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Zwangsgedanken, veränderte Wahrnehmung, unkontrollierbares Verlangen, Schlaf- und Appetitlosigkeit - Symptome, die eine schwere Erkrankung vermuten lassen. Was dahinter steckt? Das einzigartige Gefühl von Verliebtheit.
Der Spruch "Liebe macht krank" scheint zu stimmen und findet in einer italienischen Studie auch seinen Beweis. Die Wissenschaftlerin Donatella Marazziti hat den Serotoninspiegel verliebter und zwangsneurotischer Menschen miteinander verglichen und herausgefunden, dass das Glückshormon beider Testgruppen etwa 40 Prozent unter dem Normalwert lag. Ihre Erklärung für diese Übereinstimmung: Verliebte befinden sich in einem Zustand, der einer Zwangsneurose ähnelt. Mindestens vier Stunden täglich, gaben die Probanden an, kreisten ihre Gedanken ausschließlich um das Objekt ihrer Begierde. Biochemisch betrachtet sind Verliebte also eigentlich psychisch krank. Marazziti kreierte den Begriff der "Mikroparanoia".
Diverse andere Studien haben gezeigt, dass die Hirnveränderungen bei der Entstehung einer Sucht mit den Veränderungen, die sich beim Eingehen einer neuen Partnerschaft ergeben, nahezu übereinstimmen. Tatsächlich benehmen sich verliebte Menschen so, als würden sie Kokain konsumieren. Verantwortlich dafür ist Dopamin, ein Botenstoff, der das Belohnungssystem verliebter Menschen regelrecht überflutet. Eine kleine Dosis vom angebeteten Menschen - eine SMS oder ein Anruf - genügt bereits, um in himmlische Sphären zu gelangen.
Lebensnotwenige Verliebtheit
"Verliebte sind nicht krank, denn ohne diesen biologischen Prozess könnte der Mensch gar nicht existieren", konstatiert Andreas Bartels, Neurobiologe am Max-Planck-Institut für Biologische Kybernetik in Tübingen. Das lebensnotwenige Phänomen, das sich dem menschlichen Willen vollkommen entzieht, wird über Hirnprozesse gesteuert, die vor allem dem Einfluss von Oxytocin und Vasopressin unterliegen.
Der Neurobiologe hat die Hirnaktivität frisch verliebter Menschen mit einem Computertomografen dokumentiert und den Beweis für die Wirkung der beiden Neurohormone im Belohnungssystem des Gehirns gefunden. "Oxytocin und Vasopressin leiten im Striatum einen dramatischen Lernprozess ein, der spezifisch auf soziales Lernen ausgerichtet ist", so der Experte. Konkret bedeutet das: Verliebte lernen mit dem Anblick oder Geruch des Angebeteten positive Gefühle zu assoziieren. Sprichwörter wie "Liebe macht blind" oder "Der Blick durch die rosarote Brille" bestätigen sich hier. Verliebte Menschen besitzen eine selektive Wahrnehmung, die angebetete Person wird grenzenlos idealisiert. Hirnareale, die für kritisches Urteilen zuständig sind, werden gleichzeitig deaktiviert.
Bergwühlmäuse gehen bei Verabreichung von Oxytocin eine lebenslange Bindung mit einem anderen Tier ein. Beim Menschen konnten Wissenschaftler demonstrieren, dass die Ausschüttung der beiden Bindungshormone mit der Heiratswahrscheinlichkeit korreliert. Eine Spritze Oxytocin und lebenslang verliebt sein - eine Vision, die leider nicht realisierbar ist, da das Hormon nur unmittelbar ins Gehirn appliziert diese Endloswirkung verspricht. Oxytocin als Nasenspray verabreicht zeigt aber zumindest ähnliche, wenngleich auch abgeschwächte Effekte beim Menschen. "Das gegenseitige Vertrauen erhöht sich und Blickkontakte werden vermehrt gesucht", so Bartels.
Hormoncocktail
Schlaflose Nächte, schweißnasse Hände, rasender Puls und Appetitlosigkeit: Eine Mischung aus Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol bringt den Organismus verliebter Menschen zusätzlich durcheinander. Darüber, wie lange dieser prickelnde Zustand anhält, sind sich Experten allerdings nicht einig. Denn wie bei anderen Drogen auch kommt irgendwann der Gewöhnungseffekt und die Wirkung der Verliebtheit lässt nach. Maximal hinauszögern lässt sich dieses "High" angeblich zwei Jahre lang. Wenn sich die Verliebten bis dahin keine gemeinsame Basis erschaffen haben, gehen sie aller Wahrscheinlichkeit nach wieder getrennte Wege. (Regina Philipp, derStandard.at, 14.3.2012)
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jetzt weiß ich warum sich viele verliebte wie komplette vollidioten benehmen - und auch an absolut letztklassigen ungustln festhalten, die jeder mit normalem gehirnstoffwechsel sofort in die wüste schicken würde - den artikel sollte sich mal eine vernagelte freundin zu gemüte führen....
Auch wenn ich aktuell nicht frisch verliebt, und daher z.Zt. nicht komplett deppert bin, denke ich oft an frühere Erlebnisse zurück.. und wie gesagt: "Was Schöneres gibt es nicht..".
Tut mir leid für Sie, dass Sie diese Gefühl nicht kennen.
Rate Ihnen nur, sich schleunigst daran zu machen eine(n) passende(n) Partner(in) zu suchen - zahlt sich aus ... legale Gratis Droge.
Warum müssen wir Menschen immer alles zerlegen und bewerten? Liebe ist Magie! Genießen wir den Zustand! Wenn wir nicht verliebt wären, wie sollten wir je einen Partner finden? Die Ansprüche die gestellt werden sind so hoch wie nie zuvor. Wenn wir nicht für eine kurze Zeit "Blind vor Liebe" wären.....Auch wenn es nur eine Illusion ist, genießt es ohne zu bewerten!
nur wenn ich verstehe wie es vor sich geht kann ich darauf eingehen. wenn ich verliebt bin und der sich nach 2 jahren dann als nervensaege betrachte hat der andere sich gar nicht geaendert oder die magie ist enflogen sondern eine droge ist weg und ich sehe dinge realistisch. und kann daher sagen ich will mit dem anderen zusammen sein und eine tiefe beziehung fuehren oder suche den rausch mit dem naechsten der aber wieder nach einigen monaten oder wenigen jahren weg sein wird. und fuehle mich ungluecklich weil alle anderen boese sind und gemein und mich taeuschen. denn das WARUM wir bestimmte menschen anziehende finden wird immer ein mysterium bleiben. aber nicht das wie es ablaeuft. verstehen ist ein weg zum gluecklich werden.
eine pflanze ausreißen und von der wurzel her alles zu untersuchen, in details zu zerlegen. die blume - ein objekt, dessen erforschung bloß das besserwissen nähren soll.
der andere weg wäre (der weg der weisen), eine blume einfach anzusehen, sich an ihr zu erfreuen, ihren duft zu genießen und sie in ihrer ganzheit und vollen pracht wahrzunehmen...
in abgewandelter form:
verliebtheit
ist verliebtheit
ist verliebtheit
einen schönen tag und ich wünsche euch allen schmetterlinge im bauch, die euch flügel verleihen ;-)
...ist ein Vergleich. Wenn ich eine Blume zerlege ist sie kaputt.
Zu wissen wie Verliebtheit entsteht und funktioniert hindert doch niemanden daran verliebt zu sein und es zu genießen. Da wird sicher jedeR WissenschaftlerIn zustimmen.
Ihr Wort "leider" ist leider Ihr westlicher Zugang: Der eine ODER der andere Weg. Sie trennen, Sie werten, Sie werten ab. Das muss doch nicht sein, oder?
Und ich werte gerade das Werten.....
es gibt kaum noch einen bereich, der nicht "erforscht" wird. ich sehe das aber als versuch des menschen alles unter seine kontrolle kriegen zu wollen und meine, dass es nicht aufgeht. verliebtheit hat heute schon den stellenwert des "verrücktseins", weil es ja nur eine "chemische reaktion" ist etc.
und ja, sie haben auch gewertet.
>>verliebtheit hat heute schon den stellenwert des "verrücktseins", weil es ja nur eine "chemische reaktion" ist etc.<<
Na und? Bin ich halt verrückt.
Ich kann eine Radtour genießen obwohl ich mein Rad schon öfters zerlegt habe und genau weiß welche Schraube wo sitzt und wozu sie dient. Ich kann mich an einem Bild erfreuen obwohl ich weiß dass es "nur" Lichtwellen verschiedener Wellenlänge reflektiert, Musik besteht "nur" aus Schwankungen des Luftdrucks.
Wenn Sie es nicht können heißt das noch lange nicht dass alle anderen das nicht können. Ich habe den Eindruck dass Sie sehr tief in Ihrem Konzept verstrickt sind.
>>und ja, sie haben auch gewertet.<<
Na und? Dass ich werte habe ich ja selbst geschrieben. Wozu haben Sie das wiederholt?
gefühlen und beziehungen und dem reparieren eines rades sollte schon ein bisschen ein unterschied zu spüren sein.
wenn sie diesen unterschied nicht erfassen können, dann reden wir eh aneinander vorbei.
und was ihr werten betrifft: ich habe ihre aussage nochmals unterstrichen, das war`s. ;-)
Man kann absichtlich oder unabsichtlich missverstehen.
Das waren natürlich Vergleiche, auch das Bild und die Musik, Sie selbst haben doch einen Vergleich gebracht.
Das "zerreden von Gefühlen und Beziehungen" steht weder im Artikel noch in meinen Kommentaren, das wollen doch nur Sie hinein interpretieren. Man kann es auch anders sehen, das wollte ich Ihnen verständlich machen und CC79 versucht es auch.
Wenn Sie das nicht verstehen wollen oder so tun als ob Sie es nicht verstehen würden dann ist und bleibt es Ihr eigenes Problem.
wenn es noch einens Beweises bedurft hätte dann Diesen, Welcher die Psychologie/Psychiatrie in ihren wahnsinnigen Tun bestätigt. So gesehen gibt es keinen Lebensaspekt/bereich der von diesem Klientel nicht als persönlichkeitsgestört und krankhaft diagnostiziert wird.
Der Mensch: eine einzige charakterliche physische u. psychische Auffälligkeit. (Therapienotwendigkeit inklusive.) oder: Die Psychoanalyse ist die Krankheit für deren Heilung sie sich hält.
... Quo vadis Menschheit.
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