker. "Mit ihrer Hilfe kann man die Minerale in dem Restgestein identifizieren, das in der Tiefe von der Schmelze zurückgelassen wurde."
Bevor die Gesteinsschmelze das Muttergestein verließ, herrschte zwischen ihr und den zurückbleibenden festen Mineralen ein reger Austausch von Spurenelementen. "Verschiedene Minerale teilen sich mit der Schmelze jedes Spurenelement auf charakteristische Weise. Das heißt, der Gehalt von Spurenelementen in der Schmelze stellt einen Fingerabdruck des zurückgebliebenen Restgesteins dar", erläutert Elis Hoffmann aus Bonn, Mitautor der Studie. Der Gehalt der ältesten Kontinentalgesteine an Spurenelementen erlaubt es somit den Geoforschern, mögliche Restgesteine hinsichtlich ihrer Minerale zu rekonstruieren und auf diese Weise zu bestimmen, in welchen Tiefen die kontinentale Kruste ihren Ursprung hat.
"Ausgeschwitzte" Kontinente
Die Wissenschafter berechneten am Computer für verschiedene Tiefen und Temperaturen die Zusammensetzungen von Restgesteinen und Schmelzen, die bei der teilweisen Aufschmelzung ozeanischer Kruste entstehen würden. Die für die Schmelze errechneten Werte verglichen sie dann mit den tatsächlichen Spurenelement-Gehalten in den ältesten kontinentalen Gesteinen. "Unsere Ergebnisse zeigen ein überraschendes Bild", berichtet Nagel. "Die ozeanische Kruste muss gar nicht in Tiefen von 100 Kilometer abtauchen, um Schmelzen zu bilden, aus der die Gesteine der ersten Kontinente entstanden." Nach den Berechnungen ist eine Tiefe von etwa 30 bis 40 Kilometern viel wahrscheinlicher.
Solche Mächtigkeiten kann die ozeanische Kruste im Archaikum durchaus gehabt haben. Die allmählich abkühlende Erde war vor rund vier Milliarden Jahren noch deutlich heißer als heute. In Verbindung mit anderen geologischen Prozessen wie Vulkanismus, Gebirgsbildung oder Wasserzufuhr könnte die ozeanische Urkruste die Kontinente direkt "ausgeschwitzt" haben. "Wir halten es für unwahrscheinlich, dass sich unsere Kontinente in Subduktionszonen gebildet haben. Ob es solche Versenkungszonen tektonischer Platten auf der frühen Erde überhaupt gab, steht somit wieder zur Debatte", führt der Bonner Geologe aus. (red)
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Oh, ich verstehe; jetzt wo Du es sagst!
Natürlich!
Um die positive Harmonieschwingung im Universum aufrecht zu erhalten müssen wir Dinge natürlich auch mit wohlklingenden Begriffen benamsen.
'Gondwana': Ganz schlechtes semiotisches Karma! Da kann nix d'raus werden.
'Galvania': Schon besser, weil viel melodischer, das Wort hat RESONANZ und FREQUENZ; darauf lässt sich aufbauen.
Ein anderes Beispiel (offTopic):
'Higgs-Boson': Pfui-gack! Klingt ja schon wie eine Magenverstimmung! Geht gar nicht...
'Heim' dagegen assoziiert schon vom Lautmalerischen her irgendwie etwas sanft Aufgeweichtes und liebevoll Vorgekautes; Das hat doch was, oder?
Aber ist es den neuesten Erkenntnissen nach nicht vor allem wichtig, auf welcher Tastaturseite sich die verwendeten Buchstaben befinden?
http://derstandard.at/133039067... eres-Image
Ich schweife hiermit endgültige in Offtopische ab, aber es ist z.B. evident, das ein Wort wir "Österreich", bei dem nur das "Ö" und halbwegs noch das "i" auf der rechten Tatsataturseite liegen, stark an Prägnanz gewönne, wenn es nicht nur gelegentlich wie "Ößtärräch" ausgesprochen, sondern auch so geschrieben würde.
Er liest "Erdkruste" und bastelt sich daraus "Hohlwelt", um sich ein bisschen polemisierend aufzuspielen, also eher die Art von im übrigen meist nicht sehr aufgeweckten Kindern, die um überhaupt wahrgenommen werden, auch negative Reaktionen provozieren. Das beweist allein die bei immer gleicher Stoßrichtung im Grunde uninspirierte Inhaltslosigkeit seiner Beiträge. higgs-w. hat realistisch nur die Alternative, als graue Maus unter ferner liefen zu posten oder halb unfreiwillig, halb kalkuliert als dummer August aufzutreten, Aufmerksamkeit zu erhaschen. Das hier zu äußern widerspricht an sich meiner besseren Einsicht, aber es muss doch mal gesagt werden.
Vielleicht könnte man ihm mit pädagogischer Geduld beibringen, Männchen zu machen.
Stimmt, obwohl sich derStandard im wesentlichen an die entsprechenden Presseaussendungen gehalten hat wird erst dann klar was eigentlich gemeint ist, wenn man den ganzen 'Geology'-Artikel liest:
http://rhodesit.min.uni-kiel.de/~pa/pub/n... _Nagel.pdf
(Manuskriptversion)
kenne Sie die Theorie, daß die Welt nur der Rücken einer großen, großen Schildkröte ist, die auf dem Rücken einer noch größeren Schildkröte steht, die wiederum auf dem Rücken einer noch größeren Schildkröte steht, die wiederum...
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