AUA: Gespräche mit Piloten noch im Juni

15. Juni 2003, 09:40
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Verkauf des Firmensitzes in Oberlaa gestoppt

Wien - AUA-Vorstand Josef Burger will mit den Piloten die seit Ende Mai abgebrochen Verhandlungen über ein neues Gehaltssystem noch im Juni aufnehmen. Im Gespräch mit dem Standard zeigte er sich auch offen, bilaterale Übertrittsmöglichkeiten von Tyrolean zu Lauda Air oder AUA zu schaffen, vorausgesetzt, die AUA Piloten akzeptieren ein neues, tieferes Gehaltssystem für neue Mitarbeiter.

Die Unterstützung der AUA-Piloten durch Lauda Air und Tyrolean begründet Tyrolean-Betriebsrat Norber Fröwis damit, dass die "AUA versucht, die drei Produktions^gesellschaften untereinander auszuspielen". Und wenn einer billigere Einstiegsgehälter akzeptiere, dann versuche es die AUA im nächsten Jahr eben bei Lauda oder Tyrolean, und das wolle man verhindern, sagte Fröwis.

Den seit mehr als einem Jahr betriebenen Verkauf des AUA- Hauptgebäudes in Oberlaa hat die AUA mittlerweile mangels Interessenten offiziell gestoppt. Das Ziel, auf den Flughafen zu übersiedeln, wurde vorerst auf Eis gelegt.

Aus Immobilienkreisen hieß es, dass das Gebäude ohne eventuelle Subventionen der Gemeinde Wien, vor allem aber zu den finanziellen Vorstellungen der AUA nicht zu verkaufen sei. Die Baukosten für die AUA-Zentrale in Oberlaa betrugen einst 500 Mio. S (36 Mio. Euro). In den eigenen Büchern hat die AUA ihr Haupthaus noch immer mit 20 Mio. Euro stehen, was den Verkauf erschwerte, weil bisher eben niemand bereit war, die geforderten 20 bis 22 Mio. Euro zu zahlen.

Das Grundstück mit rund 37.000 m² gehört als Baurechtsgrund der Gemeinde Wien. Die AUA hat das Gebäude 1978 bezogen.(Claudia Ruff, Der Standard, Printausgabe, 14.06.2003)

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